Lehrkräfte können den Unterschied machen
Freistaat fördert Verbundprojekt der Universitäten Bamberg und Würzburg mit 1,6 Millionen Euro
Mit einer neuen Fördermaßnahme unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst an ausgewählten bayerischen Hochschulen die Qualifizierung von Studierenden sowie wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verantwortungsvollem unternehmerischem Denken und Handeln. Unter anderem wurden die Otto-Friedrich-Universität Bamberg und die Julius-Maximilians-Universität Würzburg gemeinsam rund 1,6 Millionen Euro bedacht.
Entrepreneurship-Qualifizierung“ rund 11 Millionen Euro zur Verfügung. Davon konnten die Universitäten Bamberg und Würzburg gemeinsam rund 1,6 Millionen Euro einwerben. Das Verbundprojekt trägt den Titel „Teachers as Changemakers – Lehramtsanwärter:innen als Multiplikatoren für Social Entrepreneurship“ (TaC).
Lehramtsanwärterinnen und ‑anwärter sollen zu Multiplikatoren werden
Die Universitäten nehmen mit ihrem Projekt eine Zielgruppe ins Visier, die bislang deutschlandweit nur wenig adressiert wurde, wenn es um Gründerinnen- und Gründerausbildung geht. Lehramtsstudierende sollen zu Vermittlern für sozialunternehmerisches Denken und Handeln mit Fokus Nachhaltigkeit ausgebildet werden. Im Lehrberuf können sie so zukünftig ihre Schülerinnen und Schüler bereits an das Thema heranführen. Die beiden Hochschulen streben damit eine vorausschauende und nachhaltige Förderung des Gründungsgeistes zukünftiger Studienanfängerinnen und ‑anfänger an. Dieses Konzept nennt sich „Social Entrepreneurship Education“.
Konkret sind drei Maßnahmenpakete geplant: Zunächst geht es darum, Offenheit und Begeisterung für das Thema Social Entrepreneurship Education zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, laden beide Universitäten Studierende sowie Dozierende zu Veranstaltungen ein, in denen sie über das Thema informieren und etwa Schülerinnen und Schüler zu Wort kommen lassen, die selbst gegründet haben. Darüber hinaus bieten die Universitäten Workshops an, die Lehramtsdozierende dazu befähigen, Social Entrepreneurship Education in ihre vorhandenen Lehrveranstaltungen einzubinden. Im zweiten Schritt führen die Universitäten ein Qualifizierungsprogramm ein. Einheiten zu Social Entrepreneurship Education werden dabei in bestehende Lehrveranstaltungen integriert sowie in freiwilligen Workshops verankert. An der Universität Würzburg werden zudem zwei neue Lehrveranstaltungen zur Social Entrepreneurship Education im Curriculum der Lehramtsstudiengänge verankert. In den Schulpraktika können die gelernten Inhalte dann in der Praxis erprobt werden. Drittens sind Maßnahmen zur Qualitätssicherung sowie kontinuierlichen Weiterführung des Programms geplant.
Gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen finden bei Gründungen Berücksichtigung
Die Projektkoordination wird an der Universität Bamberg im Dezernat Forschungsförderung und Transfer Z/FFT mit dem Büro für Innovation und Gründung (BIG) angesiedelt sein. „Der erfolgreiche Projektantrag zeigt, wie gut das Büro für Innovation und Gründung bereits an der Universität Bamberg institutionalisiert ist. Das BIG bietet ideale Voraussetzungen für das neue Projekt, da der Bereich Social Entrepreneurship ein fester Bestandteil unserer Aktivitäten ist“, so Dr. Michael Schleinkofer, Projektleiter und Leiter des Dezernats Z/FFT. „Durch die Zusammenarbeit des Zentrums für Lehrerinnen- und Lehrerbildung der Universität Bamberg und der Professional School of Education der Universität Würzburg sowie den jeweiligen Einrichtungen für Wissenstransfer, haben wir die Möglichkeit, verschiedene Perspektiven in unser Vorhaben einzubinden“, so Professor Lukas Worschech, Leiter des beteiligten Servicezentrums Forschung und Technologietransfer der Universität Würzburg.
