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Corona-Pandemie

Coro­na-Pan­de­mie

Neu­er Impf­stoff jetzt auch in Bamberg

Ab heu­te bie­tet das Impf­zen­trum in Hall­stadt den neu­es­ten Covid-19-Impf­stoff an. Die Lei­te­rin des Zen­trums rät vor allem bestimm­ten Per­so­nen zur Auffrischimpfung.

Einen brei­te­ren Schutz gegen die neu­es­ten Vari­an­ten des Covid-19-Virus ver­spricht ein an die Muta­tio­nen BA.4/BA.5 ange­pass­ter Impf­stoff von Bio­N­Tech. Wie die Stadt mit­teil­te, wur­de die bestell­te Men­ge des Vak­zins nun gelie­fert. Isa­bel­la Die­tel-Cur­tis, Lei­te­rin des Impf­zen­trums in der Emil-Kem­mer-Stra­ße in Hall­stadt, sag­te dazu: „Wir kön­nen den Impf­stoff bereits ab heu­te, 28. Sep­tem­ber, für Auf­fri­schungs­imp­fun­gen in Bam­berg einsetzen.“

Den neu­en Impf­stoff bie­tet das Impf­zen­trum grund­sätz­lich für Per­so­nen ab zwölf Jah­ren an, die min­des­tens grund­im­mu­ni­siert sind. Die­tel-Cur­tis rät ange­sichts der wei­ter­hin hohen Infek­ti­ons­zah­len in der Regi­on zu einer Auf­fri­schungs­imp­fung wie sie auch das Baye­ri­sche Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um emp­fiehlt. Dies gilt in ers­ter Linie für Per­so­nen, die ein höhe­res Risi­ko für einen schwe­ren Covid-19-Ver­lauf haben. „Dazu zäh­len beson­ders Men­schen ab 60 Jah­ren und alle immun­sup­pri­mier­ten Personen.“

Fast Zah­len wie vor der Pandemie

Tou­ris­mus in Bay­ern erholt sich im Juli 2022 weiter

11.566 Beher­ber­gungs­be­trie­be Bay­erns hat­ten im Juli 2022 knapp 4,5 Mil­lio­nen Gäs­te und fast 11,5 Mil­lio­nen Über­nach­tun­gen. Die­se Tou­ris­mus-Zah­len ent­spre­chen fast den Wer­ten aus Zei­ten vor der Coro­na-Pan­de­mie im Juli 2019.

Wie das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik am 7. Sep­tem­ber bekannt­gab, hat sich Bay­erns Tou­ris­mus im Juli 2022 wei­ter erholt. So konn­ten Bay­erns 11.566 Beher­ber­gungs­be­trie­be im Juli 2022 knapp 4,5 Mil­lio­nen Gäs­te­an­künf­te und rund 11,5 Mil­lio­nen Über­nach­tun­gen ver­zeich­nen. Das ist ein Anstieg von 39 bezie­hungs­wei­se 20,4 Pro­zent im Ver­gleich zum Juli 2021. Die Gäs­te­zah­len hät­ten damit wie­der eine Grö­ßen­ord­nung wie vor Beginn der Coro­na-Pan­de­mie erreicht. Im Juli 2019 belie­fen sich die Zah­len auf rund 4,7 Mil­lio­nen Gäs­te­an­künf­te sowie rund 11,8 Mil­lio­nen Übernachtungen.

Auch die Tou­ris­mus-Zah­len der aus­län­di­schen Gäs­te zei­gen einen Anstieg. Mit etwa 1,1 Mil­lio­nen lie­gen die­se erst­mals seit August 2019 wie­der über der Mil­lio­nen­mar­ke. Die Über­nach­tun­gen der Gäs­te aus dem Aus­land belau­fen sich auf rund 2,2 Mil­lio­nen. Auch die­se Mil­lio­nen­gren­ze wur­de zuletzt im August 2019 (Über­nach­tun­gen: rund 2,5 Mil­lio­nen) überschritten.

