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Bezirk Oberfranken

Rund 90 Land­wirt­schafts-Azu­bis zei­gen beim Forst­li­chen Wett­be­werb ihr Können

Moder­ner Fünf­kampf mal anders

Die meis­ten Land­wir­te bewirt­schaf­ten auch Wald. Dass die Arbei­ten im Wald kom­pe­tent und vor allem sicher aus­ge­führt wer­den, ist ein Bestand­teil der Aus­bil­dung zum Land­wirt. Doch wie fit sind die ange­hen­den Land­wir­tin­nen und Land­wir­te in Ober­fran­ken, wenn es um Wald­ar­bei­ten geht? Das konn­ten rund 90 von ihnen nun beim Forst­li­chen Wett­be­werb in den Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten des Bezirks Ober­fran­ken in Bay­reuth unter Beweis stellen.

In fünf Dis­zi­pli­nen muss­ten sie antre­ten und wur­den dabei von Forst­spe­zia­lis­ten der drei ober­frän­ki­schen Ämter für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Fors­ten (ÄELF) bewer­tet. Am Ende gab es für die Bes­ten wert­vol­le Prei­se. Die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer kamen aus ganz Oberfranken


Baum­ar­ten­be­stim­mung, Pflan­zung und der rich­ti­ge Schnitt

Neben einer Theo­rie­prü­fung wur­den vor­wie­gend die prak­ti­schen Fähig­kei­ten der Aus­zu­bil­den­den geprüft. Ein wich­ti­ger Schwer­punkt dabei war die kor­rek­te Bedie­nung der Motor­sä­ge. Der siche­re Umgang mit der moder­nen Forstern­te­tech­nik ist uner­läss­lich für eine unfall­freie Wald­ar­beit. In einem ande­ren Prü­fungs­teil muss­ten die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer zei­gen, ob Sie einen Baum den fach­li­chen Vor­ga­ben ent­spre­chend fäl­len kön­nen. Dazu gehört das kor­rek­te Anset­zen des soge­nann­ten Fall­kerbs, damit der Baum auch in die gewünsch­te Rich­tung umfällt und nie­man­den ver­letzt. Auch das Pflan­zen von Baum­setz­lin­gen war Bestand­teil der Prüfung.


Arbeits­schutz und Sicherheit

Bei Forst­ar­bei­ten sind Sicher­heit und Arbeits­schutz ein wich­ti­ges The­ma. Dies beginnt bei der rich­ti­gen Aus­rüs­tung. Auf­ga­be bei der vier­ten Sta­ti­on war es, Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de wie Helm, Visier, Schu­he oder Schnitt­schutz­ja­cken zu inspi­zie­ren und Män­gel zu benen­nen. Auch wel­che Feh­ler beim Baum­schnitt pas­sie­ren kön­nen, muss­ten die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer anhand ver­schie­den gesäg­ter Baum­stö­cke ana­ly­sie­ren, um mög­li­che Gefah­ren­quel­len zu iden­ti­fi­zie­ren. Um Span­nungs­be­ur­tei­lung und Bau­man­spra­che ging es bei der abschlie­ßen­den fünf­ten Dis­zi­plin In wel­chem Zustand befin­det sich der zu fäl­len­de Baum und wor­auf muss beson­ders geach­tet werden


Die „Olym­pi­schen Spie­le“ der Landwirtschaftsausbildung

Welch hohen Stel­len­wert der alle zwei Jah­re statt­fin­den­de Forst­li­che Wett­be­werb in der Land­wirt­schafts-Aus­bil­dung hat, wur­de bei der Sie­ger­eh­rung deut­lich. Zahl­rei­che Gäs­te aus Ver­bän­den, Ver­wal­tun­gen und Insti­tu­tio­nen zoll­ten der Leis­tung der Teil­neh­mer Respekt. Für Wolf­gang Schult­heiß, den Vor­sit­zen­den der Forst­wirt­schaft­li­chen Ver­ei­ni­gung Ober­fran­ken (FVO) ist klar „Der Forst­li­che Wett­be­werb – das sind qua­si die Olym­pi­schen Spie­len in Ihrer Ausbildung.“

Gesamt­bes­ter und damit Sie­ger des Forst­li­chen Wett­be­werbs 2025 wur­de Niklas Lip­pert aus Hohen­berg an der Eger (Land­kreis Wun­sie­del). Pas­send zur erziel­ten per­fek­ten Punkt­zahl beim Sägen such­te er sich unter gro­ßem Applaus als Preis eine Motor­sä­ge aus. Ins­ge­samt gab es für die bes­ten 40 Prei­se. Dr. Micha­el Schmidt, Behör­den­lei­ter des AELF Bay­reuth-Münch­berg, bedank­te sich bei allen Betei­lig­ten für ihr Enga­ge­ment und lob­te die her­vor­ra­gen­de Zusam­men­ar­beit der drei ober­frän­ki­schen ÄELF und der Regie­rung von Ober­fran­ken. Der vlf Ober­fran­ken spen­dier­te Spei­sen und Getränke.