„Diese Förderung ist ein echtes Zukunftsprogramm: Es stärkt unsere Hochschulen darin, die nächste Generation von Problemlöserinnen und Problemlösern auszubilden, die sich um eine auch in Zukunft lebenswerte Gesellschaft kümmern“, betont Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst. In der Vergangenheit seien vor allem ökonomische Effekte wie Umsatz, Gewinn und Rendite bei der Entrepreneurship-Qualifizierung im Vordergrund gestanden. Inzwischen würden auch die gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen bei der Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung von Gründungen berücksichtigt. „Dafür braucht es neue und integrative Ausbildungsinhalte.“ Wissenschaftsminister Bernd Sibler stimmte der Förderempfehlung für sechs Verbundanträge an 14 beteiligten Hochschulen zu. Der Start der Förderung ist für März 2022 vorgesehen.
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Bundesförderung für Reckendorf
Barrierefreier Zugang zur Genisa-Ausstellung
Der Bund wird die Genisa Ausstellung im Haus der Kultur, der ehemaligen Synagoge in Reckendorf, mit 9.000 Euro unterstützen, teilt Bundestagsabgeordneter Andreas Schwarz mit, der den Wahlkreis Bamberg-Forchheim vertritt.
Ziel ist es, einen Treppenlift einzubauen und damit einen barrierefreien Zugang zur Ausstellung zu schaffen.
„Ich habe mich sehr gefreut, die Gemeinde Reckendorf in der Liste der zur Förderung ausgewählten Anträge im “Soforthilfeprogramm Heimatmuseen und landwirtschaftliche Museen” zu finden“, erklärt Andreas Schwarz.
Die archäologisch-historische Sammlung zeigt über 400 Jahre lang gesammelte Objekte – von religiösen Texten bis hin zu Thorawimpeln sowie Gegenstände aus dem Alltag, wie Mieder, Socken, Schuhe et cetera Diese Ausstellungsstücke geben einen Einblick in die Lebenssituationen der Menschen und das hohe kulturelle Niveau der jüdischen Gemeinde in Reckendorf. „Eine spannende Ausstellung über Kultur in unserer Heimat, die durch den barrierefreien Zugang hoffentlich zusätzliche Aufmerksamkeit erhalten wird“, so Schwarz.
„Feine Ausstellung“
Für den Reckendorfer Bürgermeister Manfred Deinlein ist es eine Freude und Bestätigung zugleich: „Der geförderte Treppenlift ermöglicht künftig barrierefrei den Zugang zur Frauenempore der ehemaligen Reckendorfer Synagoge. Unsere frühere Kuratorin Adelheid Waschka hat hier Teile der bei Sanierung und Umbau der Synagoge wiederentdeckten Genisa liebevoll zu einer feinen Ausstellung zusammengefasst, die einen kleinen Einblick in Kultus und Alltag der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Reckendorf erlaubt“, erläutert Deinlein. Und weiter: „Teil dieser Ausstellung ist auch einer der 2018 gekürten 100 bayerischen Heimatschätze: eine historisch interessante jüdische Kinderhose. Nach Machart und Stoff stammt diese wohl aus dem 19. Jahrhundert.“
Alle Interessierten sind eingeladen, diese Ausstellung jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr zu besuchen oder nach telefonischer Vereinbarung mit dem Reckendorfer Heimatpfleger Klaus Etterer unter heimatpfleger@reckendorf.de.
Das „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen 2021“ ist ein Projekt des Deutschen Verbands für Archäologie e.V. (DVA) in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund e.V. (DMB). Die Maßnahme wird im Rahmen des Förderprogramms „Kultur in ländlichen Räumen“ aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung“ (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).
Das Förderprogramm unterstützt regionale Museen, Freilichtmuseen, archäologische Parks und Träger von Bodendenkmalstätten in Kommunen mit bis zu 20.000 Einwohnern beim Betrieb ihrer Einrichtung und bei der Weiterentwicklung des kulturellen Angebots. Ziel ist die Stärkung des Kulturerbes und der kulturellen Identität in ländlichen Gebieten. Einrichtungen können bis zu 25.000 Euro Fördermittel beantragen, um Modernisierungsmaßnahmen und programmbegleitende Investitionen durchzuführen. Der Eigenanteil beträgt mindestens 25% der Gesamtkosten.