Von Janu­ar bis Juli 2022 zähl­te das Lan­des­amt für Sta­tis­tik knapp 18,1 Mil­lio­nen Gäs­te­an­künf­te, davon 80,7 Pro­zent aus dem Inland, 19,3 Pro­zent aus dem Aus­land. Die Zahl der Über­nach­tun­gen in die­sem Zeit­raum beträgt 49,3 Mil­lio­nen. Sie lie­gen mit +147,7 Pro­zent bei den Gäs­te­an­künf­ten und +103,6 Pro­zent bei den Über­nach­tun­gen eben­falls deut­lich über den Wer­ten des Vorjahreszeitraums.

Ent­spre­chend ver­zeich­nen alle Regie­rungs­be­zir­ke Bay­erns sowohl für den Juli 2022, als auch für den Zeit­raum von Janu­ar bis Juli 2022 deut­lich Anstie­ge bei Gäs­te­an­künf­ten und Über­nach­tun­gen. Ledig­lich in Nie­der­bay­ern lagen im Juli 2022 die Über­nach­tun­gen mit ‑1,4 Pro­zent leicht unter den Wer­ten des Vorjahresmonats.

Die größ­te Stei­ge­rung unter den Betriebs­ar­ten ließ sich im Juli 2022 bei Jugend­her­ber­gen und Hüt­ten fest­stel­len. Hier kamen 75,8 Pro­zent mehr Gäs­te, die 79,0 Pro­zent häu­fi­ger über­nach­te­ten als noch im Juli des Vorjahres.

Coro­na-Pan­de­mie

Holet­schek wirbt für zwei­te Auffrischimpfung

Das baye­ri­sche Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um hat eine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kam­pa­gne begon­nen, die für die zwei­te Auf­fri­schimp­fung gegen Coro­na wirbt. Ziel der Kam­pa­gne ist eben­falls, Impf­skep­sis auszuräumen.

Bay­erns Gesund­heits­mi­nis­ter Klaus Holet­schek hat am Diens­tag eine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kam­pa­gne zur Auf­fri­schimp­fung gegen Coro­na gestar­tet. Das teil­te das baye­ri­sche Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um mit. Holet­schek sag­te bei den Vor­be­rei­tun­gen für Herbst und Win­ter dür­fe die zwei­te Boos­ter-Imp­fung nicht feh­len. „Sie ist nach wie vor der bes­te Schutz vor einem schwe­ren Krank­heits­ver­lauf von COVID-19. Je höher der Impf­schutz in der Bevöl­ke­rung ist, des­to bes­ser star­ten wir in den Herbst und Win­ter. Das schützt unser Gesund­heits­sys­tem, vor allem aber die Men­schen selbst.“

Dafür sei es wich­tig, bereits jetzt über die Auf­fri­schungs­imp­fung zu infor­mie­ren und ins­be­son­de­re bei den Risi­ko­grup­pen dafür zu wer­ben. Die neue Kam­pa­gne „Na Sicher“ set­ze genau da an. „Unser Ziel ist es“, sag­te Holet­schek, „Impf­skep­sis aus­zu­räu­men. Wir möch­ten die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger umfas­send dar­über auf­klä­ren, wo und war­um sie sich ein wei­te­res Mal imp­fen las­sen sollten.“

Die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on (STIKO) legt die ers­te Auf­fri­schimp­fung aktu­ell allen Men­schen ab zwölf Jah­ren nahe. Auch Kin­dern ab fünf Jah­ren mit Vor­er­kran­kun­gen oder Immun­de­fi­zi­enz emp­fiehlt die Kom­mis­si­on die Auffrischung.

Den zwei­ten Boos­ter emp­fiehlt die STIKO seit dem 18. August Per­so­nen ab 60 und ab fünf Jah­ren, wenn ein erhöh­tes Risi­ko für schwe­re Krank­heits­ver­läu­fe besteht. Unver­än­dert rät die Kom­mis­si­on Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern von Pfle­ge­ein­rich­tun­gen die Auf­fri­schung. Dies gilt auch für das Per­so­nal von medi­zi­ni­schen Einrichtungen.

