Rund 90 Landwirtschafts-Azubis zeigen beim Forstlichen Wettbewerb ihr Können
Moderner Fünfkampf mal anders
Die meisten Landwirte bewirtschaften auch Wald. Dass die Arbeiten im Wald kompetent und vor allem sicher ausgeführt werden, ist ein Bestandteil der Ausbildung zum Landwirt. Doch wie fit sind die angehenden Landwirtinnen und Landwirte in Oberfranken, wenn es um Waldarbeiten geht? Das konnten rund 90 von ihnen nun beim Forstlichen Wettbewerb in den Landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirks Oberfranken in Bayreuth unter Beweis stellen.
In fünf Disziplinen mussten sie antreten und wurden dabei von Forstspezialisten der drei oberfränkischen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) bewertet. Am Ende gab es für die Besten wertvolle Preise. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus ganz Oberfranken
Baumartenbestimmung, Pflanzung und der richtige Schnitt
Neben einer Theorieprüfung wurden vorwiegend die praktischen Fähigkeiten der Auszubildenden geprüft. Ein wichtiger Schwerpunkt dabei war die korrekte Bedienung der Motorsäge. Der sichere Umgang mit der modernen Forsterntetechnik ist unerlässlich für eine unfallfreie Waldarbeit. In einem anderen Prüfungsteil mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, ob Sie einen Baum den fachlichen Vorgaben entsprechend fällen können. Dazu gehört das korrekte Ansetzen des sogenannten Fallkerbs, damit der Baum auch in die gewünschte Richtung umfällt und niemanden verletzt. Auch das Pflanzen von Baumsetzlingen war Bestandteil der Prüfung.
Arbeitsschutz und Sicherheit
Bei Forstarbeiten sind Sicherheit und Arbeitsschutz ein wichtiges Thema. Dies beginnt bei der richtigen Ausrüstung. Aufgabe bei der vierten Station war es, Ausrüstungsgegenstände wie Helm, Visier, Schuhe oder Schnittschutzjacken zu inspizieren und Mängel zu benennen. Auch welche Fehler beim Baumschnitt passieren können, mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand verschieden gesägter Baumstöcke analysieren, um mögliche Gefahrenquellen zu identifizieren. Um Spannungsbeurteilung und Baumansprache ging es bei der abschließenden fünften Disziplin In welchem Zustand befindet sich der zu fällende Baum und worauf muss besonders geachtet werden
Die „Olympischen Spiele“ der Landwirtschaftsausbildung
Welch hohen Stellenwert der alle zwei Jahre stattfindende Forstliche Wettbewerb in der Landwirtschafts-Ausbildung hat, wurde bei der Siegerehrung deutlich. Zahlreiche Gäste aus Verbänden, Verwaltungen und Institutionen zollten der Leistung der Teilnehmer Respekt. Für Wolfgang Schultheiß, den Vorsitzenden der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberfranken (FVO) ist klar „Der Forstliche Wettbewerb – das sind quasi die Olympischen Spielen in Ihrer Ausbildung.“
Gesamtbester und damit Sieger des Forstlichen Wettbewerbs 2025 wurde Niklas Lippert aus Hohenberg an der Eger (Landkreis Wunsiedel). Passend zur erzielten perfekten Punktzahl beim Sägen suchte er sich unter großem Applaus als Preis eine Motorsäge aus. Insgesamt gab es für die besten 40 Preise. Dr. Michael Schmidt, Behördenleiter des AELF Bayreuth-Münchberg, bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und lobte die hervorragende Zusammenarbeit der drei oberfränkischen ÄELF und der Regierung von Oberfranken. Der vlf Oberfranken spendierte Speisen und Getränke.
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Hochwertiges Programm mit 40 Meisterkursen
Haus Marteau startet in neues Kursjahr
Haus Marteau startet mit einem hochkarätigen Programm ins neue Kursjahr, wie der Bezirk Oberfranken mitteilt. Gleich zum Start wird es spektakulär, wenn Ende August beim Meisterkurs für Klavierduos mit Prof. Christoph Sischka und Hsueh-Fong Chien der Platz am Flügel kaum ausreicht.