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Adalbert-Raps-Stiftung mit neuem Wettaufruf
Soziale Wette geht in die zweite Runde
„Wetten, dass Eure Organisation es nicht schafft, innerhalb von fünf Wochen mindestens 300 Euro Spendengelder zu sammeln?!“ – Mit dieser Wettansage fordert die Adalbert-Raps-Stiftung gemeinnützige Organisationen in Oberfranken im Wettzeitraum vom 8. November bis zum 10. Dezember nun bereits zum zweiten Mal dazu heraus, das Ehrenamt aktiv zu fördern. Ab sofort werden Wettpartner gesucht.
Die Stiftung setzt diesmal – anders als bei der letztjährigen Wette, im Rahmen derer der Gewinn neuer Ehrenamtlicher im Fokus stand – auf einen rein finanziellen Ansatz. Der Grund liegt in der so gegebenen besonders niederschwelligen Unterstützung der Organisationen, die nach wie vor unter den Auswirkungen der Pandemie leiden. Ganz in diesem Sinne erwartet die teilnehmenden Organisationen auch in Runde zwei der „sozialen Wette“ ein attraktiver Wetteinsatz: Denn ist die Wette mit einer Einnahme von mindestens 300 Euro Spendengeldern gewonnen, verdoppelt die Stiftung den gesammelten Erlös! Gedeckelt wird der Wettgewinn bei 1.000 Euro, wobei sich besonderes Engagement auszahlt. So gibt es für die innovativste Fundraising-Aktion einen Bonus von 1.000 Euro on Top! Teilnehmen können gemeinnützige Organisationen mit Sitz in Oberfranken. Insgesamt stehen 20 Wettplätze zur Verfügung, die Vergabe erfolgt nach Eingang der Interessensbekundung.
„Soziale Wette 2.0“ zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements
Die Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements und damit verbunden die Stärkung der sozialen Teilhabe in Oberfranken hat für die Adalbert-Raps-Stiftung oberste Priorität. Nach erfolgreichem Wettaufruf im vergangenen Jahr, macht das nun auch die diesjährige „soziale Wette“ deutlich: Die Stiftung wettet, dass Organisationen es innerhalb eines Zeitraums von fünf Wochen nicht schaffen, mindestens 300 Euro Spendengelder zu gewinnen. Obwohl der Wettaufruf in diesem Jahr einen rein finanziellen Ansatz verfolgt und nicht wie bei der letzten Wettrunde der Gewinn ehrenamtlich Engagierter im Fokus steht, bleibt die Stiftung ihrem Wettkonzept treu! Denn trotz geändertem Wettgegenstand folgt auch die „soziale Wette 2.0“ dem Gamification-Ansatz und steigert somit den Ehrgeiz der teilnehmenden Organisationen. Außerdem winkt erneut ein attraktiver Wettgewinn: Ist die Wette mit der Einnahme von mindestens 300 Euro Spendengeldern gewonnen, verdoppelt die Stiftung diesen Wert bis zu einem Betrag von maximal 1.000 Euro. Einen Bonus in Höhe von 1.000 Euro erhält zudem diejenige Organisation, die ihre Spendengelder mit der innovativsten Fundraising-Idee generieren konnte. „Aufgrund des großen Zuspruchs beim letzten Mal, stand für uns außer Frage, dass wir den Aufruf zur ‚sozialen Wette‘ ein zweites Mal starten werden.“, so Tina Beeg, Stiftungsreferentin Soziales. „Da wir aber wissen, dass es besonders die finanziellen Mittel sind, an denen es den Organisationen gerade in Zeiten der Pandemie fehlt, haben wir uns für diesen eher ungewöhnlichen aber auch sehr niederschwelligen Wettaufruf entschieden.“ Der Wetteinsatz steht der Organisation im Sinne ihrer Zwecke zur freien Verwendung zur Verfügung.
Wettpartner werden und profitieren
Im 12-tägigen Zeitraum vom 18. bis zum 29. Oktober 2021 können sich gemeinnützige Organisationen als Wettpartner unter info@raps-stiftung.de, Ansprechpartnerin Tina Beeg, bei der Adalbert-Raps-Stiftung um einen Wettplatz bewerben. Voraussetzung dabei ist es, dass der Wirkungskreis der jeweiligen Organisation in Oberfranken liegt und diese mit ihren Angeboten und Leistungen die soziale und gesellschaftliche Teilhabe ihrer Zielgruppe stärken. Als Bewerbungsformular ist ein Steckbrief zur Organisation und deren Engagement auszufüllen. Der eigentliche Wettzeitraum von fünf Wochen startet am 8. November und reicht bis zum 10. Dezember 2021. Für die Gewinnermittlung ist entscheidend, wie hoch der eingenommene Spendenbetrag pro Organisation ausgefallen ist. Für die Vergabe des Zusatzpreises in Höhe von 1.000 Euro wird außerdem der dahinterliegende Fundraising-Ansatz nach dem Innovationskriterium bewertet. Als Wettnachweis gilt es den teilnehmenden Organisationen nach Ende des Wettzeitraums innerhalb von einer Woche eine anonymisierte Liste der im Wettzeitraum eingegangenen Gelder einzureichen. Zudem wird um die Einreichung von Bild-/Videomaterial zur Dokumentation der Fundraising-Aktion gebeten.
