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Stadt Bamberg - Page 29

„Ihnen ste­hen alle Türen offen“

Aus­zeich­nun­gen für die bes­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Schuljahrs

Land­rat Johann Kalb und Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp haben die bes­ten Bam­ber­ger Schü­le­rin­nen und Schü­ler des zurück­lie­gen­den Schul­jahrs aus­ge­zeich­net. „Ihnen ste­hen alle Türen offen“, sag­te Kalb.

Knapp 100 Schü­le­rin­nen und Schü­ler von Mit­tel- und Real­schu­len, Gym­na­si­en, Fach­ober­schu­len, Fach­aka­de­mien, Wirt­schafts­schu­len, Berufs­fach­schu­len, Fach­schu­len und Berufs­ober­schu­len aus Stadt und Land­kreis Bam­berg wur­den in der letz­ten Schul­wo­che vor den Feri­en im Kul­tur­bo­den Hall­stadt für ihre Leis­tun­gen im zurück­lie­gen­den Schul­jahr aus­ge­zeich­net, so das Land­rats­amt in einer Mitteilung.

„Ihnen ste­hen alle Türen offen“, sag­te Land­rat Johann Kalb bei der Aus­zeich­nung der bes­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Zwar sei die Zahl der hie­si­gen Schul­ab­sol­ven­tin­nen und ‑absol­ven­ten in den letz­ten zehn Jah­ren von rund 6.500 auf 5.000 gesun­ken. Die Zahl der Aus­bil­dungs­ver­trä­ge stieg aller­dings um mehr als 200 auf 3.600. Viel­fäl­ti­ger gewor­den sei zudem das Studienangebot.

Bam­bergs Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp lob­te die Leis­tun­gen der Schü­le­rin­nen und Schü­ler. „Ihr habt wahn­sin­nig viel gelernt und super Resul­ta­te erzielt. Ler­nen bringt die Men­schen wei­ter. Gera­de in Zei­ten des Fach­kräf­te­man­gels brau­chen wir Leu­te, die gern ler­nen, die neu­gie­rig und wis­sens­durs­tig sind, die ihre Talen­te ent­fal­ten und vie­le Kom­pe­ten­zen erwer­ben. Ihnen gehört die Zukunft. Denn Wis­sen ist eine Ressource.“

Auch Mag­da­le­na Thienel, die stell­ver­tre­tend für die Schü­ler­schaft Wor­te ans Publi­kum rich­te­te, for­der­te ihre Mit­ab­sol­ven­tin­nen und ‑absol­ven­ten auf, in der Schu­le erwor­be­nes Wis­sen und Fähig­kei­ten mit Herz und Ver­stand im eige­nen Leben ein­zu­set­zen. „In der Schu­le haben wir den Grund­stein für unse­re Bil­dung gelegt bekom­men, aber nun liegt es eben an uns, was wir dar­aus machen. Denn schließ­lich haben wir ja nicht für die Schu­le gelernt, son­dern für das Leben.“

Vom Was­ser­scha­den zur Gefriertrocknung

490 Kilo­gramm durch­feuch­te­tes Archiv­gut gerettet

Feu­er, Schäd­lin­ge und Was­ser sind die natür­li­chen Fein­de eines Archivs. Ein Was­ser­scha­den im Stadt­ar­chiv Bam­berg in der Unte­ren Sand­stra­ße Mit­te ver­gan­ge­ner Woche ließ des­we­gen den Puls des Archiv­lei­ters Horst Geh­rin­ger rasch in die Höhe schie­ßen. Ursa­che war ein Defekt in der Kli­maan­lan­ge im Dach­ge­schoss, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt, infol­ge­des­sen 490 Kilo­gramm Archiv­gut zu einer Fir­ma gebracht wur­den, die unter ande­rem auf die Gefrier­trock­nung von Unter­la­gen spe­zia­li­siert sei.

Das beim Betrieb der Anla­ge erzeug­te Kon­dens­was­ser sei nicht mehr rich­tig abge­lei­tet wor­den und habe sich sei­nen Weg durch die Decken vom Dach­ge­schoss in die dar­un­ter­lie­gen­den Maga­zi­ne gesucht. Glück­li­cher­wei­se wur­de dies bei Ord­nungs­ar­bei­ten im Maga­zin rasch ent­deckt, bevor noch schlim­me­rer Scha­den ent­ste­hen konnte.

Das Immo­bi­li­en­ma­nage­ment der Stadt Bam­berg deak­ti­vier­te die Kli­ma­an­la­ge umge­hend, so dass kein wei­te­res Was­ser aus­tre­ten konn­te. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Stadt­ar­chivs waren schnell zur Stel­le, ent­fern­ten mit spe­zi­el­len Saug­schwäm­men und ‑tüchern die Feuch­tig­keit aus den Maga­zi­nen und bar­gen rund 490 Kilo­gramm Archiv­gut mit unter­schied­li­chem Durch­feuch­tungs­grad. Die geschä­dig­ten Akten wur­den ver­packt und umge­hend nach Leip­zig zu einer Fir­ma gebracht, die unter ande­rem auf die Gefrier­trock­nung von Unter­la­gen spe­zia­li­siert sei.

„Han­delt man bei Was­ser­schä­den an Büchern und Akten nicht rasch inner­halb weni­ger Stun­den, kann dies zu weit­rei­chen­den und teu­ren Fol­ge­schä­den füh­ren“, wird Horst Geh­rin­ger, Lei­ter des Stadt­ar­chivs, zitiert. Die Papier­sei­ten in Buch- oder Akten­be­stän­den kle­ben zusam­men, Bin­dun­gen und Ein­bän­de ver­for­men sich. Schlim­mer aber sei die Gefahr der durch die Feuch­tig­keit begüns­tig­ten Aus­brei­tung von Mikro­or­ga­nis­men wie Schim­mel­pil­zen. Die­se las­sen sich, wenn über­haupt, oft nur mit erheb­li­chem finan­zi­el­len Auf­wand repa­rie­ren. Noch gra­vie­ren­der kön­ne die gesund­heit­li­che Gefähr­dung von Mit­ar­bei­tern und Benut­zern sein.