Weitere Klavierkurse werden geleitet von Koryphäen wie Prof. Gilead Mishory, Prof. Arnulf von Arnim oder Prof. Bernd Glemser. So gut wie alle Kurse veranstalten ein öffentliches Abschlusskonzert, so etwa der Gesangskurs von Prof. Susanne Kelling. In der Villa eines einstigen Geigenvirtuosen spielt natürlich die Violine eine große Rolle. „Neben Künstlern wie Prof. Ingolf Turban, Baiba Skride und Prof. Philip Draganov, die erst in jüngerer Zeit verpflichtet wurden, stehen Prof. Daniel Gaede und Prof. Markus Wolf als langjährige Haus Marteau-Dozenten den jungen Violinisten zur Seite“, erläutert der Künstlerische Leiter, Prof. Christoph Adt.
Auch die große Schwester der Geige, die Viola, hat einen festen Platz im Kursprogramm: Die beiden Professoren Gunter Teuffel und Hariolf Schlichtig sind erfahrene Bratschisten, die ihre Begeisterung für das Instrument sehr gerne an die junge Generation weitertragen. Haus Marteau bietet im Programm 2025//2026 einen Kurs für Violoncello mit Prof. Jakob Spahn sowie zwei Kammermusikkurse, bei denen ein Violoncello gleichsam das Fundament bildet, nämlich beim Kölner Klaviertrio und dem Goldmund Quartett. Ein neuer Name in der Dozentenschaft ist Prof. Dominik Wagner. Der Kontrabassist lehrt an der Hochschule für Musik Würzburg, und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Die Internationale Musikbegegnungsstätte Haus Marteau bietet zudem Kurse für Blasinstrumente an: Flöte, Oboe und Fagott sind ebenso vertreten wie Horn, Trompete, Posaune und Tuba. Fagottist Ulrich Hermann gibt erstmals einen Meisterkurs. Der gefragte Pädagoge ist Professor für Fagott an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und an der Musikhochschule Trossingen.
„Seit 41 Jahren gibt es den Kurs Orchesterspiel, nicht wenige Teilnehmer des Jugendsymphonieorchesters Oberfranken haben eine Laufbahn zum Berufsmusiker eingeschlagen“, resümiert Bezirkstagspräsident Henry Schramm. Unter der professionellen Anleitung von Dirigent Till Fabian Weser wird sich das junge Orchester auch zu Ostern 2026 wieder aufs Neue zusammensetzen.
Der Ensemblekurs für Blechbläser, geleitet von Rekkenze Brass, wendet sich an feste Ensembles und Einzelteilnehmer gleichermaßen und bildet jedes Jahr eine neue No name-Brass-Formation.
Eng wird es im Konzertsaal, wenn die Percussionisten mit Wagenladungen voller Instrumente anrücken. Sie zeigen unter der Anleitung von Claudio Estay, dass Vielfalt und Phantasie in der Percussion keine Grenzen gesetzt sind.
„Alle Meisterkurse dauern vier bis fünf Tage und sind geprägt von hoher musikalischer Exzellenz, die nicht zuletzt die Abschlusskonzerte der Meisterkurse auszeichnet“, so Verwaltungsleiter Dr. Ulrich Wirz.
Das nächste Konzert im spektakulären Konzertsaal (Meisterkurs Klavierduos, 29. August) ist ausverkauft. Karten gibt es noch für die Abschlusskonzerte Klarinette (Freitag, 5. September), Violine (Samstag, 13. September) und Gesang (Freitag 19. sowie Freitag 26. September) sowie für das Auftaktkonzert des Meisterkurses für Violine, gespielt von Prof Markus Wolf (Montag, 8. September).