Holet­schek stimm­te den neu­en Emp­feh­lun­gen der Impf­kom­mis­si­on zu. „Dass die STIKO jetzt die zwei­te Auf­fri­schungs­imp­fung bereits für Men­schen ab 60 Jah­ren emp­fiehlt, ist ein wich­ti­ger Schritt. Dadurch sind wir in Deutsch­land im Gleich­klang mit den Emp­feh­lun­gen auf EU-Ebe­ne.“ Außer­dem kön­ne man sich die Coro­na-Imp­fung zeit­gleich mit der Imp­fung gegen Grip­pe geben las­sen und so zwei Flie­gen mit eine Klap­pe schlagen.

Kli­ni­ken an der Leistungsgrenze

Stei­gen­de Inzi­den­zen kurz vor der Sandkerwa

Die Coro­na-Pati­en­ten­zahl steigt in Bam­ber­ger Gesund­heits­ein­rich­tun­gen, die Aus­fäl­le bei medi­zi­ni­schem Per­so­nal haben sich ver­dop­pelt. Die Coro­na-Koor­di­nie­rungs­grup­pe von Stadt und Land­kreis Bam­berg ver­sucht, gegen die­se Ent­wick­lung anzu­ge­hen. Erschwe­rend könn­te sich die Sand­ker­wa auswirken.

Knapp einen Monat vor der Sand­ker­wa (25. bis 29. August) berei­tet das Coro­na-Infek­ti­ons­ge­sche­hen den Gesund­heits­ein­rich­tun­gen in Stadt und Land­kreis Bam­berg erneut gro­ße Sor­ge, wie das Land­rats­amt mit­teil­te. Für den heu­ti­gen 20. Juli gibt das Robert Koch-Insti­tut für den Land­kreis eine Inzi­denz von 1.049 an. Eine Woche vor­her stand der Wert noch bei 611. Die­ses Wachs­tum hat sich in der Zahl der Coro­na-Pati­en­tin­nen und ‑Pati­en­ten in hie­si­gen Kli­ni­ken nie­der­ge­schla­gen. Das Land­rats­amt bezif­fert sie mit mehr als 40 Per­so­nen. In den zurück­lie­gen­den vier Wochen hät­ten sich zusätz­lich coro­nabe­ding­te Aus­fäl­le beim Pfle­ge­per­so­nal auf mehr als zehn Pro­zent und bei Ärz­tin­nen und Ärz­ten auf fünf Pro­zent verdoppelt.

Auf­grund die­ser Ent­wick­lung muss­ten bereits geplan­te Ope­ra­tio­nen abge­sagt wer­den. Ver­le­gun­gen von Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten aus über­las­te­ten Kli­ni­ken im Raum Nürn­berg haben die Situa­ti­on zusätz­lich verschärft.

Auch die Ret­tungs­diens­te der Regi­on bekom­men Aus­wir­kun­gen der Situa­ti­on zu spü­ren. „Immer häu­fi­ger müs­sen wir wei­te­re Stre­cken fah­ren, um Pati­en­ten in auf­nah­me­be­rei­te Ein­rich­tun­gen zu brin­gen“, sagt Mat­thi­as Böh­mer, Lei­ter der Inte­grier­ten Leit­stel­le Bamberg-Forchheim.

„Wir brau­chen drin­gend wie­der eine fran­ken­wei­te Koor­di­na­ti­on der Pati­en­ten­strö­me“, for­der­te im Ange­sicht des­sen die Koor­di­nie­rungs­grup­pe Coro­na unter Vor­sitz von Land­rat Johann Kalb und Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke am Diens­tag. „Wir müs­sen uns dar­auf vor­be­rei­ten, wie wir mit wei­ter stei­gen­den Inzi­den­zen und folg­lich noch höhe­ren Aus­fäl­len beim Per­so­nal umge­hen. Und wir müs­sen die Pan­de­mie in einer schwie­ri­gen welt­po­li­ti­schen Lage wie­der stär­ker in das Bewusst­sein der Men­schen bringen.“

Die Sand­ker­wa könn­te die Ent­wick­lung wei­ter verschärfen

Vor­sor­ge tref­fen will die Koor­di­nie­rungs­grup­pe auch für Ent­wick­lun­gen, die zuletzt in Nach­bar­re­gio­nen auf­tra­ten. Nach Groß­ver­an­stal­tun­gen wie der Erlan­ger Berg­kirch­weih stie­gen die Inzi­den­zen rund um Erlan­gen deut­lich. Auch Pati­en­ten­zah­len und Aus­fäl­le beim Kli­nik­per­so­nal wuchsen.