Hoch­wer­ti­ges Pro­gramm mit 40 Meisterkursen

Haus Mar­teau star­tet in neu­es Kursjahr

Haus Mar­teau star­tet mit einem hoch­ka­rä­ti­gen Pro­gramm ins neue Kurs­jahr, wie der Bezirk Ober­fran­ken mit­teilt. Gleich zum Start wird es spek­ta­ku­lär, wenn Ende August beim Meis­ter­kurs für Kla­vier­du­os mit Prof. Chris­toph Sisch­ka und Hsueh-Fong Chien der Platz am Flü­gel kaum ausreicht.

Wei­te­re Kla­vier­kur­se wer­den gelei­tet von Kory­phä­en wie Prof. Gilead Mis­ho­ry, Prof. Arnulf von Arnim oder Prof. Bernd Glem­ser. So gut wie alle Kur­se ver­an­stal­ten ein öffent­li­ches Abschluss­kon­zert, so etwa der Gesangs­kurs von Prof. Susan­ne Kel­ling. In der Vil­la eines eins­ti­gen Gei­gen­vir­tuo­sen spielt natür­lich die Vio­li­ne eine gro­ße Rol­le. „Neben Künst­lern wie Prof. Ingolf Tur­ban, Bai­ba Skri­de und Prof. Phil­ip Dra­ga­nov, die erst in jün­ge­rer Zeit ver­pflich­tet wur­den, ste­hen Prof. Dani­el Gae­de und Prof. Mar­kus Wolf als lang­jäh­ri­ge Haus Mar­teau-Dozen­ten den jun­gen Vio­li­nis­ten zur Sei­te“, erläu­tert der Künst­le­ri­sche Lei­ter, Prof. Chris­toph Adt.

Auch die gro­ße Schwes­ter der Gei­ge, die Vio­la, hat einen fes­ten Platz im Kurs­pro­gramm: Die bei­den Pro­fes­so­ren Gun­ter Teuf­fel und Hariolf Schlich­tig sind erfah­re­ne Brat­schis­ten, die ihre Begeis­te­rung für das Instru­ment sehr ger­ne an die jun­ge Gene­ra­ti­on wei­ter­tra­gen. Haus Mar­teau bie­tet im Pro­gramm 2025/​/​2026 einen Kurs für Vio­lon­cel­lo mit Prof. Jakob Spahn sowie zwei Kam­mer­mu­sik­kur­se, bei denen ein Vio­lon­cel­lo gleich­sam das Fun­da­ment bil­det, näm­lich beim Köl­ner Kla­vier­trio und dem Gold­mund Quar­tett. Ein neu­er Name in der Dozen­ten­schaft ist Prof. Domi­nik Wag­ner. Der Kon­tra­bas­sist lehrt an der Hoch­schu­le für Musik Würz­burg, und an der Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­len­de Kunst Wien.

Die Inter­na­tio­na­le Musik­be­geg­nungs­stät­te Haus Mar­teau bie­tet zudem Kur­se für Blas­in­stru­men­te an: Flö­te, Oboe und Fagott sind eben­so ver­tre­ten wie Horn, Trom­pe­te, Posau­ne und Tuba. Fagot­tist Ulrich Her­mann gibt erst­mals einen Meis­ter­kurs. Der gefrag­te Päd­ago­ge ist Pro­fes­sor für Fagott an der Hoch­schu­le für Musik und Tanz Köln und an der Musik­hoch­schu­le Trossingen.

„Seit 41 Jah­ren gibt es den Kurs Orches­ter­spiel, nicht weni­ge Teil­neh­mer des Jugend­sym­pho­nie­or­ches­ters Ober­fran­ken haben eine Lauf­bahn zum Berufs­mu­si­ker ein­ge­schla­gen“, resü­miert Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm. Unter der pro­fes­sio­nel­len Anlei­tung von Diri­gent Till Fabi­an Weser wird sich das jun­ge Orches­ter auch zu Ostern 2026 wie­der aufs Neue zusammensetzen.

Der Ensem­ble­kurs für Blech­blä­ser, gelei­tet von Rek­ken­ze Brass, wen­det sich an fes­te Ensem­bles und Ein­zel­teil­neh­mer glei­cher­ma­ßen und bil­det jedes Jahr eine neue No name-Brass-Formation.

Eng wird es im Kon­zert­saal, wenn die Per­cus­sio­nis­ten mit Wagen­la­dun­gen vol­ler Instru­men­te anrü­cken. Sie zei­gen unter der Anlei­tung von Clau­dio Estay, dass Viel­falt und Phan­ta­sie in der Per­cus­sion kei­ne Gren­zen gesetzt sind.

„Alle Meis­ter­kur­se dau­ern vier bis fünf Tage und sind geprägt von hoher musi­ka­li­scher Exzel­lenz, die nicht zuletzt die Abschluss­kon­zer­te der Meis­ter­kur­se aus­zeich­net“, so Ver­wal­tungs­lei­ter Dr. Ulrich Wirz.

Das nächs­te Kon­zert im spek­ta­ku­lä­ren Kon­zert­saal (Meis­ter­kurs Kla­vier­du­os, 29. August) ist aus­ver­kauft. Kar­ten gibt es noch für die Abschluss­kon­zer­te Kla­ri­net­te (Frei­tag, 5. Sep­tem­ber), Vio­li­ne (Sams­tag, 13. Sep­tem­ber) und Gesang (Frei­tag 19. sowie Frei­tag 26. Sep­tem­ber) sowie für das Auf­takt­kon­zert des Meis­ter­kur­ses für Vio­li­ne, gespielt von Prof Mar­kus Wolf (Mon­tag, 8. September).