In etwa 6 Wochen wird das Archiv­gut zurückerwartet

„Durch das rasche Ein­frie­ren kann ein Fort­schrei­ten die­ses Pro­zes­ses gestoppt und die Feuch­tig­keit besei­tigt wer­den“, so Geh­rin­ger weiter.

Das beherz­te Ein­grei­fen aller an die­sem Tag anwe­sen­den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter sei ein Segen für die Stadt Bam­berg gewe­sen. Das Anhal­ten des Was­ser­zu­flus­ses, die Abde­ckung von Rega­len, die Ber­gung und trans­port­ge­rech­te Ver­pa­ckung inklu­si­ve der Doku­men­ta­ti­on und des Abwie­gens der Unter­la­gen sei­en wesent­li­che Fak­to­ren für das wei­te­re Ver­fah­ren gewe­sen. Nur damit habe im Kon­takt mit ent­spre­chen­den Fir­men die Trans­port- und Gefrier­ka­pa­zi­tät ermit­telt und bereit­ge­stellt wer­den können.

Inzwi­schen wur­den die Unter­la­gen in Leip­zig bei minus 20 Grad tief­ge­fro­ren. Danach erfol­ge ein behut­sa­mes Auf­tau­en. Bei einem bestimm­ten Unter­druck wer­de die Feuch­tig­keit ent­zo­gen. Dabei wer­de der fes­te Zustand (Eis) unmit­tel­bar in Was­ser­dampf umge­wan­delt, der dann abge­saugt wird. Wenn alles gut gehe, wür­den die rund 490 kg Archiv­gut, das ori­gi­na­les und uni­ka­les Kul­tur­gut dar­stel­le, nach rund sechs Wochen wie­der aus Leip­zig zurückerwartet.

„Das Stadt­ar­chiv ist einer der Hüter unse­res kul­tu­rel­len Erbes. Ein Was­ser­scha­den birgt immer auch die Gefahr eines gro­ßen imma­te­ri­el­len Scha­dens. Ich dan­ke Horst Geh­rin­ger und sei­nen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern im Stadt­ar­chiv, die sofort die Ärmel hoch­ge­krem­pelt und zuge­packt haben, um grö­ße­ren Scha­den zu ver­hin­dern“, zeig­te sich Kul­tur­re­fe­ren­tin Sie­ben­haar erleich­tert ange­sichts der ins­ge­samt noch eini­ger­ma­ßen glimpf­lich ver­lau­fe­nen Not­fall­si­tua­ti­on im Stadtarchiv.

Das Stadt­ar­chiv Bam­berg ist das Gedächt­nis der Stadt­ver­wal­tung und der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Es ist zugleich die städ­ti­sche Fach­dienst­stel­le für alle Fra­gen zur Stadt­ge­schich­te. In die Zustän­dig­keit des Stadt­ar­chivs fällt die Bewer­tung der amt­li­chen Unter­la­gen sämt­li­cher städ­ti­scher Ein­rich­tun­gen, wenn die­se Unter­la­gen nach Ablauf der recht­li­chen Auf­be­wah­rungs­fris­ten nicht mehr benö­tigt wer­den. Nach die­ser Bewer­tung ent­schei­det das Stadt­ar­chiv, ob die Unter­la­gen als archiv­wür­dig im Sin­ne des Archiv­ge­set­zes dau­er­haft archi­viert oder aber daten­schutz­kon­form ver­nich­tet wer­den. Zusam­men mit Unter­la­gen pri­va­ter Her­kunft steht das Archiv­gut für alle recht­li­chen Anfra­gen, zum Bei­spiel für Recher­chen zu Gebäu­den, Ren­ten­re­cher­chen, Erben­er­mitt­lun­gen et cete­ra, aber auch für wis­sen­schaft­li­che oder hei­mat­kund­li­che Anfra­gen nach Maß­ga­be der archiv­ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten zur Verfügung.

Wei­ter­ent­wick­lung des Pro­jekts „Eltern – ver­ste­hen – Schule“ 

Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler auch an Kitas

Ehren­amt­li­che Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler unter­stüt­zen ab dem neu­en Kin­der­gar­ten­jahr die inter­kul­tu­rel­le Eltern­ar­beit an den Kitas in der Bil­dungs­re­gi­on Bam­berg, wie die Stadt Bam­berg und das Land­rats­amt Bam­berg mit­tei­len. Seit dem Schul­jahr 2019/​/​20 sind sie bereits an den Grund‑, Mit­tel- und För­der­schu­len im Einsatz.

Die Kul­tur- und Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler mit eige­nem Migra­ti­ons­hin­ter­grund hel­fen einer­seits den Kitas dabei, die Eltern in ihrer indi­vi­du­el­len Lebens­si­tua­ti­on zu ver­ste­hen. Ande­rer­seits ler­nen auch Eltern mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund das baye­ri­sche Betreu­ungs- und Bil­dungs­sys­tem und ihre Rol­le als Eltern dar­in bes­ser kennen.

Die Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler kön­nen bei wich­ti­gen Eltern­ge­sprä­chen oder Eltern­aben­den als Unter­stüt­zung ange­fragt wer­den und infor­mie­ren in nied­rig­schwel­li­gen Eltern­work­shops über das Bil­dungs­sys­tem in Bay­ern. In den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen ver­mit­teln sie kul­tur­be­ding­te Unter­schie­de und bau­en mög­li­che Vor­ur­tei­le und Bar­rie­ren zwi­schen päd­ago­gi­schen Fach­kräf­ten und den Fami­li­en ab. Sprach­lich und kul­tu­rell beding­te Miss­ver­ständ­nis­se auf bei­den Sei­ten wer­den so reduziert.