„Die aktu­el­le Virus­va­ri­an­te ist deut­lich anste­cken­der als die Vari­an­te zu Jah­res­be­ginn. Und wir sehen län­ge­re und schwe­re­re Ver­läu­fe“, sag­te Dr. Susan­ne Paul­mann, Lei­te­rin des Gesund­heits­am­tes Bamberg.

Die Coro­na-Situa­ti­on in Bam­berg und sei­nen medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen könn­te sich im August also wei­ter ver­schär­fen. Dann muss die Stadt mit der Sand­kirch­weih eine eige­ne Groß­ver­an­stal­tung aus­rich­ten. Die mög­li­chen Nach­wir­kun­gen der Sand­ker­wa schätzt die Koor­di­nie­rungs­grup­pe ent­spre­chend denen in Erlan­gen ein. „Wir müs­sen uns auf eine ähn­li­che Ent­wick­lung nach der Sand­ker­wa vorbereiten.“

Star­ke und Kalb haben daher die Kli­nik­ver­ant­wort­li­chen beauf­tragt, die Ein­rich­tun­gen in Stadt und Land­kreis in den nächs­ten Tagen auf eine mög­li­che ähn­li­che Ent­wick­lung Anfang Sep­tem­ber einzustellen.

Volks­trau­er­tag

Geden­ken an die Toten der Corona-Pandemie

Der Volks­trau­er­tag steht in die­sem Jahr unter einem beson­de­ren Vor­zei­chen. Außer der Kriegs­ge­fal­le­nen wird in die­sem Jahr der Toten der Coro­na-Pan­de­mie gedacht.

Zum Volks­trau­er­tag am kom­men­den Sonn­tag, 14. Novem­ber, lädt die Stadt Bam­berg alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Stadt zu einer Gedenk­ver­an­stal­tung um 14.00 Uhr vor dem Ehren­mal im Fried­hof an der Hall­stadter Stra­ße ein. Wäh­rend tra­di­tio­nell an die­sem Tag der Opfer der bei­den Welt­krie­ge, der Hei­mat­ver­trei­bung und der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Gewalt­herr­schaft gedacht wird, ste­hen in die­sem Jahr zusätz­lich die Toten und Hin­ter­blie­be­nen der Coro­na-Pan­de­mie im Fokus.

Dabei wer­den Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp und Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner Krän­ze für die bereits mehr als 100 Toten der Coro­na-Pan­de­mie in der Stadt Bam­berg niederlegen.

Den musi­ka­li­schen Rah­men bil­den die Stadt­ka­pel­le Bam­berg und der Bam­ber­ger Ora­to­ri­en­chor. Die Ehren­wa­che wird durch Reser­vis­ten der Reser­vis­ten­ka­me­rad­schaft Bam­berg gestellt, die Kranz­nie­der­le­gung wird durch die Bun­des­po­li­zei unter­stützt. Ein Ehren­sa­lut wird von der Vorm. Pri­vil. Schüt­zen­ge­sell­schaft 1306 Bam­berg abgegeben.


Geden­ken auch im Rah­men des Got­tes­diens­tes im Dom 

Bereits um 9.30 Uhr wird auf Anre­gung von Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke im Rah­men des Got­tes­diens­tes im Dom wäh­rend der Für­bit­ten und des Hoch­ge­bets beson­ders an die Toten der Coro­na-Pan­de­mie gedacht. Hier­zu sind aus­drück­lich alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger herz­lich eingeladen.