Ste­gau­rach beschließt tarif­li­che Fest­an­stel­lung von zwei lang­jäh­ri­gen integra-Mitarbeitern

Gemein­de Ste­gau­rach setzt ein star­kes Zei­chen für Inklusion

Die Gemein­de Ste­gau­rach beweist seit zwei Jahr­zehn­ten, dass Inklu­si­on kein Lip­pen­be­kennt­nis ist, son­dern kon­kret gelebt wer­den kann. Bereits vor 20 Jah­ren hat der Gemein­de­rat mit inte­gra MENSCH, einem Bereich der Lebens­hil­fe Bam­berg, zwei Arbeits­plät­ze im kom­mu­na­len Bau­hof ein­ge­rich­tet. Nun folgt der nächs­te logi­sche Schritt: die Über­nah­me zwei­er Beschäf­tig­ter in regu­lä­re sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Arbeits­ver­hält­nis­se – ermög­licht durch das „Bud­get für Arbeit“.

Ein star­kes Zei­chen sen­de­te dabei der Gemein­de­rat mit einem ein­stim­mi­gen Beschluss: Über Par­tei­gren­zen hin­weg wur­de die Maß­nah­me als weg­wei­send unter­stützt. „Das ist doch auf jeden Fall eine Auf­wer­tung für den Men­schen“, brach­te es Gemein­de­rat Gert Lech­ner (CSU) auf den Punkt. Die bei­den Mit­ar­bei­ten­den – Chris­ti­an Fuchs und Donald Wohn­fur­ter – waren bereits über vie­le Jah­re hin­weg über das inte­gra MENSCH-Paten­schafts­mo­dell im Bau­hof beschäf­tigt. Mit dem Schritt in die regu­lä­re Anstel­lung erhal­ten sie nun tarif­li­chen Lohn, vol­le Arbeit­neh­mer­rech­te und ech­te beruf­li­che Per­spek­ti­ven. Bun­des­weit gelingt die­ser Über­gang bis­lang weni­ger als einem Pro­zent der Werk­statt­be­schäf­tig­ten – umso bemer­kens­wer­ter ist der Erfolg des Ste­gau­ra­cher Modells.

Ein ent­schei­den­der Part­ner auf die­sem Weg ist der Bezirk Ober­fran­ken, der das Pro­jekt von Beginn an enga­giert beglei­tet. Bei der offi­zi­el­len Ver­trags­un­ter­zeich­nung am 25. Juni unter­strich Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm die Bedeu­tung des „Bud­gets für Arbeit“: „Wer wie Chris­ti­an Fuchs oder Donald Wohn­fur­ter mit einem Werk­statt­an­spruch auf den all­ge­mei­nen Arbeits­markt wech­selt, bekommt durch das Bud­get für Arbeit eine ech­te Chan­ce auf Selbst­stän­dig­keit. Wir unter­stüt­zen die­se Ent­wick­lung mit aller Kraft – denn Teil­ha­be am Arbeits­le­ben ist ein Menschenrecht.“

Das För­der­instru­ment gleicht behin­de­rungs­be­ding­te Unter­stüt­zungs­be­dar­fe durch Lohn­kos­ten­zu­schüs­se aus – und ermög­licht Arbeit­ge­bern Pla­nungs­si­cher­heit. Das bewähr­te Paten­sys­tem von inte­gra MENSCH sorgt wei­ter­hin für per­sön­li­che Unter­stüt­zung und sta­bi­le Struk­tu­ren im betrieb­li­chen Alltag.

Bau­hof­lei­ter Ste­fan Reck hebt den Mehr­wert für das Team her­vor: „Chris­ti­an und Donald sind eine ech­te Berei­che­rung. Sie sind enga­giert, zuver­läs­sig und brin­gen gute Lau­ne mit.“

Auch für die Betrof­fe­nen selbst bedeu­tet die Anstel­lung einen gro­ßen Schritt in Rich­tung Selbst­be­stim­mung und gesell­schaft­li­cher Teil­ha­be. „Ich bin stolz, dass ich jetzt rich­tig dazu­ge­hö­re“, sagt Chris­ti­an Fuchs. „Ich ver­die­ne mein eige­nes Geld und habe tol­le Kollegen.“

„Wir wol­len Vor­bild sein und ande­ren Kom­mu­nen zei­gen, dass Inklu­si­on im Arbeits­le­ben funk­tio­niert – wenn man sie ernst nimmt. Die ein­stim­mi­ge Ent­schei­dung unse­res Gemein­de­rats zeigt, dass unse­re gesam­te Gemein­de die­sen Weg gemein­sam geht“, zieht Bür­ger­meis­ter Thi­lo Wag­ner (FW-FL) ein kla­res Fazit. Ein star­kes Zei­chen für Inklu­si­on setzt auch die Berufs­schu­le Bam­berg: Gemein­sam mit der Regie­rung von Ober­fran­ken wur­de für Fran­zis­ka Herold der Über­gang in das Bud­get für Arbeit rea­li­siert. Sie ist seit sechs Jah­ren im Sekre­ta­ri­at tätig und über­nimmt dort – unter­stützt von ihren Kol­le­gin­nen – viel­fäl­ti­ge Auf­ga­ben. Ihre neue Anstel­lung bedeu­tet nicht nur finan­zi­el­le Unab­hän­gig­keit, son­dern auch eine kla­re Aner­ken­nung ihrer Leistung.