Adalbert-Raps-Stiftung: Verantwortung für Region und Zukunft
Seit 40 Jahren reicht die Adalbert-Raps-Stiftung mit Sitz in Kulmbach Menschen aus ganz Oberfranken die Hand, die Unterstützung benötigen – sei es im Bereich der Senioren- oder Jugendarbeit oder in anderen sozialen Bedarfslagen. Drüber hinaus steht die Stiftung, die 1978 von dem Apotheker Adalbert Raps gegründet wurde, auch in der Lebensmittelforschung als Förderpartner an der Seite zahlreicher Wissenschaftler und Institute. In den Förderbereich „zu Ehren des Stifters“ fallen unter anderem der Abiturientenpreis der Adalbert-Raps-Schule sowie die Stipendien für die Weiterbildung zum Gewürz-Sommelier. Neben dem Engagement in einzelnen Projekten und Kooperationen setzt die Stiftung Akzente, indem sie Programme und Initiativen für Oberfranken ins Leben ruft, die für drängende Zukunftsthemen den passenden wissenschaftlichen und sozialen Rahmen geben. Hierzu zählen beispielweise das Ernährungsbildungsprogramm KULINARIX in oberfränkischen Kindertagesstätten und der Wettbewerb „Helden der Heimat“ für soziales Engagement in Oberfranken. Zentrales Anliegen der Stiftung ist es, in all ihren Tätigkeiten in einer Art und Weise zu unterstützen, die gezielt, effektiv und messbar nachhaltig ist.
Mehr Informationen unter:
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Soforthilfeprogramm
Bundesförderung für Bibliotheken in ländlichen Räumen
Über Fördergelder vom Bund für ihre Büchereien können sich die Gemeinden Kirchehrenbach, Baunach und Litzendorf freuen. Darüber informiert Bundestagsabgeordneter Andreas Schwarz, der den Wahlkreis Bamberg-Forchheim vertritt.
Dabei fördert der Bund beispielsweise die Einführung eines neuen digitalen Ausleihsystems oder auch die Anschaffung von Experimentierboxen für Kindergarten- und Schulgruppen.
Das „Soforthilfeprogramm für zeitgemäße Bibliotheken in ländlichen Räumen“ unterstützt die Gemeindebibliothek St. Bartholomäus in Kirchehrenbach beispielsweise mit 2.621 Euro für den Einstieg in die Onleihe Leo-Nord und die passende technische Ausstattung.
„Bibliotheken sind auch Begegnungsorte”
Die Stadtbücherei Baunach erhält für die Anschaffung von Experimentierboxen für Kindergarten- und Schulgruppen sowie für öffentliche Aktionen 9.800 Euro. Für den Beitritt in den Onleihe-Verbund Leo Nord der Gemeindebücherei Litzendorf gibt der Bund 3.000 Euro.
„Diese Förderungen sind gerade jetzt, in Zeiten der Corona-Krise, wichtig und richtig. Wir merken, wie wertvoll Bibliotheken sind, denn sie bieten Zugang zu unserem kulturellen Erbe und zu verlässlichen Informationen. Zugleich sind Bibliotheken auch Begegnungsorte: Sie fördern damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, freut sich der Bamberg-Forchheimer Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz über die Fördergelder für die Region.
Ziel des Soforthilfeprogramms ist es, Bibliotheken auch in ländlichen Räumen zu stärken und so einen Beitrag zu gleichwertigen Lebensverhältnissen zu leisten. Das Programm war 2020 gestartet und aufgrund der großen Nachfrage für das Jahr 2021 verlängert worden.