Damit setzt das Pro­jekt künf­tig schon bei den Jüngs­ten an und ver­bes­sert dadurch deren Bil­dungs- und Teil­ha­be­chan­cen frühzeitig. 

Dafür haben eini­ge der bereits umfang­reich qua­li­fi­zier­ten Ehren­amt­li­chen im Som­mer eine zusätz­li­che Schu­lung zum The­ma Kitaall­tag und Über­gang Kita-Schu­le durch­lau­fen. Im AWO Kin­der­haus am Sta­di­on gab Lei­te­rin Hei­ke Beh­rens den 17 Teil­neh­men­den einen anschau­li­chen und infor­ma­ti­ven Ein­blick in die The­men und Her­aus­for­de­run­gen, die bei inter­kul­tu­rel­len Eltern­ge­sprä­chen im Kita­be­reich wich­tig sind. Nun kön­nen die Ehren­amt­li­chen gut gerüs­tet Ein­sät­ze in Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen in Stadt und Land­kreis Bam­berg annehmen.

Das Pro­jekt „Eltern – ver­ste­hen – Kita“ ist eine Wei­ter­ent­wick­lung des Pro­jekts „Eltern – ver­ste­hen – Schu­le“ und ein Koope­ra­ti­ons­pro­jekt der Bil­dungs­bü­ros von Stadt und Land­kreis Bam­berg, des Migra­ti­ons­so­zi­al­diensts der AWO Kreis­ver­band Stadt und Land­kreis Bam­berg und des Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rats. Ziel ist es, zu einer gelin­gen­den Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen und Eltern mit Migra­ti­ons­ge­schich­te bei­zu­tra­gen. „Eltern – ver­ste­hen – Schu­le“ wird seit dem Schul­jahr 2019/​/​20 in der Bil­dungs­re­gi­on ange­bo­ten – zunächst mit dem Schwer­punkt auf Grund‑, Mit­tel- und För­der­schu­len. Hier wird das Ange­bot bereits sehr gut ange­nom­men und genutzt. Die fol­gen­den Spra­chen kön­nen ange­fragt wer­den: Alba­nisch, Ara­bisch, Bela­rus­sisch, Bul­ga­risch, Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Grie­chisch, Kur­disch, Per­sisch, Rumä­nisch, Rus­sisch, Tür­kisch, Ukrai­nisch. Ab sofort kön­nen Kul­tur- und Sprach­mitt­le­rin­nen und ‑mitt­ler für wich­ti­ge Ter­mi­ne von den Kitas oder von Eltern ange­fragt wer­den. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu dem Pro­jekt sind hier zu finden.

Ziel: Aus­rei­chen­de Zahl an Plätzen 

Ent­wick­lungs­plan für ganz­tä­gi­ge Bil­dung und Betreu­ung im Grundschulbereich

Ab dem Schul­jahr 2026/​/​27 wird der Rechts­an­spruch auf eine ganz­tä­gi­ge Bil­dung und Betreu­ung im Grund­schul­al­ter stu­fen­wei­se ein­ge­führt. Nun hat das Bil­dungs­bü­ro der Stadt Bam­berg die ers­te Ver­si­on vom „Ent­wick­lungs­plan Ganz­tä­gi­ge Bil­dung und Betreu­ung im Grund­schul­be­reich“ ver­öf­fent­licht, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Fami­li­en haben in nähe­rer Zukunft ein Recht dar­auf, dass ihr Kind wäh­rend der Schul­zeit von Mon­tag bis Frei­tag in einem Umfang von acht Stun­den täg­lich betreut wird. Die Unter­richts­zeit ist mit ein­ge­rech­net. Auch in den Feri­en muss dann bis auf eine Schließ­zeit von vier Wochen eine Betreu­ung gewähr­leis­tet sein. Eine Pflicht, die­ses Ange­bot in Anspruch zu neh­men, gibt es nicht. Ziel ist es, die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf zu ver­bes­sern und gleich­zei­tig Bil­dungs­chan­cen zu erhöhen.

Bay­ern hinkt mit einer Betreu­ungs­quo­te von aktu­ell 56 % im Schul­jahr 2022/​/​23 im bun­des­wei­ten Ver­gleich hin­ter­her. Der Bund hat nun För­der­mit­tel in Mil­li­ar­den­hö­he zur Schaf­fung wei­te­rer Plät­ze zur Ver­fü­gung gestellt. In Bay­ern war­ten die Kom­mu­nen aller­dings noch auf die Ver­öf­fent­li­chung der För­der­richt­li­nie durch das Staats­mi­nis­te­ri­um für Fami­lie, Arbeit und Sozia­les und des Staat­mi­nis­te­ri­ums für Unter­richt und Kultus.


Viel­falt an For­men der Betreuung

In der ers­ten Ver­si­on vom „Ent­wick­lungs­plan Ganz­tä­gi­ge Bil­dung und Betreu­ung im Grund­schul­be­reich“, die das Bil­dungs­bü­ro der Stadt Bam­berg ver­öf­fent­licht hat, wer­de, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt, der aktu­el­le Sach­stand berich­tet, die Bedarfs­pro­gno­se vor­ge­stellt und Maß­nah­men zur Umset­zung vor­ge­schla­gen. Vier Grund­satz­ent­schei­dun­gen und damit ver­bun­de­ne Hand­lungs­emp­feh­lun­gen habe der Stadt­rat in sei­ner Juli-Sit­zung bereits ein­stim­mig verabschiedet.