„Ste­gau­rach ist ein leuch­ten­des Bei­spiel dafür, was mög­lich ist, wenn Inklu­si­on gelebt wird“

Was mög­lich ist, wenn Inklu­si­on kon­se­quent umge­setzt wird, zeigt auch das Kli­ni­kum der Sozi­al­stif­tung Bam­berg. Raed Almhi­meed, ein aus Syri­en geflüch­te­ter Kon­di­tor, ver­lor bei einem Bom­ben­an­griff einen Arm und ein Bein. Doch statt auf­zu­ge­ben, fand er mit Unter­stüt­zung von Pfle­ge­di­rek­to­rin Ilo­na Bau­mann und inte­gra MENSCH einen neu­en, indi­vi­du­ell ange­pass­ten Arbeits­platz. Heu­te nimmt er mit einem Tablet in den Pati­en­ten­zim­mern Essens­wün­sche auf – eine Tätig­keit, die er mit gro­ßer Freund­lich­keit, Zuver­läs­sig­keit und sozia­ler Kom­pe­tenz aus­führt. Sei­ne Geschich­te steht bei­spiel­haft für das, was mög­lich ist, wenn Enga­ge­ment und Krea­ti­vi­tät auf ech­te Teil­ha­be abzielen.

Immer mehr Arbeit­ge­ber fol­gen die­sem Bei­spiel: So haben auch die Kita St. Vitus in Hirschaid und der Maler­be­trieb Roy in Gerach ihre inte­gra-Paten­schaf­ten in sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Anstel­lun­gen auf Basis des Bud­gets für Arbeit über­führt. Damit ermög­li­chen sie ihren Mit­ar­bei­ten­den, eigen­stän­dig für ihren Lebens­un­ter­halt zu sor­gen – ein bedeu­ten­der Schritt hin zu ech­ter gesell­schaft­li­cher Teilhabe.

Kuno Eich­ner, Ein­rich­tungs­lei­ter von inte­gra MENSCH, zeigt sich bewegt: „Ste­gau­rach ist ein leuch­ten­des Bei­spiel dafür, was mög­lich ist, wenn Inklu­si­on gelebt wird. Was hier ent­stan­den ist, ist weit mehr als ein Arbeits­ver­hält­nis – es ist ein Zei­chen von ech­ter Wert­schät­zung, Ver­trau­en und Mit­ein­an­der – für die Men­schen, um die es geht und für die Idee einer inklu­si­ven Gesell­schaft. Ich bin tief beein­druckt von allen, die die­sen Weg mit Über­zeu­gung und Herz­blut mög­lich machen.“

Kon­zert­er­leb­nis­se 2025

Haus Mar­teau

Freun­de der klas­si­schen Musik fin­den auch 2025 in Haus Mar­teau ein hoch­wer­ti­ges Kon­zer­t­an­ge­bot im spek­ta­ku­lä­ren Kon­zert­saal unter Tage. Jun­ge Künst­le­rin­nen und Künst­ler aus der Inter­na­tio­na­len Musik­be­geg­nungs­stät­te gas­tie­ren aber auch an ande­ren Orten in Ober­fran­ken, unter ande­rem gas­tiert das Jugend­sym­pho­nie­or­ches­ter Ober­fran­ken am Oster­mon­tag in der Bam­ber­ger Konzerthalle.

Neben den belieb­ten Abschluss­kon­zer­ten mit Kla­vier, Oboe, Fagott, Vio­li­ne, Flö­te, Vio­lon­cel­lo, Kla­ri­net­te oder Horn hat der Künst­le­ri­sche Lei­ter Prof. Chris­toph Adt auch für 2025 pro­mi­nen­te Künst­le­rin­nen und Künst­ler zu den Meis­ter­kon­zer­ten des Haus Mar­teau ein­ge­la­den. „Wir freu­en uns auf Mat­thi­as Kirsch­ne­r­eit, das Arcis Saxo­phon­quar­tett, das Kla­vier­duo Sulkha­nish­vi­li, die Vio­li­nis­tin Chris­ti­ne Busch mit Péter Nagy und den Flö­tis­ten Hen­rik Wie­se im Duo mit der Har­fe­nis­tin Mag­da­le­na Hoffmann.“

Der Janu­ar beginnt mit zwei Kla­vier­kon­zer­ten des Meis­ter­kur­ses von Prof. Arnulf von Arnim am Mitt­woch, dem 15.1., und Don­ners­tag, dem 16.1., gefolgt von einem wei­te­ren Kon­zert des Meis­ter­kur­ses für Kla­vier von Prof. Gilead Mis­ho­ry am Sonn­tag, dem 19.1. um 18 Uhr.