Wirt­schaft­li­che Lage in Ober­fran­ken deut­lich erholt

Lie­fer­eng­päs­se und ver­hal­te­ner Kon­sum dämp­fen Erwartungen

Die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft konn­te über den Som­mer viel Boden gut machen, teilt die IHK für Ober­fran­ken mit. Aller­dings drü­cken zuse­hends Lie­fer­eng­päs­se, stei­gen­de Roh­stoff- und Ein­kaufs­prei­se, eine nur schlei­chen­de Kon­su­mer­ho­lung und Unsi­cher­hei­ten über den wei­te­ren Ver­lauf der Coro­na-Pan­de­mie auf die Erwartungen.

Der IHK-Kon­junk­tur­kli­ma­in­dex kann aber trotz die­ser Unsi­cher­hei­ten dank der aktu­ell guten Geschäfts­la­ge deut­lich zule­gen und notiert bei 120 Zählern.

Nach­hol­ef­fek­te und ein wei­test­ge­hend rei­bungs­lo­ser Wirt­schafts­be­trieb über die Som­mer­mo­na­te wir­ken sich posi­tiv auf die Geschäfts­la­ge vie­ler ober­frän­ki­scher Unter­neh­men aus, so dass die Wirt­schaft gestärkt in den Herbst star­ten kann. Rund die Hälf­te der Unter­neh­men ist mit ihrer aktu­el­len Geschäfts­la­ge zufrie­den, im Mai war es nur ein knap­pes Drit­tel. Ledig­lich 14 Pro­zent berich­ten von einer schlech­ten Geschäfts­la­ge und damit 17 Pro­zent­punk­te weni­ger als noch im Früh­jahr. Die­se posi­ti­ve Ent­wick­lung zieht sich in unter­schied­lich star­ker Aus­prä­gung durch alle Bran­chen. „Die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft lässt die Pan­de­mie nach und nach hin­ter sich”, kon­sta­tiert Son­ja Wei­gand, Prä­si­den­tin der IHK für Ober­fran­ken Bayreuth.


Durch die Bank weg eine gute Geschäftslage

In allen Bran­chen fällt der Sal­do wie­der spür­bar posi­ti­ver aus. Auf­fal­lend opti­mis­tisch gestimmt sind wei­ter­hin der Bau und der Dienst­leis­tungs­sek­tor; nach schwe­ren Mona­ten und star­ken Beschrän­kun­gen auch der Tou­ris­mus­sek­tor. Aber auch im Ein­zel- und Groß­han­del sowie in der Indus­trie wird die der­zei­ti­ge Geschäfts­la­ge mehr­heit­lich posi­tiv ein­ge­schätzt. Sowohl inner­halb Deutsch­lands als auch auf dem inter­na­tio­na­len Par­kett konn­ten Umsatz und Auf­trags­vo­lu­men gestei­gert wer­den. Damit schaf­fen bei­de Indi­ka­to­ren die Trendwende.


Hemm­schuh Fachkräftemangel

So erfreu­lich der wirt­schaft­li­che Auf­schwung auf brei­ter Basis ist, so jäh wird er in etli­chen Bran­chen und Unter­neh­men durch feh­len­de Arbeits- und Fach­kräf­te aus­ge­bremst. Über 60 Pro­zent der Befrag­ten stu­fen den Fach­kräf­te­man­gel als erheb­li­ches wirt­schaft­li­ches Risi­ko für das eige­ne Unter­neh­men ein. Kon­kret kön­nen aktu­ell 49 Pro­zent der befrag­ten Betrie­be offe­ne Stel­len nicht nach­be­set­zen. Beson­ders dra­ma­tisch ist die Situa­ti­on dabei im Tou­ris­mus­sek­tor und im Bau­ge­wer­be. Damit bleibt der Fach­kräf­te­man­gel zusam­men mit der Ent­wick­lung der Ener­gie- und Roh­stoff­prei­se für vie­le Betrie­be das größ­te Wachstumshemmnis.