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Stegaurach beschließt tarifliche Festanstellung von zwei langjährigen integra-Mitarbeitern
Gemeinde Stegaurach setzt ein starkes Zeichen für Inklusion
Die Gemeinde Stegaurach beweist seit zwei Jahrzehnten, dass Inklusion kein Lippenbekenntnis ist, sondern konkret gelebt werden kann. Bereits vor 20 Jahren hat der Gemeinderat mit integra MENSCH, einem Bereich der Lebenshilfe Bamberg, zwei Arbeitsplätze im kommunalen Bauhof eingerichtet. Nun folgt der nächste logische Schritt: die Übernahme zweier Beschäftigter in reguläre sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse – ermöglicht durch das „Budget für Arbeit“.
Ein starkes Zeichen sendete dabei der Gemeinderat mit einem einstimmigen Beschluss: Über Parteigrenzen hinweg wurde die Maßnahme als wegweisend unterstützt. „Das ist doch auf jeden Fall eine Aufwertung für den Menschen“, brachte es Gemeinderat Gert Lechner (CSU) auf den Punkt. Die beiden Mitarbeitenden – Christian Fuchs und Donald Wohnfurter – waren bereits über viele Jahre hinweg über das integra MENSCH-Patenschaftsmodell im Bauhof beschäftigt. Mit dem Schritt in die reguläre Anstellung erhalten sie nun tariflichen Lohn, volle Arbeitnehmerrechte und echte berufliche Perspektiven. Bundesweit gelingt dieser Übergang bislang weniger als einem Prozent der Werkstattbeschäftigten – umso bemerkenswerter ist der Erfolg des Stegauracher Modells.
Ein entscheidender Partner auf diesem Weg ist der Bezirk Oberfranken, der das Projekt von Beginn an engagiert begleitet. Bei der offiziellen Vertragsunterzeichnung am 25. Juni unterstrich Bezirkstagspräsident Henry Schramm die Bedeutung des „Budgets für Arbeit“: „Wer wie Christian Fuchs oder Donald Wohnfurter mit einem Werkstattanspruch auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wechselt, bekommt durch das Budget für Arbeit eine echte Chance auf Selbstständigkeit. Wir unterstützen diese Entwicklung mit aller Kraft – denn Teilhabe am Arbeitsleben ist ein Menschenrecht.“
Das Förderinstrument gleicht behinderungsbedingte Unterstützungsbedarfe durch Lohnkostenzuschüsse aus – und ermöglicht Arbeitgebern Planungssicherheit. Das bewährte Patensystem von integra MENSCH sorgt weiterhin für persönliche Unterstützung und stabile Strukturen im betrieblichen Alltag.
Bauhofleiter Stefan Reck hebt den Mehrwert für das Team hervor: „Christian und Donald sind eine echte Bereicherung. Sie sind engagiert, zuverlässig und bringen gute Laune mit.“
Auch für die Betroffenen selbst bedeutet die Anstellung einen großen Schritt in Richtung Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe. „Ich bin stolz, dass ich jetzt richtig dazugehöre“, sagt Christian Fuchs. „Ich verdiene mein eigenes Geld und habe tolle Kollegen.“
„Wir wollen Vorbild sein und anderen Kommunen zeigen, dass Inklusion im Arbeitsleben funktioniert – wenn man sie ernst nimmt. Die einstimmige Entscheidung unseres Gemeinderats zeigt, dass unsere gesamte Gemeinde diesen Weg gemeinsam geht“, zieht Bürgermeister Thilo Wagner (FW-FL) ein klares Fazit. Ein starkes Zeichen für Inklusion setzt auch die Berufsschule Bamberg: Gemeinsam mit der Regierung von Oberfranken wurde für Franziska Herold der Übergang in das Budget für Arbeit realisiert. Sie ist seit sechs Jahren im Sekretariat tätig und übernimmt dort – unterstützt von ihren Kolleginnen – vielfältige Aufgaben. Ihre neue Anstellung bedeutet nicht nur finanzielle Unabhängigkeit, sondern auch eine klare Anerkennung ihrer Leistung.