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Förderung von Städten und Gemeinden
Projektaufruf „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“
Die Bundesregierung möchte im Rahmen des Projektaufrufs „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ Städte und Gemeinden modellhaft bei der Erarbeitung von innovativen Konzepten und Handlungsstrategien und deren Umsetzung fördern und ruft zum Einreichen von Projektvorschlägen auf. Darauf weist Bundestagsabgeordneter Andreas Schwarz hin.
„Viele Städte und Gemeinden sind von tiefgreifenden Veränderungen in ihren Innenstädten, Stadt- beziehungsweise Ortsteilzentren und Ortskernen betroffen“, stellt der Bamberg-Forchheimer Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz fest. „Das gilt vor allem für einen anhaltenden Strukturwandel im Einzelhandel. Aber auch andere Nutzungen im Tourismus und im Gastgewerbe, von Kultureinrichtungen oder in Kirchen, gewerbliche Nutzungen und die Wohnnutzung sind zum Teil in ihren jetzigen Angebots- und Betriebsformen nur noch gering gefragt oder nicht mehr tragfähig.“
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie beschleunigen diese strukturellen Entwicklungen zusätzlich und decken die drängenden Handlungsbedarfe auf. „Die Bundesregierung möchte im Rahmen des Projektaufrufs „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ Städte und Gemeinden modellhaft bei der Erarbeitung von innovativen Konzepten und Handlungsstrategien und deren Umsetzung fördern“, so der SPD-Abgeordnete weiter.
Ziel ist es, Städte und Gemeinden bei der Bewältigung akuter und auch struktureller Problemlagen („Verödung“) in den Innenstädten, Stadt- und Ortsteilzentren zu unterstützen, indem diese als Identifikationsorte der Kommune zu multifunktionalen, resilienten und kooperativen Orten (weiter)entwickelt werden.
Städte und Gemeinden sind aufgerufen, bis zum 17. September 2021 Projektvorschläge für innovative Konzepte und Handlungsstrategien zur Stärkung der Resilienz und Krisenbewältigung einzureichen.
Das Bundesinstitut für Bau‑, Stadt- und Raumforschung (BBSR) setzt das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren” um. Hierfür haben sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz, die Kommunen und Gemeinden in den letzten Monaten intensiv um den Beginn des Förderaufrufes durch das Bundesinnenministerium und eine Aufstockung des Programms eingesetzt, so dass nun insgesamt 250 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
„Es wäre schön, wenn die Städte und Gemeinden in meinem Wahlkreis sich um einen Förderbeitrag im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren” mit Projektvorschlägen für innovative Konzepte und Handlungsstrategien beim Bundesinstitut für Bau‑, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bewerben“, so Schwarz abschließend.
Weitere Informationen sind zu finden unter https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/aufrufe/aktuelle-meldungen/innenstadtprogramm.html
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Förderung in der Region
Noch mehr Sprach-Kitas im Wahlkreis Bamberg-Forchheim
Erfreut zeigt sich Bundestagsabgeordneter Andreas Schwarz darüber, dass im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kita: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ auch im Landkreis Bamberg in zwei Einrichtungen zusätzliche Fachkräfte gefördert werden.
Das Bundesprogramm „Sprach-Kita: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ richtet sich an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichem Förderbedarf besucht werden.
„Auch hier im Wahlkreis Bamberg-Forchheim findet man zahlreiche, geförderte Einrichtungen“, erläutert der zuständige Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz. „Sage und schreibe 23 Kindertagesstätten sind bereits beim Programm Sprach-Kitas dabei. Und es werden mehr!“
Im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ können nun bundesweit 1.000 weitere zusätzliche Fachkräfte in Sprach-Kitas gefördert werden. Damit noch mehr Kinder von der alltagsintegrierten sprachlichen Bildungsarbeit in den Sprach-Kitas profitieren und die Folgen der Pandemie rasch überwunden werden können, stellt das Bundesfamilienministerium in den Jahren 2021 und 2022 weitere 100 Mio. Euro zur Verfügung.
„Neu mit dabei ab dem 1. August ist das Kinderhaus Juliushof in Hirschaid und das Kinderhaus Sonnenschein in Strullendorf“, so Schwarz. „Der Bund fördert die beiden Einrichtungen im Zeitraum bis Ende 2022 jeweils mit 35.419,00 €. Das freut mich sehr, denn das Bundesprogramm setzt an den zentralen Stellschrauben für einen guten Einstieg ins Bildungssystem an: der sprachlichen Bildung.“
Die Bilanz des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist” kann sich sehen lassen: In 2020 wurden aus Mitteln des Bundesprogramms 6.360 Fachkräfte in Sprach-Kitas und 503 begleitende Fachberatungen jeweils im Umfang von einer halben Stelle gefördert.