Die Betreu­ungs­quo­te in Bam­berg lie­ge dem­nach aktu­ell bei 62,4 %. Die Bevöl­ke­rung in der Stadt und ins­be­son­de­re in der Alters­grup­pe der 6–10-Jährigen wach­se ste­tig an und die meis­ten Schu­len stie­ßen räum­lich an ihre Gren­zen. Gleich­wohl exis­tie­re bereits jetzt eine Viel­falt an For­men der Betreu­ung: Mit­tags­be­treu­ung, Offe­ne Ganz­tags­an­ge­bo­te oder Hor­te mit unter­schied­li­chen Vor­aus­set­zun­gen und Ansprü­chen, die den unter­schied­li­chen Bedürf­nis­sen der Fami­li­en entgegenkommen.


Seit Okto­ber 2021 arbei­tet das Bil­dungs­bü­ro der Stadt Bam­berg an der Umset­zung des Rechts­an­spruchs auf ganz­tä­gi­ge Bil­dung und Betreu­ung. Es ist zustän­dig für die Pla­nung und Pro­zess­be­glei­tung des Aus­baus. In zahl­rei­chen Tref­fen in Gre­mi­en und Gesprä­chen mit den Betei­lig­ten koor­di­niert das Bil­dungs­bü­ro die Anstren­gun­gen der ver­schie­de­nen Akteu­re, zum Bei­spiel Grund­schu­len, Trä­ger von Offe­nen Ganz­tags­an­ge­bo­ten, Hor­ten oder Mit­tags­be­treu­ung, Schul­amt, Immo­bi­li­en­ma­nage­ment oder Schul­ver­wal­tungs­amt. Ziel ist es, aus­rei­chend Plät­ze in einer qua­li­täts­vol­len ganz­tä­gi­gen Betreu­ung zu schaffen.


Cir­ca 750 zusätz­li­che Plät­ze für Kin­der im Grundschulalter

So sol­len in der Stadt Bam­berg bis zum Jahr 2029/​/​30 cir­ca 750 zusätz­li­che Plät­ze für Kin­der im Grund­schul­al­ter geschaf­fen wer­den, um die ange­streb­te Betreu­ungs­quo­te von 80 % errei­chen zu kön­nen. Da an den Schu­len schon jetzt gro­ße Platz­not herr­sche und an den meis­ten Stand­or­ten, auf­grund von Bau­pro­jek­ten ins­be­son­de­re in Bam­berg Ost und Bam­berg Süd, mit stei­gen­den Schü­ler­zah­len zu rech­nen sei, sol­len krea­tiv-prag­ma­ti­sche Lösun­gen gefun­den wer­den. Etwa durch Um- und Anbau­ten, die Zusam­men­ar­beit von Schu­len in soge­nann­ten Clus­tern und die mul­ti­funk­tio­na­le Nut­zung von Räu­men. Die­se sol­len bei­spiels­wei­se sowohl für den Unter­richt, als auch für die Betreu­ung am Nach­mit­tag durch eine ent­spre­chen­de Aus­stat­tung genutzt wer­den kön­nen. Eine wei­te­re Her­aus­for­de­rung stellt zudem der Fach­kräf­te­man­gel dar. Um den Rechts­an­spruch umset­zen zu kön­nen, brau­che es genü­gend Per­so­nal. In Zusam­men­ar­beit mit der Agen­tur für Arbeit, dem Jugend­amt und den Trä­gern ent­stün­den zur­zeit koor­di­niert durch das Bil­dungs­bü­ro Initia­ti­ven, um bei­spiels­wei­se den Quer­ein­stieg zu erleich­tern und päd­ago­gi­sche Beru­fe attrak­ti­ver zu machen.

Der­zeit arbei­te­ten die Mit­ar­bei­te­rin­nen des Bil­dungs­bü­ros wei­ter inten­siv in Arbeits­grup­pen und Gre­mi­en mit den ver­schie­de­nen ver­wal­tungs­in­ter­nen und exter­nen Part­nern dar­an, dass bis zum Beginn des Rechts­an­spruchs im Jahr 2026/​/​27 jeder Fami­lie, die es wün­sche, Plät­ze in einer Form der ganz­tä­gi­gen Bil­dung und Betreu­ung zur Ver­fü­gung ste­hen. Ziel sei es auch, ein Leit­bild mit Qua­li­täts­stan­dards zu ent­wi­ckeln, die für alle Ange­bots­for­men gelten.

Der „Ent­wick­lungs­plan Ganz­tä­gi­ge Bil­dung und Betreu­ung im Grund­schul­be­reich“ kann hier her­un­ter­ge­la­den werden. 

Pla­nun­gen zur Sanie­rung kön­nen starten 

„Obe­re Sand­stra­ße 20“: Zuwen­dungs­be­scheid übergeben

Ende des ver­gan­ge­nen Jah­res wur­de die Stadt Bam­berg als eine von 18 Kom­mu­nen für das Bun­des­pro­gramm „Natio­na­le Pro­jek­te des Städ­te­baus“ aus­ge­wählt. Nun wur­de der förm­li­che Zuwen­dungs­be­scheid über 6,75 Mil­lio­nen Euro bei einem Orts­ter­min am künf­ti­gen Kul­tur­haus „Obe­re Sand­stra­ße 20“ übergeben.

„Ohne die­se wich­ti­ge finan­zi­el­le För­de­rung wäre eine Sanie­rung des maro­den Gebäu­des nicht mög­lich“, beton­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, als er den Zuwen­dungs­be­scheid für das künf­ti­ge Kul­tur­haus entgegennahm.