Risi­ken und wach­sen­de Her­aus­for­de­run­gen drü­cken die Erwartungen

Vie­le Unter­neh­men kön­nen auf­grund von Lie­fer­eng­päs­sen und mas­siv gestie­ge­ner Roh­stoff­prei­se ihre Pro­duk­ti­on nicht hoch­fah­ren, obwohl die Auf­trags­bü­cher gut gefüllt sind. „Nicht die Nach­fra­ge hemmt der­zeit das Wachs­tum, son­dern das Ange­bot. Eine äußerst unge­wöhn­li­che Situa­ti­on”, so IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Gabrie­le Hohen­ner. „Vor die­sem Hin­ter­grund ist es nicht wirk­lich über­ra­schend, dass die Prei­se stei­gen und die Lie­fer­fris­ten immer län­ger wer­den. Das trübt die Erwar­tun­gen für die kom­men­den zwölf Mona­te ein.” Rund ein Vier­tel der befrag­ten Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer rech­net vor die­sem Hin­ter­grund mit einer Ver­bes­se­rung der Geschäfts­la­ge, 19 Pro­zent gehen von einer Ver­schlech­te­rung aus.

Opti­mis­mus herr­schen vor allem in der Indus­trie, im Groß­han­del und im Dienst­leis­tungs­sek­tor, wäh­rend im Ein­zel­han­del und im Tou­ris­mus wei­ter­hin die nega­ti­ven Erwar­tun­gen über­wie­gen. Wei­gand: „Bele­bun­gen erwar­ten die Unter­neh­men in ers­ter Linie durch die Auslandsnachfrage.”


Mehr Inves­ti­tio­nen geplant

Hohen­ner: „Die Inves­ti­ti­ons­nei­gung hellt sich wei­ter auf. Vor allem in der Indus­trie und im Groß­han­del pla­nen vie­le Unter­neh­men mit stei­gen­den Investitionen.”

Ein ähn­li­ches Bild ergibt sich bei den Beschäf­tig­ten­pla­nun­gen der ober­frän­ki­schen Wirt­schaft. 19 Pro­zent der Befrag­ten wol­len Per­so­nal ein­stel­len, einen Abbau der Mit­ar­bei­ter­zah­len erwar­ten hin­ge­gen 13 Pro­zent. Grö­ße­re Zuwäch­se pro­gnos­ti­zie­ren der Dienst­leis­tungs­sek­tor und wie­der­um die Indus­trie. Wei­gand: „Aller­dings, das Per­so­nal muss erst ein­mal ver­füg­bar sein.”


Was nun aus Ber­lin erwar­tet wird

Von der Poli­tik erwar­ten sich die Unter­neh­men vor allem eine rasche Regie­rungs­bil­dung und Pla­nungs­si­cher­heit. „Zu wich­tig ist eine hand­lungs­fä­hi­ge Regie­rung ange­sichts der anste­hen­den Her­aus­for­de­run­gen”, betont Wei­gand. Dabei ste­hen bei den ober­frän­ki­schen Betrie­ben neben der Pan­de­mie­be­wäl­ti­gung das Vor­an­trei­ben der Digi­ta­li­sie­rung, wett­be­werbs­fä­hi­ge Unter­neh­mens­steu­ern und tages­ak­tu­ell das Ein­wir­ken auf die Ent­wick­lung der Ener­gie- und Roh­stoff­prei­se ganz oben auf der Lis­te. Wei­gand: „Es geht um nichts Gerin­ge­res als um die Siche­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Stand­or­tes Deutschland!”

„Bewah­ren wir Acht­sam­keit und Rücksichtnahme“

Erz­bi­schof Schick dankt Seel­sor­ge­rin­nen und Seel­sor­gern für den Ein­satz in der Corona-Pandemie

Erz­bi­schof Lud­wig Schick dankt den Seel­sor­ge­rin­nen und Seel­sor­gern im Erz­bis­tum Bam­berg für ihren Ein­satz wäh­rend der Coro­na­zeit. Got­tes­diens­te und Ver­an­stal­tun­gen hät­ten unter Beach­tung der Hygie­nekon­zep­te wür­dig und acht­sam statt­ge­fun­den, sodass es kei­ne Aus­brei­tung von Infek­tio­nen gege­ben habe.