„Etwa jede 10. Kita ist eine Sprach-Kita“, betont Schwarz. „Davon profitieren fast 500.000 Kinder und ihre Familien!“ Das Programm „Sprach-Kitas” trägt direkt vor Ort dazu bei, die Qualität der sprachlichen Bildung zu verbessern und verbindet drei inhaltliche Schwerpunkte: alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und die Zusammenarbeit mit Familien.
Weitere Informationen über das Programm sind zu finden unter https://sprach-kitas.fruehe-chancen.de/programm/ueber-das-programm/
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Maximale Förderung für Smart City-Projekt
Stadt Bamberg erhält 450.000 € im Rahmen des Programms „Kommunal? Digital!“
Erneut erhält die Smart City Bamberg eine bedeutsame Förderung für ein digitales Projekt. Für das Projekt „Drohnenbefliegung von Baumkronen“ überreichte Staatsministerin Judith Gerlach dem Smart City-Programmleiter Sascha Götz den Förderbescheid.
Das Bayerische Digitalministerium prämierte mit dem Wettbewerb „Kommunal? Digital!“ die 10 besten digitalen Lösungen smarter Kommunen aus Bayern mit einer Gesamtsumme von 5 Millionen Euro. Die Projektideen sollen dabei einen technologischen Ansatz haben, auch auf andere Kommunen anwendbar sein sowie einen sparsamen Umgang mit wertvollen Ressourcen ermöglichen.
Das Bamberger Projekt trifft diesen Kerngedanken genau und wurde deshalb bei einem Gesamtbudget von 500.000 Euro mit der Höchstsumme an Förderung dotiert. Die Idee ist, mit Hilfe von Drohnen den kommunalen Baumbestand zu befliegen, eine Aufnahme des Ist-Zustandes zu erstellen und zukünftige Auswirkungen ökologischer Ereignisse mithilfe künstlicher Intelligenz zu prognostizieren. Dies kommt zum einen den lokalen Wäldern und dem städtischen Forstbetrieb zugute, zum anderen lässt sich mittels der Daten eine nachhaltige Pflege der Bäume im Stadtgebiet unterstützen.
In Zusammenarbeit mit dem interdisziplinären Smart City Research Lab der Otto-Friedrich-Universität Bamberg sollen nach der Datensammlung durch Einsatz künstlicher Intelligenz praxisnah aktuelle Informationen für die Mitarbeiter in Stadt und Forst bereitgestellt werden. Die Software soll Schadensvorhersagen treffen und Auswirkungen des Klimawandels abschätzen können. Zudem lassen sich somit künftig Krankheiten der Bäume besser prognostizieren sowie der Einsatz des knappen Personals gezielter planen.
Das Projekt soll nicht nur in Bamberg, sondern auch in vielen anderen Kommunen in Bayern Nutzen stiften. Deshalb wird es als Open Source-Lösung konzipiert und bereits in der dreijährigen Projektlaufzeit sollen weitere Kommunen in die Datensammlung und –nutzung mit einbezogen werden.
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OB Starke: „Sanierung der Gartenanlagen an der Städtischen Musikschule ist nun möglich“
Bundesmittel holen Kleinod aus Dornröschenschlaf: zwei Millionen Euro für Bamberg
Eine der schönsten Städtischen Musikschulen Deutschlands, nämlich die Bamberger Musikschule, erhält eine deutliche Aufwertung des Umfelds. Dank einer Finanzspritze des Bundes in Höhe von über zwei Millionen Euro, die der Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz veranlasst hat, wird die Freifläche kultiviert.
Ohne den Bundestagsabgeordneten wäre dies nicht möglich geworden. Beim Ortstermin in der Blumenwiese dankten Oberbürgermeister Andreas Starke, der Finanzreferent Bertram Felix und Musikschulleiter Martin Erzfeld für seinen Einsatz und „beglückwünschten das Welterbe zu diesem Gewinn“, so Starke.