Das Haus, in des­sen Kel­ler sich ehe­mals der Club Sound’n’Arts befun­den hat­te, steht vor auf­wen­di­gen Sanie­rungs­ar­bei­ten. Die Stadt Bam­berg hat­te es vor drei­ein­halb Jah­ren aus einem „Spe­ku­la­ti­ons­fonds“ gekauft und sich zügig an Not­si­che­rungs­maß­nah­men für die bau­fäl­li­ge Immo­bi­lie im his­to­ri­schen Stadt­kern gemacht. Ins­ge­samt sind für die Sanie­rung und Umnut­zung des Hau­ses 9 Mil­lio­nen Euro ver­an­schlagt. Den Mam­mut-Teil der Kos­ten stemmt mit 6,75 Mil­lio­nen Euro und damit 75 Pro­zent das Bun­des­pro­gramm „Natio­na­le Pro­jek­te des Städtebaus“.

„Bei der Immo­bi­lie han­delt es sich um eine der auf­wen­digs­ten Bau­maß­nah­men, die wir in Bam­berg je hatten“

Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke bedank­te sich beim Orts­ter­min bei den ört­li­chen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten, vor allem MdB Andre­as Schwarz, „einem Motor des Pro­jekts“, so Star­ke. Ein wei­te­rer För­der­mit­tel­ge­ber sind die Ober­fran­ken­stif­tung mit 900.000 Euro sowie die Baye­ri­sche Lan­des­stif­tung mit 152.000 Euro. Die Kos­ten für die Stadt Bam­berg belau­fen sich damit auf etwa 1,2 Mil­lio­nen Euro. „Ich bin mir sicher, dass sich die Anstren­gun­gen für die­se wich­ti­ge Immo­bi­lie im Her­zen der Alt­stadt loh­nen wer­den“, so Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke, der noch­mals ein kla­res Bekennt­nis zum Musik-Club im Rah­men einer künf­ti­gen Nut­zung gab.

Im Anwe­sen Obe­re Sand­stra­ße 20 sind nach Abschluss der umfang­rei­chen Sanie­rungs­maß­nah­men eine musi­ka­li­sche Club­nut­zung im Kel­ler­be­reich, ein Gas­tro­no­mie­be­trieb im Erd­ge­schoss sowie ein mul­ti­funk­tio­na­ler Ver­an­stal­tungs­saal und Büro­flä­chen für städ­ti­sche Bei­rä­te geplant. „Bei der Immo­bi­lie han­delt es sich um eine der auf­wen­digs­ten Bau­maß­nah­men, die wir in Bam­berg je hat­ten. Dank der groß­zü­gi­gen För­der­mit­tel kön­nen wir die Denk­mal­sub­stanz künf­tig vor wei­te­rem Ver­fall bewah­ren“, stell­te Käm­me­rer Bert­ram Felix fest.

Bil­dungs­re­fe­rent ver­lässt die Stadtverwaltung

„Dr. Pfeu­fer hat groß­ar­ti­ge Arbeit geleistet“

Nach acht Jah­ren bei der Stadt Bam­berg und vie­len erfolg­reich gema­nag­ten Pro­jek­ten kehrt Bil­dungs­re­fe­rent Dr. Mat­thi­as Pfeu­fer zu sei­nen beruf­li­chen Wur­zeln zurück. Aus per­sön­li­chen Grün­den stellt sich der aus­ge­bil­de­te Leh­rer zum 11. Sep­tem­ber wie­der dem Schul­dienst zur Ver­fü­gung, teilt die Stadt Bam­berg mit.

„Dr. Pfeu­fer hat im Bereich Bil­dung und Sport groß­ar­ti­ge Arbeit für die Stadt geleis­tet. Davon haben in ers­ter Linie die Bam­ber­ger Schü­le­rin­nen und Schü­ler, ihre Eltern und die zahl­rei­chen Sport-Ver­ei­ne pro­fi­tiert. Hier­für dan­ke ich ihm herz­lich“, wird Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke in einer Pres­se­mit­tei­lung der Stadt Bam­berg zitiert, der den beruf­li­chen Wech­sel „bedau­ert, aber mit Ver­ständ­nis begleitet.“

Nach acht Jah­ren bei der Stadt Bam­berg hat sich Bil­dungs­re­fe­rent Dr. Mat­thi­as Pfeu­fer ent­schie­den, ab dem neu­en Schul­jahr wie­der als Leh­rer tätig zu sein.

„Ich bli­cke auf eine inten­si­ve Zeit bei der Stadt Bam­berg zurück, in der ich viel bewe­gen und ansto­ßen konn­te. Für das Ver­trau­en, das mir in die­ser Zeit geschenkt wur­de, bin ich sehr dank­bar“, erklärt Dr. Pfeu­fer. Im Juli 2015 wur­de er als Mit­ar­bei­ter mit der Auf­ga­be ein­ge­stellt, ein Bil­dungs­bü­ro auf­zu­bau­en und über Pro­jekt­mit­tel für die Finan­zie­rung und Aus­ge­stal­tung zu sor­gen. Ab Janu­ar 2016 lei­te­te er die­ses Bil­dungs­bü­ro und über­nahm zwei Jah­re spä­ter auch die Lei­tung des Amtes Bil­dung, Schu­len und Sport. Im Juli 2020 wur­de er zusätz­lich zum Refe­ren­ten für Bil­dung, Schu­len und Sport ernannt.