„Stegaurach ist ein leuchtendes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Inklusion gelebt wird“
Was möglich ist, wenn Inklusion konsequent umgesetzt wird, zeigt auch das Klinikum der Sozialstiftung Bamberg. Raed Almhimeed, ein aus Syrien geflüchteter Konditor, verlor bei einem Bombenangriff einen Arm und ein Bein. Doch statt aufzugeben, fand er mit Unterstützung von Pflegedirektorin Ilona Baumann und integra MENSCH einen neuen, individuell angepassten Arbeitsplatz. Heute nimmt er mit einem Tablet in den Patientenzimmern Essenswünsche auf – eine Tätigkeit, die er mit großer Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und sozialer Kompetenz ausführt. Seine Geschichte steht beispielhaft für das, was möglich ist, wenn Engagement und Kreativität auf echte Teilhabe abzielen.
Immer mehr Arbeitgeber folgen diesem Beispiel: So haben auch die Kita St. Vitus in Hirschaid und der Malerbetrieb Roy in Gerach ihre integra-Patenschaften in sozialversicherungspflichtige Anstellungen auf Basis des Budgets für Arbeit überführt. Damit ermöglichen sie ihren Mitarbeitenden, eigenständig für ihren Lebensunterhalt zu sorgen – ein bedeutender Schritt hin zu echter gesellschaftlicher Teilhabe.
Kuno Eichner, Einrichtungsleiter von integra MENSCH, zeigt sich bewegt: „Stegaurach ist ein leuchtendes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Inklusion gelebt wird. Was hier entstanden ist, ist weit mehr als ein Arbeitsverhältnis – es ist ein Zeichen von echter Wertschätzung, Vertrauen und Miteinander – für die Menschen, um die es geht und für die Idee einer inklusiven Gesellschaft. Ich bin tief beeindruckt von allen, die diesen Weg mit Überzeugung und Herzblut möglich machen.“
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Konzerterlebnisse 2025
Haus Marteau
Freunde der klassischen Musik finden auch 2025 in Haus Marteau ein hochwertiges Konzertangebot im spektakulären Konzertsaal unter Tage. Junge Künstlerinnen und Künstler aus der Internationalen Musikbegegnungsstätte gastieren aber auch an anderen Orten in Oberfranken, unter anderem gastiert das Jugendsymphonieorchester Oberfranken am Ostermontag in der Bamberger Konzerthalle.
Neben den beliebten Abschlusskonzerten mit Klavier, Oboe, Fagott, Violine, Flöte, Violoncello, Klarinette oder Horn hat der Künstlerische Leiter Prof. Christoph Adt auch für 2025 prominente Künstlerinnen und Künstler zu den Meisterkonzerten des Haus Marteau eingeladen. „Wir freuen uns auf Matthias Kirschnereit, das Arcis Saxophonquartett, das Klavierduo Sulkhanishvili, die Violinistin Christine Busch mit Péter Nagy und den Flötisten Henrik Wiese im Duo mit der Harfenistin Magdalena Hoffmann.“
Der Januar beginnt mit zwei Klavierkonzerten des Meisterkurses von Prof. Arnulf von Arnim am Mittwoch, dem 15.1., und Donnerstag, dem 16.1., gefolgt von einem weiteren Konzert des Meisterkurses für Klavier von Prof. Gilead Mishory am Sonntag, dem 19.1. um 18 Uhr.
In bester Tradition findet zu Ostern wieder das Jugendsymphonieorchester Oberfranken zusammen. „Das junge Orchester wird am Osterwochenende unter der Leitung des Dirigenten Till Fabian Weser Werke von Tschaikowsky und Mendelssohn Bartholdy aufführen. Ein tolles Erlebnis, für die jungen Künstlerinnen und Künstler ebenso wie für das Publikum“, sagt Bezirkstagspräsident Henry Schramm. In diesem Jahr treten die jungen Künstlerinnen und Künstler in Naila (19.4.), Rödental (20.4.) und Bamberg (21.4.) auf.