„Der Goldader Andreas Schwarz ist es zu verdanken, dass in den vergangenen elf Jahren etliche Monumentalbauten des Welterbes in Angriff genommen werden konnten“, stellte der OB fest. Seitens der Stadt werde jetzt alles unternommen, um die mit den finanziellen Zuwendungen verbundenen Erwartungen zu erfüllen. Starke würdigte in diesem Zusammenhang das „wunderbare Zusammenspiel“ von Bund und Stadt Bamberg. Bundestagsabgeordneter Andreas Schwarz bestätigte: Bei den Förderungen „spielt Bamberg in der ersten Liga“, lobte er.
Einen neuen Hotspot der Stadt, einen „Stadtbalkon für Veranstaltungen jeglicher Art“, sah Felix dank des Stadtratsbeschlusses vom 12.12.2018, die Gartenanlage der ehemaligen Propstei St. Getreu umfassend zu erneuern, in greifbare Nähe gerückt. Nach seinen Worten ist beabsichtigt, den an die Musikschule angrenzenden Festsaal zeitnah mit der barocken Gartenanlage fertigzustellen.
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat in seiner Sitzung vom 8. Juni beschlossen, die Sanierung der historischen Gartenanlage der ehemaligen Propstei St. Getreu mit 2.025.000 Euro zu fördern. Die Stadt Bamberg plant, die Anlage denkmalgerecht zu sanieren und sie darüber hinaus an die künftige Nutzung durch Bürger:innen sowie an die klimatischen Anforderungen anzupassen. Der bisher unzugängliche Garten soll tagsüber für die Öffentlichkeit geöffnet werden, die Freiflächen sollen der Städtischen Musikschule sowie Senior:innen als barrierearme Flächen zur Verfügung gestellt werden. Die Sanierung umfasst die Einrichtung einer Bewässerung, Baumpflanzungen, die Entsiegelungen von Flächen sowie eine umfangreiche Wegeerneuerung.
Bis zu 20 Millionen Förderung für Innovationsprojekte auf ehemaligem Michelin-Gelände
Aiwanger: “Cleantech-Park soll Vorbild für die industrielle Transformation werden”
Die Pläne, auf dem Gelände des ehemaligen Michelin-Reifenwerks einen Cleantech-Park mit zukunftsfesten Arbeitsplätzen zu errichten, erreichen ein neues Stadium. „Ich sehe, dass alle Partner an einem Strang ziehen und konkrete Planungen anstoßen. Die Erfolgsaussichten sind vielversprechend und wir rechnen damit, die Projekte noch stärker fördern zu können“, erklärte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Montag bei einem Besuch in der Region.
„Im Zuge der Hightech Agenda Bayern plus und anderen Fördertöpfen schnüren wir ein Gesamtpaket von bis zu 20 Millionen Euro, um den Cleantech-Park gemeinsam mit allen Partnern anzuschieben. Ich rechne fest damit, dass weitere Finanzierungspartner gefunden werden. So kann hier vorbildhaft gezeigt werden, wie der industriel-le Transformationsprozess gelingt“, sagte der Staatsminister.
Landrat Johann Kalb freute sich sehr, „dass sich unser Stellvertretender Ministerpräsident, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, persönlich für dieses Projekt einsetzt. Wir erleben einen existentiellen Transformationsprozess in der Automobilindustrie. Der CleanTech-Innovation-Park ist dabei für unsere Region ein Schlüssel, diesen Prozess zukunftssicher gestalten zu können. Politik, Unternehmen und Wissenschaft arbeiten sehr intensiv und mit großem Gestaltungswillen an einem gemeinsamen Konzept. Wir sind bereit, erhebliche Investitionen zu tätigen. Ohne eine maßgebliche finanzielle Förderung durch den Freistaat Bayern können wir die Mammutaufgabe aber nicht bewältigen. Deshalb bedanke ich mich schon jetzt sehr herzlich für die Unterstützung.“
Wie Christian Metzger, Michelin-Werkleiter, erklärte, musste das Unternehmen nach fast 50 Jahren die Produktion im Reifenwerk einstellen: „Ein einschneidendes Ereignis für unsere Mitarbeiter, aber auch für die Region. Also haben wir umgedacht – aus der Not wollen wir eine Tugend machen. Auf dem Gelände wollen wir jetzt gemeinsam mit Partnern eine Keim-zelle für grüne Mobilität und Innovation entstehen lassen: einen Cleantech Innovation Park. Wir wollen so ein Leuchtturmprojekt für den Transformationsprozess der deutschen Auto-branche sein und damit die Region stärken und neue Arbeitsplätze schaffen.“
Konkret soll die regionale Wirtschaft mit einem Gesamtprojekt mit bis zu 20 Millionen Euro gefördert werden. Bereits genehmigt sind der Technologietransfermanager von Bayern Innovativ, die Förderung des Energienutzungsplans für das KWK-Kraftwerk auf dem Michelin-Gelände sowie Verbundprojekte in der Region und die Sonderförderung Transformationsprozesse im Regionalmanagement.