„Sie haben sich auch – ohne ängst­li­che Sor­ge um sich selbst – den kran­ken und alten Men­schen, den Men­schen mit Behin­de­run­gen und allen, die beson­de­re Seel­sor­ge und Nähe brau­chen gewid­met“, schreibt Schick in einem Brief an die Pries­ter, Dia­ko­ne und pas­to­ra­len Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter zum Beginn der Sommerferien.

Der Erz­bi­schof wür­digt außer­dem den phan­ta­sie­vol­len Ein­satz der neu­en Medi­en und betont: „Die Nut­zung und der Aus­bau der neu­en Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men blei­ben wich­tig, wenn wir uns nicht kör­per­lich und per­sön­lich begeg­nen kön­nen.“ Wei­ter ruft Schick dazu auf: „Bewah­ren wir uns, was wir in die­ser Zeit ver­stärkt gelernt haben: die Acht­sam­keit und Rück­sicht­nah­me sowie die Balan­ce zwi­schen Nähe und Distanz im Umgang miteinander.“


„Zei­gen wir auch den aus der Kir­che Aus­ge­tre­te­nen und denen, die sich distan­ziert haben, dass wir mit ihnen in Ver­bin­dung blei­ben wollen“


Erz­bi­schof Schick ermun­tert wei­ter zu einer „Spi­ri­tua­li­tät des Sam­melns“, um die Got­tes­dienst­be­su­cher und Ehren­amt­li­chen wie­der zu sam­meln, die sich in der Coro­na­zeit vom kirch­li­chen Leben in den Gemein­den ent­fernt haben. „Zei­gen wir auch den aus der Kir­che Aus­ge­tre­te­nen und denen, die sich distan­ziert haben, dass wir mit ihnen in Ver­bin­dung blei­ben wol­len“, fügt Schick hin­zu und wünscht allen Seel­sor­ge­rin­nen und Seel­sor­gern eine erhol­sa­me Feri­en­zeit und einen hoff­nungs­vol­len Start in das neue Arbeitsjahr.

Her­aus­for­de­run­gen für die kom­men­de Bundesregierung

IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth: Coro­na-Pan­de­mie zeigt Lücken auf

„Die Coro­na-Pan­de­mie hat die Schwä­chen des Stand­or­tes Deutsch­land in aller Deut­lich­keit auf­ge­zeigt”, so Son­ja Wei­gand, Prä­si­den­tin der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth, anläss­lich des IHK-Unter­neh­mens­ba­ro­me­ters zur Bun­des­tags­wahl. Sie appel­liert an die Poli­tik, den Stand­ort Deutsch­land wett­be­werbs­fä­hi­ger zu gestal­ten und die Ver­wal­tung in ein zeit­ge­mä­ßes, digi­ta­les Zeit­al­ter zu führen.

530 IHK-Mit­glieds­un­ter­neh­men waren auf­ge­for­dert, die Qua­li­tät des Stand­or­tes nach Schul­no­ten zu bewer­ten. „Eltern wären mit einem sol­chen Zeug­nis ihrer Zög­lin­ge wohl wenig glück­lich”, macht Gabrie­le Hohen­ner deut­lich, Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin der IHK für Ober­fran­ken Bayreuth.

Büro­kra­tie in Deutsch­land: “man­gel­haft”

Beson­ders nega­tiv fiel die Bewer­tung des Stand­ort­fak­tors “Büro­kra­tie” aus, einer­seits durch die Viel­zahl und Kom­ple­xi­tät von Regeln, ande­rer­seits wegen der Dau­er von Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren. „Die ver­gan­ge­nen Mona­te haben gezeigt, dass es hier drin­gen­den Hand­lungs­be­darf gibt. Der Reform­stau in der öffent­li­chen Ver­wal­tung bremst die Wirt­schaft immer stär­ker aus”, so Wei­gand. Über ein “man­gel­haft” (Note 4,7) kam der Stand­ort Deutsch­land bei der Büro­kra­tie nicht hin­aus. 88 Pro­zent der befrag­ten ober­frän­ki­schen Unter­neh­men for­dern des­halb, dass die nächs­te Bun­des­re­gie­rung die staat­li­chen Struk­tu­ren ver­schlankt, digi­ta­li­siert und beschleu­nigt. Wei­gand: „Vie­le Unter­neh­men sehen die aus ihrer Sicht zu trä­ge und zu kom­pli­zier­te Büro­kra­tie als sehr kritisch.”