Unter den zahl­rei­chen Pro­jek­ten, die Dr. Pfeu­fer gelei­tet hat, wer­den in der Mit­tei­lung der Bil­dungs­ent­wick­lungs­plan, die Aner­ken­nung als „Bil­dungs­re­gi­on in Bay­ern“ (gemein­sam mit dem Land­kreis Bam­berg), die Ein­füh­rung des ers­ten Grund­schul­ver­bun­des Bam­berg-Berg­ge­biet und der Ent­wick­lungs­plan für ganz­tä­gi­ge Bil­dung und Betreu­ung, der in zwei Wochen in der Voll­sit­zung des Stadt­rats vor­ge­stellt wird, her­vor­ge­ho­ben. Auch mit dem ESF-geför­der­ten Pro­jekt „Bil­dung inte­griert“ zum Auf­bau eines daten­ba­sier­ten kom­mu­na­len Bil­dungs­ma­nage­ments von 2016 bis 2021, das die Instal­la­ti­on des Bil­dungs­bü­ros ermög­licht hat, und dem BMBF-Pro­jekt „Kom­mu­na­le Koor­di­nie­rung der Bil­dungs­an­ge­bo­te für Neu­zu­ge­wan­der­te“ habe er Bam­berg als Bil­dungs­stand­ort wei­ter vor­an­ge­bracht. „In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ist es Dr. Pfeu­fer immer wie­der gelun­gen, wich­ti­ge stra­te­gi­sche Wei­chen­stel­lun­gen im Bil­dungs­be­reich vor­zu­neh­men. Sein Fach­wis­sen in die­sem Bereich war sehr wert­voll für uns, eben­so wie sei­ne Ver­net­zung in die Sport­welt“, erklärt Star­ke. „Beson­de­re Aner­ken­nung gebührt ihm auch für die her­vor­ra­gen­de Koor­di­na­ti­on des Host Town Pro­gram, als wir in die­sem Som­mer für vier Tage Gast­ge­ber für die Spe­cial Olym­pics-Dele­ga­ti­on aus Bah­rain sein durften.“ 

Hier fin­det sich ein Inter­view mit Dr. Pfeu­fer sowie Maxi­mi­li­an Ley, Sil­ber­me­dail­len­ge­win­ner über 10.000 Meter bei den Natio­na­len Som­mer­spie­len der Spe­cial Olym­pics Deutsch­land in Ber­lin 2022 und in die­sem Jahr Ath­le­ten­spre­cher, sowie Robert Bartsch, der mit der Idee zu und der Grün­dung von goo­kids neben der Inte­gra­ti­on sozi­al benach­tei­lig­ter Kin­der in den Sport das The­ma Inklu­si­on in Bam­berg in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in die Köp­fe der Gesell­schaft gebracht hat.

Für Ver­diens­te an der Gemeinschaft

Stadt­me­dail­le an sie­ben Bam­ber­ger Per­sön­lich­kei­ten verliehen

Die Stadt Bam­berg hat sie­ben Per­sön­lich­kei­ten aus­ge­zeich­net, die sich in den Dienst der Gemein­schaft gestellt haben. Die Stadt­me­dail­le geht die­ses Jahr an Ver­tre­te­rIn­nen des Sports, der Kir­che, der Was­ser­ret­tung, der Pan­de­mie­be­kämp­fung und der Geflüchtetenhilfe.

Ob außer­ge­wöhn­li­ches Enga­ge­ment in der Flücht­lings­hil­fe, jahr­zehn­te­lan­ges Wir­ken an der Spit­ze eines Sport­ver­eins oder zen­tra­le Steue­rung in der Coro­na-Pan­de­mie: Mit der Stadt­me­dail­le zeich­ne­te die Stadt ver­gan­ge­nen Don­ners­tag in der Kon­zert­hal­le sie­ben Per­sön­lich­kei­ten aus. „Per­sön­lich­kei­ten, die all­ge­mei­nes Anse­hen genie­ßen und sich durch beson­de­re Leis­tun­gen um das Wohl der Stadt und ihrer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger beson­de­re Ver­diens­te erwor­ben haben“, zitiert eine Mit­tei­lung aus dem Rat­haus Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke in sei­ner Ansprache.

Für die „gro­ße Lei­den­schaft, mit der sie sich in den Dienst der Gemein­schaft gestellt haben“ dank­te Star­ke zudem im Namen des Stadt­rats. Auch appel­lier­te er an alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, sich eben­falls ehren­amt­lich zu engagieren.

Trä­ge­rin­nen und Trä­ger der Stadt­me­dail­le 2023

Bam­berg hat die Stadt­me­dail­le bis­lang 100 Mal ver­ge­ben, zuletzt im Jahr 2018. In die­sem Jahr ging sie an sie­ben Persönlichkeiten.

Seit vie­len Jahr­zehn­ten enga­giert sich Man­fred Dre­scher ehren­amt­lich in viel­fäl­ti­ger Wei­se. Dem Motor­boot­club Reg­nitz-Main stand Dre­scher seit des­sen Grün­dung 43 Jah­re als Geschäfts­füh­rer vor. Eben­so war Man­fred Dre­scher 35 Jah­re aktiv im Bür­ger­ver­ein Bug, mehr als 40 Jah­ren im Stadt­ju­gend­ring Bam­berg und seit 1994 in der Johann-Strauss-Gesell­schaft e.V.

Wal­bur­ga Hepp­le ist seit März 2001 Mit­glied der Kir­chen­ver­wal­tung der Fili­al­kir­chen­stif­tung St. Urban. 2007 über­nahm sie das Amt der Kir­chen­pfle­ge­rin der Kir­chen­stif­tung. Ihr Wir­ken geht aber über das kirch­li­che Gesche­hen hin­aus. Wal­bur­ga Hepp­le habe immer wie­der Pro­jek­te vor­an­ge­trie­ben, die gro­ße gesell­schaft­li­che Rele­vanz haben, so etwa die Instal­la­ti­on einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf dem Dach der Kir­che St. Urban oder die aktu­ell lau­fen­de Gene­ral­sa­nie­rung und Erwei­te­rung des Kin­der­gar­tens St. Urban.