In bes­ter Tra­di­ti­on fin­det zu Ostern wie­der das Jugend­sym­pho­nie­or­ches­ter Ober­fran­ken zusam­men. „Das jun­ge Orches­ter wird am Oster­wo­chen­en­de unter der Lei­tung des Diri­gen­ten Till Fabi­an Weser Wer­ke von Tschai­kow­sky und Men­dels­sohn Bar­thol­dy auf­füh­ren. Ein tol­les Erleb­nis, für die jun­gen Künst­le­rin­nen und Künst­ler eben­so wie für das Publi­kum“, sagt Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm. In die­sem Jahr tre­ten die jun­gen Künst­le­rin­nen und Künst­ler in Nai­la (19.4.), Röden­tal (20.4.) und Bam­berg (21.4.) auf.

Das gan­ze Jahr über kon­zer­tie­ren die Meis­ter­kur­se der Inter­na­tio­na­len Musik­be­geg­nungs­stät­te in der Rei­he Haus Mar­teau auf Rei­sen in Ober­fran­ken, unter ande­rem in Rehau (7. Febru­ar), Kut­zen­berg (4. April), und Kulm­bach (10. August).

Jugend­sym­pho­nie­or­ches­ter Oberfranken

Gro­ße Büh­ne für jun­ge Musiker

Eine Woche vol­ler Musik ver­spricht das Jugend­sym­pho­nie­or­ches­ter Ober­fran­ken in der Kar­wo­che 2025. Bewer­bun­gen sind ab sofort auf der Web­sei­te des Jugend­sym­pho­nie­or­ches­ters Ober­fran­ken mög­lich, wie der Bezirk Ober­fran­ken mit­teilt. Eines der drei Kon­zer­te fin­det am Oster­mon­tag in der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le in Bam­berg statt.

Jun­ge Musi­ke­rin­nen und Musi­ker zwi­schen 14 und 25 Jah­ren bil­den im April kom­men­den Jah­res wie­der zusam­men mit Gleich­ge­sinn­ten ein Orches­ter auf Zeit. Nach einer inten­si­ven Pro­ben­wo­che im Schul­land­heim in Pot­ten­stein wird das Pro­jektorches­ter wie­der Oster­kon­zer­te in Nai­la, Röden­tal und Bam­berg spielen.

Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm lädt Ober­fran­kens jeu­nesse musi­cale dazu ein, mit dem Haus Mar­teau-Pro­jekt unter der Lei­tung von Diri­gent Till Fabi­an Weser ers­te Orches­ter­er­fah­run­gen zu sam­meln: „Es ist immer wie­der schön zu sehen, welch gro­ße musi­ka­li­sche Talen­te sich im Jugend­sym­pho­nie­or­ches­ter zei­gen. Für die jun­gen Musi­ke­rin­nen und Musi­ker ist es eine tol­le musi­ka­li­sche Erfah­rung, aber auch ein gro­ßes Gemeinschaftserlebnis.“

Auf dem Kon­zert­pro­gramm steht das „Kon­zert für Vio­li­ne und Orches­ter e‑Moll op. 64“ von Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dy, eines der popu­lärs­ten Wer­ke des Kom­po­nis­ten, das vor 180 Jah­ren urauf­ge­führt wur­de. Zudem wer­den Aus­zü­ge aus Tschai­kow­skys Nuss­kna­cker-Suite sowie des­sen „Sin­fo­nie Nr. 6 h‑Moll“ auf­ge­führt – sein letz­tes Werk, die „Pathé­tique“.

Die Arbeits­pha­se des Jugend­sym­pho­nie­or­ches­ters Ober­fran­ken, das in die­sem Jahr sein 40jähriges Bestehen fei­ern konn­te, fin­det vom 12. – 19. April 2025 im Schul­land­heim Pot­ten­stein (Land­kreis Bay­reuth) statt. Anschlie­ßend spie­len die jun­gen Musi­ke­rin­nen und Musi­ker Kon­zer­te am Kar­sams­tag in der Fran­ken­hal­le Nai­la, am Oster­sonn­tag in der Franz-Goe­bel-Hal­le Röden­tal und am Oster­mon­tag in der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le Bam­berg. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Infor­ma­tio­nen gibt es auf der Web­sei­te des Jugend­sym­pho­nie­or­ches­ters Ober­fran­ken, auf der auch die Bewer­bung mög­lich ist. Bewer­bungs­schluss ist am 28. Febru­ar 2025.

Jugend­ar­beit und Künst­li­che Intel­li­genz im Fokus

Herbst­ta­gung der kom­mu­na­len Jugend­pfle­ge­rin­nen und ‑pfle­ger

Im Novem­ber tra­fen sich die sich die kom­mu­na­len Jugend­pfle­ge­rin­nen und Jugend­pfle­ger zu ihrer jähr­li­chen Herbst­ta­gung, die in die­sem Jahr den inhalt­li­chen Schwer­punkt auf dem The­ma „Jugend­ar­beit und Künst­li­che Intel­li­genz (KI)“ gelegt hatte.

Am 21. und 22. Novem­ber 2024 tra­fen sich die kom­mu­na­len Jugend­pfle­ge­rin­nen und Jugend­pfle­ger auf Ein­la­dung des Bezirks­ju­gend­rings Ober­fran­ken zu ihrer jähr­li­chen Herbst­ta­gung. Aus­tra­gungs­ort war das Klos­ter Banz, wo die Teil­neh­men­den die Mög­lich­keit hat­ten, sich über die aktu­el­le Situa­ti­on in den Kom­mu­nen aus­zu­tau­schen und neue Ansät­ze für die Jugend­ar­beit zu entwickeln.