“Stand­ort D” unter Druck

Eine wei­te­re Leh­re aus der Pan­de­mie ist, dass der welt­wei­te Han­del wider­stands­fä­hi­ger und der Pro­duk­ti­ons­stand­ort Deutsch­land wie­der attrak­ti­ver wer­den müs­sen, was 57 Pro­zent der Unter­neh­men fordern.

Dies zeigt sich auch an der Beur­tei­lung wei­te­rer wich­ti­ger Stand­ort­fak­to­ren. Auf­fal­lend nega­tiv wur­den dabei die Ener­gie­prei­se (Note 4,7) und die Unter­neh­mens­be­steue­rung (Note 4,1) bewer­tet, zwei ent­schei­den­de Fak­to­ren für die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Stand­or­tes Deutschland.

Aber auch bei der Digi­ta­li­sie­rung (3,9), beim Fach­kräf­te­an­ge­bot (3,8), der Höhe der Arbeits­kos­ten (3,6) und der Grün­der­freund­lich­keit (3,4) fiel die Beur­tei­lung eher zurück­hal­tend aus. Recht posi­tiv dage­gen die Bewer­tun­gen von Ver­kehrs­in­fra­struk­tur (Note 2,8), Finan­zie­rungs­be­din­gun­gen sowie For­schung und Inno­va­ti­on (jeweils 2,7).


Leh­ren aus der Pandemie

Klar wird aber auch, dass Wirt­schaft und Gesell­schaft die Chan­cen und Poten­tia­le der Digi­ta­li­sie­rung noch viel stär­ker nut­zen müs­sen (54 Pro­zent Zustim­mung). Hier sehen sich auch die Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer selbst in der Pflicht. Kon­se­quen­zen aus der Pan­de­mie zie­hen die ober­frän­ki­schen Unter­neh­men vor allem bei der Stär­kung der digi­ta­len Kom­pe­ten­zen der Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, bei der Eta­blie­rung vir­tu­el­ler Bespre­chun­gen und Dienst­rei­sen (jeweils 90 Pro­zent Zustim­mung) sowie der Aus­wei­tung des mobi­len Arbei­tens (83 Pro­zent). „Die ober­frän­ki­schen Unter­neh­men haben aus der Kri­se gelernt, ihre Leh­ren gezo­gen und die Wei­chen für die Zukunft gestellt”, so Hohenner.


Neue Bun­des­re­gie­rung muss Wei­chen stellen

„Nun ist der Staat in der Ver­ant­wor­tung und in der Pflicht, nach­zu­zie­hen. Auch wenn uns die Coro­na-Pan­de­mie Schwä­chen auf­ge­zeigt hat, eröff­net sie uns gleich­wohl Chan­cen, die­se in Stär­ken umzu­wan­deln und so gestärkt aus die­ser Pan­de­mie her­aus­zu­ge­hen”, so Wei­gand. „Aus mei­ner Sicht ist das die Haupt­auf­ga­be der kom­men­den Regie­rung und Vor­aus­set­zung, wenn wir in der Welt­spit­ze blei­ben wollen.”

Gemein­sam mit allen ande­ren baye­ri­schen IHKs wur­den kon­kre­te Vor­schlä­ge aus­ge­ar­bei­tet, was die kom­men­de Bun­des­re­gie­rung vor­ran­gig ange­hen muss, um die­se Zie­le zu errei­chen. Alle Infor­ma­tio­nen zu den Ergeb­nis­sen des Unter­neh­mens­ba­ro­me­ters und den IHK-Posi­tio­nen zur Wahl sind zu fin­den unter http://ihkofr.de/positionen2021