Das ganze Jahr über konzertieren die Meisterkurse der Internationalen Musikbegegnungsstätte in der Reihe Haus Marteau auf Reisen in Oberfranken, unter anderem in Rehau (7. Februar), Kutzenberg (4. April), und Kulmbach (10. August).
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Jugendsymphonieorchester Oberfranken
Große Bühne für junge Musiker
Eine Woche voller Musik verspricht das Jugendsymphonieorchester Oberfranken in der Karwoche 2025. Bewerbungen sind ab sofort auf der Webseite des Jugendsymphonieorchesters Oberfranken möglich, wie der Bezirk Oberfranken mitteilt. Eines der drei Konzerte findet am Ostermontag in der Konzert- und Kongresshalle in Bamberg statt.
Junge Musikerinnen und Musiker zwischen 14 und 25 Jahren bilden im April kommenden Jahres wieder zusammen mit Gleichgesinnten ein Orchester auf Zeit. Nach einer intensiven Probenwoche im Schullandheim in Pottenstein wird das Projektorchester wieder Osterkonzerte in Naila, Rödental und Bamberg spielen.
Bezirkstagspräsident Henry Schramm lädt Oberfrankens jeunesse musicale dazu ein, mit dem Haus Marteau-Projekt unter der Leitung von Dirigent Till Fabian Weser erste Orchestererfahrungen zu sammeln: „Es ist immer wieder schön zu sehen, welch große musikalische Talente sich im Jugendsymphonieorchester zeigen. Für die jungen Musikerinnen und Musiker ist es eine tolle musikalische Erfahrung, aber auch ein großes Gemeinschaftserlebnis.“
Auf dem Konzertprogramm steht das „Konzert für Violine und Orchester e‑Moll op. 64“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, eines der populärsten Werke des Komponisten, das vor 180 Jahren uraufgeführt wurde. Zudem werden Auszüge aus Tschaikowskys Nussknacker-Suite sowie dessen „Sinfonie Nr. 6 h‑Moll“ aufgeführt – sein letztes Werk, die „Pathétique“.
Die Arbeitsphase des Jugendsymphonieorchesters Oberfranken, das in diesem Jahr sein 40jähriges Bestehen feiern konnte, findet vom 12. – 19. April 2025 im Schullandheim Pottenstein (Landkreis Bayreuth) statt. Anschließend spielen die jungen Musikerinnen und Musiker Konzerte am Karsamstag in der Frankenhalle Naila, am Ostersonntag in der Franz-Goebel-Halle Rödental und am Ostermontag in der Konzert- und Kongresshalle Bamberg. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Informationen gibt es auf der Webseite des Jugendsymphonieorchesters Oberfranken, auf der auch die Bewerbung möglich ist. Bewerbungsschluss ist am 28. Februar 2025.
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Jugendarbeit und Künstliche Intelligenz im Fokus
Herbsttagung der kommunalen Jugendpflegerinnen und ‑pfleger
Im November trafen sich die sich die kommunalen Jugendpflegerinnen und Jugendpfleger zu ihrer jährlichen Herbsttagung, die in diesem Jahr den inhaltlichen Schwerpunkt auf dem Thema „Jugendarbeit und Künstliche Intelligenz (KI)“ gelegt hatte.
Am 21. und 22. November 2024 trafen sich die kommunalen Jugendpflegerinnen und Jugendpfleger auf Einladung des Bezirksjugendrings Oberfranken zu ihrer jährlichen Herbsttagung. Austragungsort war das Kloster Banz, wo die Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, sich über die aktuelle Situation in den Kommunen auszutauschen und neue Ansätze für die Jugendarbeit zu entwickeln.