Der inhalt­li­che Schwer­punkt lag in die­sem Jahr auf dem The­ma „Jugend­ar­beit und Künst­li­che Intel­li­genz (KI)“. Refe­rent Robert Vogel führ­te die Anwe­sen­den durch die Poten­zia­le und Gren­zen von KI im All­tag der Jugend­ar­beit. Beson­ders span­nend wur­de es in den Pra­xis­work­shops, bei denen die Teil­neh­men­den eige­ne KI-Tools erstell­ten. So ent­stan­den Anwen­dun­gen, die bei­spiels­wei­se bei För­der­an­trä­gen, Pro­jekt­ma­nage­ment oder Argu­men­ta­ti­ons­hil­fen unter­stüt­zen können.

Ein High­light der Tagung war der ers­te Abend, der mit einer stim­mungs­vol­len Fackel­wan­de­rung zum Gast­haus „Zum Anker“ sei­nen Abschluss fand.

Am zwei­ten Tag lag der Fokus auf einem kri­ti­schen Blick in die Zukunft: „Wie kann KI hel­fen, eine Stun­de Arbeit in einer hal­ben Stun­de zu erle­di­gen?“ Die­se Leit­fra­ge beglei­te­te Dis­kus­sio­nen über die geziel­te Nut­zung von KI zur Erleich­te­rung von Arbeits­pro­zes­sen. Auch mög­li­che Risi­ken und ethi­sche Fra­ge­stel­lun­gen im Umgang mit KI wur­den angesprochen.

Die Herbst­ta­gung ver­deut­lich­te, wie groß das Poten­zi­al von KI ist, um die Jugend­ar­beit moder­ner und effi­zi­en­ter zu gestal­ten – immer mit dem Ziel, die Bedürf­nis­se der Jugend­li­chen best­mög­lich zu erfüllen.

Bezirk Ober­fran­ken

„Schnerbfl“ ist das ober­frän­ki­sche Wort des Jahres

„Schnerbfl“ ist das Ober­frän­ki­sche Wort des Jah­res 2024. Das in Ober­fran­ken in vie­len Regio­nen sehr übli­che Wort – auch Schnirbfl, Schnörbfl oder Schnürbfl gespro­chen – kann am ehes­ten mit dem hoch­deut­schen „Zip­fel“ gleich­ge­setzt werden.

Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm hat am Wochen­en­de zusam­men mit dem ober­frän­ki­schen Ster­ne­koch Alex­an­der Herr­mann die Ent­schei­dung der Jury über das Ober­frän­ki­sche Wort des Jah­res ver­kün­det. Der „Schnerbfl“ ist es gewor­den, wie der Regie­rungs­be­zirk mitteilt.

Bei einem sol­chen „Schnerbfl“ han­delt es sich zum Bei­spiel um das abge­bun­de­ne End­stück der Wurst, das abge­bun­de­ne obe­re Ende eines Sackes, der Bett­zip­fel oder der Aus­gieß­schna­bel an Topf oder Kan­ne. Zudem wird Schnerbfl häu­fig auch als flap­si­ge Bezeich­nung für das männ­li­che Geschlechts­teil ver­wen­det und ist ent­spre­chend auch als Belei­di­gung geläufig.

„Die Jury hat aus mei­ner Sicht in die­sem Jahr eine ganz beson­de­re Aus­wahl getrof­fen“, sag­te Schramm im Rah­men der Ver­kün­dung des Ober­frän­ki­schen Wort des Jah­res in Wirs­berg einig. „Schnerbfl wird nahe­zu in ganz Ober­fran­ken ver­wen­det und ist ein herr­li­ches Bei­spiel dafür, wie leben­dig und viel­fäl­tig unser Dia­lekt ist.“

Das Wort Schnerbfl kann man auf ein mit­tel­hoch­deut­sches Verb „schnur­pfen“ zurück­füh­ren, das so viel bedeu­tet wie sich zusam­men­zie­hen oder schrump­fen. So die­ne auch das Wort schnur­pfen in der Vari­an­te schnür­pfen in Ober­fran­ken als Grund­la­ge für wei­te­re Wör­ter, heißt es in der Erklä­rung der Jury. Eine schlech­te, kno­ti­ge Fli­cke­rei sei in Markt­sch­or­gast (Land­kreis Kulm­bach) ein Geschn­ärbf und in Wai­schen­feld (Land­kreis Bay­reuth) ein Gschnörbfl. Die Aus­guss­röh­re an der Kaf­fee­kan­ne ist in Arn­stein (Land­kreis Lich­ten­fels) der Kaf­fee-Schnörbfl. In Peu­len­dorf im Land­kreis Bam­berg heißt es: „die hot mei Huesn zammg­schnörpft“, wenn die Hose schlecht geflickt ist. In Weis­main im Land­kreis Lich­ten­fels ist die Hose in die­sem Fall zammgschnerbflt.