Ingrid Kas­per stu­dier­te an der Hoch­schu­le für Musik und Thea­ter in Mün­chen evan­ge­li­sche Kir­chen­mu­sik mit den Schwer­punkt­fä­chern Orgel­li­te­ra­tur und Chor­di­ri­gie­ren. Nach ers­ten Berufs­er­fah­run­gen als Kir­chen­mu­si­ke­rin in Nürn­berg und Meis­ter­kur­sen wur­de Ingrid Kas­per Deka­nats­kan­to­rin an der Bam­ber­ger Ste­phans­kir­che. Neben der bereits bestehen­den Kan­to­rei St. Ste­phan grün­de­te sie den Kin­der­chor und den Tee­niech­or, den Gos­pel­chor sowie den lit­ur­gi­schen Chor. Seit 2002 lei­tet sie zusätz­lich den Musi­ca-Viva­chor. Im Jahr 2016 wur­de Ingrid Kas­per zur Kir­chen­mu­sik­di­rek­to­rin ernannt. Das musi­ka­li­sche Wir­ken von Ingrid Kas­per wur­de mehr­fach aus­ge­zeich­net unter ande­rem mit dem Kul­tur­för­der­preis der Stadt Bam­berg und dem Kul­tur­preis der Oberfrankenstiftung.

Wolf­gang Rai­ner enga­giert sich außer­or­dent­lich für die Städ­te­part­ner­schaft Bam­berg-Vil­lach. Sei­ner Initia­ti­ve ist die Freund­schaft zwi­schen der DLRG Bam­berg-Gau­stadt und der Öster­rei­chi­schen Was­ser­ret­tung Vil­lach zu ver­dan­ken. Wei­ter­hin ist er inzwi­schen zu einem wich­ti­gen Ansprech­part­ner in Vil­lach gewor­den, wenn ande­re Part­ner­schafts­tref­fen anstehen.

Peter Röckel­ein wur­de bereits 1977 zum ers­ten Vor­sit­zen­den des Sport­ver­eins MTV 1882 Bam­berg e.V. gewählt. Seit­dem hat­te er die­se Auf­ga­be bis 2022 unun­ter­bro­chen inne. Als Röckel­ein den Ver­ein über­nahm, war der MTV noch ein Sport­ver­ein mit etwa 900 Mit­glie­dern und knap­per Kas­sen­la­ge. Röckel­ein aber moder­ni­sier­te den Ver­ein. So wur­den im Lau­fe der Jah­re unter ande­rem eine Ten­nis­hal­le, das Ver­eins­hau­ses mit Gast­stät­te, das Fit­ness- und Gesund­heits­zen­trum, zwei Gym­nas­tik­hal­len sowie ein Block­heiz­kraft­werk gebaut. Dadurch erhöh­te sich die Mit­glie­der­zahl auf knapp 4.000.

Prof. Dr. Micha­el Sack­mann hat die Arbeit von Stadt und Land­kreis Bam­berg in der Pan­de­mie­be­kämp­fung zwei Jah­re lang beglei­tet. Ihm ist es zu ver­dan­ken, dass die Kli­ni­ken in der Regi­on trotz höchs­ter Belas­tung durch die Pan­de­mie immer ihrem Ver­sor­gungs­auf­trag gerecht wer­den konn­ten. Sack­mann war zunächst als Chef­arzt der Infek­tio­lo­gie zustän­dig für Covid-Pati­en­ten auf Nor­mal­sta­ti­on. Als dann das Amt des kran­ken­haus­ko­or­di­nie­ren­den Arz­tes geschaf­fen wur­de, über­nahm er die Ver­ant­wor­tung für die Pati­en­ten­strö­me in Stadt und Land­kreis Bam­berg. Sei­ne Kom­pe­tenz, sein diplo­ma­ti­sches Geschick und sein Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent haben ent­schei­den­den Ein­fluss auf die Kri­sen­be­wäl­ti­gung gehabt.

Dr. Joel­le Vor­mann-Pfei­fer ist Seit 2012 in viel­fäl­ti­ger Wei­se im Migran­tin­nen- und Migran­ten­bei­rat der Stadt Bam­berg tätig. Frau­en mit Migra­ti­ons­ge­schich­te zu unter­stüt­zen, sowie ihre Ver­net­zung und den Dia­log jen­seits eth­ni­scher und reli­giö­ser Gren­zen zu stär­ken, sind für sie eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit. Durch ihre Mit­glied­schaft beim Ver­ein „Freund statt fremd“ stellt sie zudem ein ver­bin­den­des Glied zwi­schen dem Bei­rat, „Freund statt fremd“, der Bam­ber­ger Mahn­wa­che Asyl und Geflüch­te­ten dar.

Trotz Minus­gra­den

Stadt Bam­berg: Eis­flä­chen nicht betreten

Die Stadt Bam­berg warnt davor, Eis­flä­chen auf Gewäs­sern zu betre­ten. Trotz aktu­el­lem Dau­er­frost sei deren Trag­fä­hig­keit noch nicht ausreichend.

Unge­wöhn­lich früh herrscht in die­sem Win­ter erst­mals Dau­er­frost. Bis Ende der Woche sol­len die Tem­pe­ra­tu­ren auch tags­über nicht über den Gefrier­punkt klet­tern. Ent­spre­chend haben sich auf den Wei­hern im Stadt­ge­biet bereits dün­ne Eis­flä­chen gebildet.

Doch hier hat die Stadt in einer Mit­tei­lung eine kla­re War­nung aus­ge­spro­chen. Momen­tan wei­sen die Gewäs­ser eine Eis­stär­ke von gera­de ein­mal drei Zen­ti­me­tern auf. Eine aus­rei­chen­de Trag­fä­hig­keit ist damit noch nicht gewährleistet.