Der inhaltliche Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf dem Thema „Jugendarbeit und Künstliche Intelligenz (KI)“. Referent Robert Vogel führte die Anwesenden durch die Potenziale und Grenzen von KI im Alltag der Jugendarbeit. Besonders spannend wurde es in den Praxisworkshops, bei denen die Teilnehmenden eigene KI-Tools erstellten. So entstanden Anwendungen, die beispielsweise bei Förderanträgen, Projektmanagement oder Argumentationshilfen unterstützen können.
Ein Highlight der Tagung war der erste Abend, der mit einer stimmungsvollen Fackelwanderung zum Gasthaus „Zum Anker“ seinen Abschluss fand.
Am zweiten Tag lag der Fokus auf einem kritischen Blick in die Zukunft: „Wie kann KI helfen, eine Stunde Arbeit in einer halben Stunde zu erledigen?“ Diese Leitfrage begleitete Diskussionen über die gezielte Nutzung von KI zur Erleichterung von Arbeitsprozessen. Auch mögliche Risiken und ethische Fragestellungen im Umgang mit KI wurden angesprochen.
Die Herbsttagung verdeutlichte, wie groß das Potenzial von KI ist, um die Jugendarbeit moderner und effizienter zu gestalten – immer mit dem Ziel, die Bedürfnisse der Jugendlichen bestmöglich zu erfüllen.
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Bezirk Oberfranken
„Schnerbfl“ ist das oberfränkische Wort des Jahres
„Schnerbfl“ ist das Oberfränkische Wort des Jahres 2024. Das in Oberfranken in vielen Regionen sehr übliche Wort – auch Schnirbfl, Schnörbfl oder Schnürbfl gesprochen – kann am ehesten mit dem hochdeutschen „Zipfel“ gleichgesetzt werden.
Bezirkstagspräsident Henry Schramm hat am Wochenende zusammen mit dem oberfränkischen Sternekoch Alexander Herrmann die Entscheidung der Jury über das Oberfränkische Wort des Jahres verkündet. Der „Schnerbfl“ ist es geworden, wie der Regierungsbezirk mitteilt.
Bei einem solchen „Schnerbfl“ handelt es sich zum Beispiel um das abgebundene Endstück der Wurst, das abgebundene obere Ende eines Sackes, der Bettzipfel oder der Ausgießschnabel an Topf oder Kanne. Zudem wird Schnerbfl häufig auch als flapsige Bezeichnung für das männliche Geschlechtsteil verwendet und ist entsprechend auch als Beleidigung geläufig.
„Die Jury hat aus meiner Sicht in diesem Jahr eine ganz besondere Auswahl getroffen“, sagte Schramm im Rahmen der Verkündung des Oberfränkischen Wort des Jahres in Wirsberg einig. „Schnerbfl wird nahezu in ganz Oberfranken verwendet und ist ein herrliches Beispiel dafür, wie lebendig und vielfältig unser Dialekt ist.“
Das Wort Schnerbfl kann man auf ein mittelhochdeutsches Verb „schnurpfen“ zurückführen, das so viel bedeutet wie sich zusammenziehen oder schrumpfen. So diene auch das Wort schnurpfen in der Variante schnürpfen in Oberfranken als Grundlage für weitere Wörter, heißt es in der Erklärung der Jury. Eine schlechte, knotige Flickerei sei in Marktschorgast (Landkreis Kulmbach) ein Geschnärbf und in Waischenfeld (Landkreis Bayreuth) ein Gschnörbfl. Die Ausgussröhre an der Kaffeekanne ist in Arnstein (Landkreis Lichtenfels) der Kaffee-Schnörbfl. In Peulendorf im Landkreis Bamberg heißt es: „die hot mei Huesn zammgschnörpft“, wenn die Hose schlecht geflickt ist. In Weismain im Landkreis Lichtenfels ist die Hose in diesem Fall zammgschnerbflt.