Das Wort des Jah­res muss den Sprach­schatz bereichern

Die Jury zur Wahl des Ober­frän­ki­schen Wort des Jah­res besteht aus der Sprach­wis­sen­schaft­le­rin Dr. Almut König vom Lehr­stuhl für Ger­ma­nis­ti­sche Sprach­wis­sen­schaft an der Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät Erlan­gen, dem Lei­ter des Ober­frän­ki­schen Bau­ern­hof­mu­se­ums Bert­ram Popp, Sabi­ne Hager von extra Radio in Hof sowie Bar­ba­ra Chris­toph, der Lei­te­rin der Kul­tur­Ser­vice­Stel­le des Bezirks Ober­fran­ken und Flo­ri­an Berg­mann, dem Lei­ter des Prä­si­di­al­bü­ros und der Öffent­lich­keits­ar­beit beim Bezirk Oberfranken.

Aus­ge­wählt wird das Wort des Jah­res jedes Jahr aus Vor­schlä­gen, die die Bevöl­ke­rung beim Bezirk ein­rei­chen kann. „Dabei begeg­nen uns wirk­lich tol­le Wor­te, die auch die Jury ab und an über­ra­schen“, so Flo­ri­an Ber­mann. „Ein Wort, das zum Bei­spiel bis­her kei­ner von uns kann­te, war ‚Flöh­fan­ge­le­s­är­bet’. Der Ein­sen­der schrieb dazu: ‚Flöh­fan­ge­le­s­är­bet ist eine Arbeit, die sinn­los ist, lan­ge dau­ert, nichts dabei raus­kommt und die man aber trotz­dem machen muss’.“ Die­ses Wort ver­ei­ne vie­le Ele­men­te, die typisch frän­kisch sei­en, erklärt Almut König. Ärbet oder auch Ärwet sei die frän­ki­sche Aus­spra­che für die Arbeit, die in Fran­ken aber durch­aus posi­tiv belegt ist. Dazu kom­me die Endung „-les“, eine typi­sche Endung bei Kin­der­spie­len, wie zum Bei­spiel bei „Fan­ge­les“. Mit die­ser Endung neh­me man dem Wort die Schwe­re und das Belastende.

Der Bezirk Ober­fran­ken kürt seit 2015 jedes Jahr das Ober­frän­ki­sche Wort des Jah­res. Das Wort muss den Sprach­schatz berei­chern und das Gemein­te beson­ders tref­fend, ori­gi­nell oder prä­zi­se benen­nen, so die Jury. 2015 mach­te das „Wisch­käst­la“ als ober­frän­ki­scher Begriff für „Smart­phone“ den Anfang. Es folg­ten 2016 die ober­frän­ki­sche Rede­wen­dung „a weng weng“ und 2017 „Urigeln“, eine Beschrei­bung für das Gefühl, wenn kal­te Hän­de lang­sam auftauen.

Im hei­ßen Som­mer 2018 wur­de „Der­schwit­zen“ gewählt, 2019 „Stern­laschmei­ßer“, 2020 „Freg­ger“ und 2021 „Erpfl“. 2022 mach­te „waafn“ als Sinn­bild für ein Mit­ein­an­der im Gespräch und das Ver­bin­den­de des Dia­lekts das Ren­nen. Im Jahr 2023 wur­de das Mei­che­la – ein Kopf­tuch – zum Wort des Jah­res gekürt.

150. Geburts­tag des Geigers

Bezirk Ober­fran­ken: Vor­trä­ge in Erin­ne­rung an Hen­ri Marteau

Hen­ri Mar­teau hat der Welt sein meis­ter­haf­tes Gei­gen­spiel und sei­ne Kom­po­si­tio­nen hin­ter­las­sen. Anläss­lich sei­nes 150. Geburts­tags erin­nert der Bezirk Ober­fran­ken in Vor­trä­gen an den Gei­ger, des­sen Som­mer­vil­la heu­te eine Musik­be­geg­nungs­stät­te des Bezirks ist.

Zu Ehren des eins­ti­gen Haus­herrn Hen­ri Mar­teau hat das Team von Haus Mar­teau im Jubi­lä­ums­jahr eine Rei­he von öffent­li­chen Ver­an­stal­tun­gen geplant, wie der Bezirk Ober­fran­ken mit­teilt. Vier Online-Vor­trä­ge fin­den ab 4. Sep­tem­ber jeweils mitt­wochs um 19 Uhr 30 statt.

Am 4. Sep­tem­ber ist Mar­te­aus Kon­zert­tä­tig­keit The­ma, am 11. Sep­tem­ber wird „Mar­teau und der Ers­te Welt­krieg“ im Mit­tel­punkt ste­hen, am 18. Sep­tem­ber die Ehe­frau Blan­che Mar­teau. „Kunst und Archi­tek­tur zwi­schen den Epo­chen“ lau­tet das The­ma am 25. September.

Zum Abschluss wird Fried­rich Gei­ger, Inha­ber des Lehr­stuhls für His­to­ri­sche Musik­wis­sen­schaft an der Hoch­schu­le für Musik und Thea­ter Mün­chen, einen Prä­senz-Vor­trag in der Künst­ler­vil­la hal­ten. Er refe­riert am 2. Okto­ber zu „Hen­ri Mar­teau – Musik im Kräf­te­feld der euro­päi­schen Moder­ne“. Der Online-Zugang zu allen Vor­trä­gen ist kos­ten­frei, für den Vor­trag von Fried­rich Gei­ger wird um Anmel­dung gebeten.