Hallstadt setzt auf die Nähe zur Universität Bamberg und den Innovationswillen der Industrie, um sich für die Zukunft aufzustellen. „Um Innovationen voranzubringen, wird es immer wich-tiger, über den Rand des eigenen Unternehmens zu blicken. Hier vor Ort sollen deshalb Forschung und Wirtschaft Hand in Hand die Innovationen der Zukunft gestalten: Die Partner können hier Prototypen bauen und diese zur Marktreife entwickeln“, erklärte Peter Keller, Michelin-Projektleiter.
Staatsministerin Melanie Huml betonte die Bedeutung für die Region: „Bei uns in der Region Bamberg sind viele Tausend Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Transformationsprozess der Automobilbranche betroffen. Vom kleinen Handwerksbetrieb bis hin zum „Global Player“ – die gesamte Zulieferer-Branche muss sich neue Geschäftsfelder erschließen. Wenn wir den Transformationsprozess erfolgreich bewältigen wollen, dann ist eines ganz besonders wichtig: Wir müssen den Weg gemeinsam mit den Beschäftigten gehen. Deshalb nimmt das Schwerpunktfeld ‚lebenslanges Lernen‘ eine zentrale Rolle ein.“
Auch für Bürgermeister Thomas Söder stehen die Arbeitsplätze im Mittelpunkt: „Gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium können wir mit unserem innovativen Konzept dauerhaft Arbeitsplätze schaffen und signifikant Vorteile für alle Berufsgruppen – vom Handwerker bis zum Akademiker – bieten. Wir sind der Staatsregierung für ihre Unterstützung bei diesem wegweisenden Projekt dankbar. Nun geht es darum, die Deckungslücke in der Finanzierung zu schließen. Der Cleantech Innovation Park wird auf dem Gelände an der Michelinstraße als kleiner Campus erlebbar sein, auf dem auch eine nachhaltige Ökologie im Fokus steht. Eine parkähnliche Struktur wird zusammen mit einer durchdachten Begrünung die Aufenthaltsqualität für alle Mitarbeiter sowie Bürgerinnen und Bürger steigern.“
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Sanierung der St. Getreu-Kirche
Propstei St. Getreu erhält 2,025 Millionen Euro Förderung des Bundes
Nochmals gut 2 Millionen Euro stellt der Bund für die laufende Sanierung der St. Getreu-Kirche zur Verfügung. Dies teilt der Parlamentarische Staatssekretär und MdB für Bamberg und Forchheim, Thomas Silberhorn (CSU), mit. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm des Bundesinnenministeriums “Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel”.
Das Programm wird aus dem Energie- und Klimafonds des Bundes finanziert. Die Mittel wurden als Sondervermögen im Haushaltsjahr 2021 bewilligt und stehen in den Jahren 2021 bis 2024 zur Verfügung. Ziel des Förderprogramms ist es, Projekte mit hoher Wirksamkeit für Klimaschutz, CO2-Minderung und Klimaanpassung zu unterstützen. Mit der Umsetzung und Begleitung des Programms hat das Bundesinnenministerium das Bundesinstitut für Bau‑, Stadt- und Raumforschung beauftragt.
„Die Sanierung der Kirche St. Getreu kommt damit ein gutes Stück voran”, erklärt Silberhorn. 2020 hat der Bund bereits 7,9 Millionen Euro aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Prof. Dr. Monika Grütters, bereitgestellt. „Die erneute Förderung durch den Bund ist aufgrund akut nötiger Sanierungsarbeiten gerechtfertigt, wobei Nachhaltigkeit und energetische Sanierung im Fokus stehen”, freut sich der Abgeordnete.
Die barocke Kirche Sankt Getreu entstand zwischen 1652 und 1732 nach den Plänen Justus Heinrich Dientzenhofers. Sie zählt heute zu den bedeutendsten barocken Sakralbauten in Bayern.