Das Wort des Jahres muss den Sprachschatz bereichern
Die Jury zur Wahl des Oberfränkischen Wort des Jahres besteht aus der Sprachwissenschaftlerin Dr. Almut König vom Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, dem Leiter des Oberfränkischen Bauernhofmuseums Bertram Popp, Sabine Hager von extra Radio in Hof sowie Barbara Christoph, der Leiterin der KulturServiceStelle des Bezirks Oberfranken und Florian Bergmann, dem Leiter des Präsidialbüros und der Öffentlichkeitsarbeit beim Bezirk Oberfranken.
Ausgewählt wird das Wort des Jahres jedes Jahr aus Vorschlägen, die die Bevölkerung beim Bezirk einreichen kann. „Dabei begegnen uns wirklich tolle Worte, die auch die Jury ab und an überraschen“, so Florian Bermann. „Ein Wort, das zum Beispiel bisher keiner von uns kannte, war ‚Flöhfangelesärbet’. Der Einsender schrieb dazu: ‚Flöhfangelesärbet ist eine Arbeit, die sinnlos ist, lange dauert, nichts dabei rauskommt und die man aber trotzdem machen muss’.“ Dieses Wort vereine viele Elemente, die typisch fränkisch seien, erklärt Almut König. Ärbet oder auch Ärwet sei die fränkische Aussprache für die Arbeit, die in Franken aber durchaus positiv belegt ist. Dazu komme die Endung „-les“, eine typische Endung bei Kinderspielen, wie zum Beispiel bei „Fangeles“. Mit dieser Endung nehme man dem Wort die Schwere und das Belastende.
Der Bezirk Oberfranken kürt seit 2015 jedes Jahr das Oberfränkische Wort des Jahres. Das Wort muss den Sprachschatz bereichern und das Gemeinte besonders treffend, originell oder präzise benennen, so die Jury. 2015 machte das „Wischkästla“ als oberfränkischer Begriff für „Smartphone“ den Anfang. Es folgten 2016 die oberfränkische Redewendung „a weng weng“ und 2017 „Urigeln“, eine Beschreibung für das Gefühl, wenn kalte Hände langsam auftauen.
Im heißen Sommer 2018 wurde „Derschwitzen“ gewählt, 2019 „Sternlaschmeißer“, 2020 „Fregger“ und 2021 „Erpfl“. 2022 machte „waafn“ als Sinnbild für ein Miteinander im Gespräch und das Verbindende des Dialekts das Rennen. Im Jahr 2023 wurde das Meichela – ein Kopftuch – zum Wort des Jahres gekürt.
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150. Geburtstag des Geigers
Bezirk Oberfranken: Vorträge in Erinnerung an Henri Marteau
Henri Marteau hat der Welt sein meisterhaftes Geigenspiel und seine Kompositionen hinterlassen. Anlässlich seines 150. Geburtstags erinnert der Bezirk Oberfranken in Vorträgen an den Geiger, dessen Sommervilla heute eine Musikbegegnungsstätte des Bezirks ist.
Zu Ehren des einstigen Hausherrn Henri Marteau hat das Team von Haus Marteau im Jubiläumsjahr eine Reihe von öffentlichen Veranstaltungen geplant, wie der Bezirk Oberfranken mitteilt. Vier Online-Vorträge finden ab 4. September jeweils mittwochs um 19 Uhr 30 statt.
Am 4. September ist Marteaus Konzerttätigkeit Thema, am 11. September wird „Marteau und der Erste Weltkrieg“ im Mittelpunkt stehen, am 18. September die Ehefrau Blanche Marteau. „Kunst und Architektur zwischen den Epochen“ lautet das Thema am 25. September.
Zum Abschluss wird Friedrich Geiger, Inhaber des Lehrstuhls für Historische Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater München, einen Präsenz-Vortrag in der Künstlervilla halten. Er referiert am 2. Oktober zu „Henri Marteau – Musik im Kräftefeld der europäischen Moderne“. Der Online-Zugang zu allen Vorträgen ist kostenfrei, für den Vortrag von Friedrich Geiger wird um Anmeldung gebeten.