Infor­ma­tio­nen, Unter­hal­tung und nied­ri­ge Preise

Bezirk Ober­fran­ken: Fami­li­en­fest in Bayreuth

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Am 23. Juni ver­an­stal­tet der Bezirk Ober­fran­ken auf dem Gelän­de der Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten in Bay­reuth ein Fami­li­en­fest. Auf dem Pro­gramm ste­hen unter ande­rem Mit­mach­ak­tio­nen, Infor­ma­tio­nen zum Umwelt­schutz und Ver­pfle­gung zu nied­ri­gen Preisen.

Einer Mit­tei­lung des Bezirks Ober­fran­ken zufol­ge wird es am 23. Juni bunt, laut, fröh­lich und ein Rie­sen­spaß für Kin­der wenn auf dem Gelän­de der Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten in Bay­reuth ein Fami­li­en­fest statt­fin­det. Auf dem weit­läu­fi­gen Are­al wer­den von 10 bis 17 Uhr zahl­rei­che kos­ten­lo­se Mit­mach­ak­tio­nen und Spiel­sta­tio­nen ange­bo­ten. Essen und Geträn­ke gibt es wie­der zu beson­ders fami­li­en­freund­li­chen Prei­sen. So sol­len die Prei­se auch in die­sem Jahr nied­rig blei­ben. Eis, Zucker­wat­te und Pop­corn sol­len erneut gra­tis sein. Zusätz­lich gibt es meh­re­re Hüpf­bur­gen, einen Klet­ter­turm und einen Sandberg.

„Nach­dem wir in den letz­ten Jah­ren gese­hen haben, wie gut die­ses Fest von Fami­li­en ange­nom­men wird und wie viel Spaß die Kin­der haben, möch­ten wir es natür­lich auch in die­sem Jahr anbie­ten“, wird Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm zitiert. Dabei gäbe es eine Men­ge zu ent­de­cken. „Die Kin­der kön­nen hier in unse­ren Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten spie­le­risch etwas über Tie­re, Natur und Umwelt­schutz lernen.“

Vom Pony­rei­ten über das Kühe­füt­tern bis hin zum Tret­schlep­per-Füh­rer­schein oder einer Pflanz­sta­ti­on – vie­le Ange­bo­te haben einen direk­ten Bezug zu Land­wirt­schaft und Tie­ren. In einer Milch­ak­ti­on prä­sen­tie­ren die Land­frau­en den Besucher:innen zudem die Vor­tei­le von Milch aus der Regi­on für die Gesundheit.

Sofort­hil­fe in see­li­scher Not

Kri­sen­dienst wirbt auf Zuckertüten

Je frü­her sich Men­schen in see­li­schen Not­la­gen Hil­fe suchen, umso bes­ser. Mit einer neu­en Akti­on möch­te der Kri­sen­dienst Ober­fran­ken sei­ne Hil­fe nun bekann­ter machen, indem er auf Zucker­tü­ten dafür wirbt.

Der Kri­sen­dienst Ober­fran­ken bie­tet Men­schen in see­li­scher Not Hil­fe an. Der Dienst ist täg­lich rund um die Uhr unter der Num­mer 0800 /​/​6553000 erreich­bar, die Anru­fe sind kos­ten­frei und gehen zen­tral bei der jewei­li­gen Leit­stel­le ein. Die Mitarbeiter:innen ste­hen für per­sön­li­che Gesprä­che zur Ver­fü­gung, hören zu und ver­mit­teln bei Bedarf pas­sen­de Hilfs- oder Beratungsangebote.

Um die­ses Hilfs­an­ge­bot bekann­ter zu machen, wirbt der Kri­sen­dienst der­zeit auf Zucker­tü­ten, wie man sie etwa aus Cafés kennt. „Es wäre wun­der­bar, wenn der Anruf beim Kri­sen­dienst in see­li­schen Not­la­gen so selbst­ver­ständ­lich wäre, wie ein Arzt­be­such bei soma­ti­schen Erkran­kun­gen”, zitiert eine Mit­tei­lung des Bezirks Ober­fran­ken Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm bei der Über­ga­be von 3.000 Päck­chen Zucker an die Cafe­te­ria des Bezirks­kran­ken­hau­ses in Bay­reuth. „Für die Gesund­heit der Men­schen ist es wich­tig, dass schnel­le Hil­fe ver­füg­bar ist – und das zählt natür­lich auch für die psy­chi­sche Gesund­heit.” Wei­te­re 5000 Zucker­tü­ten sol­len in den kom­men­den Tagen an Cafés in Ober­fran­ken ver­teilt werden.

„Mit der Akti­on möch­ten wir auch ein Zei­chen gegen die Stig­ma­ti­sie­rung von Men­schen mit psy­chi­schen Erkran­kun­gen setz­ten“, sagt Sozi­al­pla­ner Nor­bert Neumüller.

Im Som­mer 2023 hat­te der Kri­sen­dienst bereits auf Bäcke­rei­tü­ten für sich gewor­ben.

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