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Informationen, Unterhaltung und niedrige Preise
Bezirk Oberfranken: Familienfest in Bayreuth
Am 23. Juni veranstaltet der Bezirk Oberfranken auf dem Gelände der Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Bayreuth ein Familienfest. Auf dem Programm stehen unter anderem Mitmachaktionen, Informationen zum Umweltschutz und Verpflegung zu niedrigen Preisen.
Einer Mitteilung des Bezirks Oberfranken zufolge wird es am 23. Juni bunt, laut, fröhlich und ein Riesenspaß für Kinder wenn auf dem Gelände der Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Bayreuth ein Familienfest stattfindet. Auf dem weitläufigen Areal werden von 10 bis 17 Uhr zahlreiche kostenlose Mitmachaktionen und Spielstationen angeboten. Essen und Getränke gibt es wieder zu besonders familienfreundlichen Preisen. So sollen die Preise auch in diesem Jahr niedrig bleiben. Eis, Zuckerwatte und Popcorn sollen erneut gratis sein. Zusätzlich gibt es mehrere Hüpfburgen, einen Kletterturm und einen Sandberg.
„Nachdem wir in den letzten Jahren gesehen haben, wie gut dieses Fest von Familien angenommen wird und wie viel Spaß die Kinder haben, möchten wir es natürlich auch in diesem Jahr anbieten“, wird Bezirkstagspräsident Henry Schramm zitiert. Dabei gäbe es eine Menge zu entdecken. „Die Kinder können hier in unseren Landwirtschaftlichen Lehranstalten spielerisch etwas über Tiere, Natur und Umweltschutz lernen.“
Vom Ponyreiten über das Kühefüttern bis hin zum Tretschlepper-Führerschein oder einer Pflanzstation – viele Angebote haben einen direkten Bezug zu Landwirtschaft und Tieren. In einer Milchaktion präsentieren die Landfrauen den Besucher:innen zudem die Vorteile von Milch aus der Region für die Gesundheit.
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Soforthilfe in seelischer Not
Krisendienst wirbt auf Zuckertüten
Je früher sich Menschen in seelischen Notlagen Hilfe suchen, umso besser. Mit einer neuen Aktion möchte der Krisendienst Oberfranken seine Hilfe nun bekannter machen, indem er auf Zuckertüten dafür wirbt.
Der Krisendienst Oberfranken bietet Menschen in seelischer Not Hilfe an. Der Dienst ist täglich rund um die Uhr unter der Nummer 0800 //6553000 erreichbar, die Anrufe sind kostenfrei und gehen zentral bei der jeweiligen Leitstelle ein. Die Mitarbeiter:innen stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung, hören zu und vermitteln bei Bedarf passende Hilfs- oder Beratungsangebote.
Um dieses Hilfsangebot bekannter zu machen, wirbt der Krisendienst derzeit auf Zuckertüten, wie man sie etwa aus Cafés kennt. „Es wäre wunderbar, wenn der Anruf beim Krisendienst in seelischen Notlagen so selbstverständlich wäre, wie ein Arztbesuch bei somatischen Erkrankungen”, zitiert eine Mitteilung des Bezirks Oberfranken Bezirkstagspräsident Henry Schramm bei der Übergabe von 3.000 Päckchen Zucker an die Cafeteria des Bezirkskrankenhauses in Bayreuth. „Für die Gesundheit der Menschen ist es wichtig, dass schnelle Hilfe verfügbar ist – und das zählt natürlich auch für die psychische Gesundheit.” Weitere 5000 Zuckertüten sollen in den kommenden Tagen an Cafés in Oberfranken verteilt werden.
„Mit der Aktion möchten wir auch ein Zeichen gegen die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen setzten“, sagt Sozialplaner Norbert Neumüller.
Im Sommer 2023 hatte der Krisendienst bereits auf Bäckereitüten für sich geworben.