Als Min­dest­stär­ke gilt eine kon­stan­te, geschlos­se­ne Eis­schicht von min­des­tens 15 Zen­ti­me­tern. Nach­dem bereits Anfang kom­men­der Woche mit deut­lich mil­de­ren Tem­pe­ra­tu­ren gerech­net wird, dürf­te sich eine sol­che trag­fä­hi­ge Eis­schicht in nächs­ter Zeit auch nicht ausbilden.

Vor­sicht beim Betre­ten von Eis

Die Grün­an­la­gen-Abtei­lung der Bam­ber­ger Ser­vice Betrie­be prüft in regel­mä­ßi­gen Abstän­den die Eis­stär­ke auf dem Hain­wei­her, dem Syl­va­ner­see in Gau­stadt, dem Wei­her am Höfe­ner Weg und dem Eichel­see in Wil­densorg. Erst wenn die­se Gewäs­ser die kon­stan­te, geschlos­se­ne Eis­schicht von min­des­tens 15 Zen­ti­me­ter errei­chen, gibt sie das Gar­ten­amt frei.

Grund­sätz­lich gilt: Beson­ders zu Beginn von Frost­pe­ri­oden soll­te man Eis­flä­chen nur mit gro­ßer Vor­sicht betre­ten. Auch wenn Gewäs­ser mit einer geschlos­se­nen Eis­schicht über­zo­gen sind, kann es sein, dass sie noch nicht aus­rei­chend trag­fä­hig sind, um gefahr­los betre­ten wer­den zu kön­nen. Vor dem Betre­ten von Eis­flä­chen soll­te man sich des­halb unbe­dingt von deren Trag­fä­hig­keit überzeugen.

Die Eis­schicht auf einem See kann unter­schied­li­che Stär­ken auf­wei­sen. So ist im Bereich von Zu- oder Abflüs­sen, von Strö­mun­gen, am Ufer oder auf schnee­be­deck­ten Eis­flä­chen höchs­te Vor­sicht gebo­ten. An die­sen Stel­len ist die Eis­schicht oft dünner.

Wil­densorg

Pilot­pro­jekt mit gel­ben Ton­nen star­tet zum Jahreswechsel

In den kom­men­den Tagen star­tet in Wil­densorg ein Pilot­pro­jekt. Ab dem Jah­res­wech­sel sol­len in gel­ben Ton­nen Ver­pa­ckungs­ab­fäl­le aus Kunst­stoff oder Dosen gesam­melt und der gel­be Sack erset­zen werden.

Das Pilot­pro­jekt mit gel­ben Ton­nen soll zunächst für die kom­men­den drei Jah­re lau­fen. Die­se wür­den, so eine Mit­tei­lung des Rat­hau­ses, wie bis­her die gel­ben Säcke, auch alle 14 Tage geleert wer­den. Mit dem Pro­jekt möch­te die Stadt her­aus­zu­fin­den, wel­che Erfah­run­gen die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner Wil­densorgs mit den Ton­nen machen, und ob mit ihnen die gel­ben Säcke mög­li­cher­wei­se lang­fris­tig ersetzt wer­den können.

Bis zum 31. Janu­ar 2023 wird die Müll­ab­fuhr auch noch gel­be Säcke mit­neh­men. Ab dem 1. Febru­ar 2023 ent­leert sie nur noch die Tonnen.

Damit kei­ne Abfäl­le in den Ton­nen lan­den, die nicht zu Leicht­ver­pa­ckun­gen und Dosen zäh­len, sind auf den gel­ben Deckeln der Ton­nen alle Ver­kaufs­ver­pa­ckun­gen, die ein­ge­wor­fen wer­den kön­nen, eingeprägt.

Soll­ten ein­zel­ne Haus­hal­te bis zum 19. Dezem­ber noch kei­ne der neu­en Ton­nen erhal­ten haben, wür­den die­se laut Rat­haus bis zum 31. Dezem­ber nach­ge­lie­fert. Betrof­fe­ne Haus­hal­te kön­nen sich in die­sem Fall an das Unter­neh­men Remon­dis wen­den, das die Ton­nen bereitstellt.

Bevöl­ke­rungs­wachs­tum

Bam­berg nähert sich 80.000 Ein­woh­ne­rin­nen und Einwohnern

Die Stadt Bam­berg wächst und könn­te bald 80.000 Ein­woh­ne­rIn­nen haben. Ein Grund für den Bevöl­ke­rungs­an­stieg ist die Bele­gungs­zahl des Anker­zen­trums. OB Star­ke for­dert des­halb eine gleich­mä­ßi­ge­re Ver­tei­lung der Geflüch­te­ten. SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Kunt­ke erwägt, gegen die Staats­re­gie­rung zu klagen.

Die Zahl der Men­schen, die in Bam­berg leben, bewegt sich auf die 80.000-Marke zu. Das hat die Stadt am 29. Sep­tem­ber mit­ge­teilt. Für 2021 hat­te das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik noch 77.749 Ein­woh­ne­rIn­nen in Bam­berg gezählt. Zum Stich­tag am 30. Juni errech­ne­te es eine Zahl von 79.034 Men­schen. Das ist der höchs­te Wert in der Geschich­te der Stadt und ent­spricht einer Zunah­me von 1.285 Per­so­nen inner­halb eines hal­ben Jahres.

Wie die Ver­tei­lung der Geschlech­ter zeigt, ist Bam­berg dabei eher weib­lich geprägt. So leben aktu­ell etwa 2300 Frau­en (gesamt 40.676) mehr in der Stadt als Män­ner (38.358).

„Beob­ach­ten die­se Ent­wick­lung mit Sorge“

Wie kommt es zu dem signi­fi­kan­ten Anstieg in der ers­ten Hälf­te des Jah­res? Die Lei­te­rin des Ein­woh­ner­mel­de­am­tes, Karo­li­ne Zapf, nennt drei Grün­de. Ers­tens sei­en unter den Neu­bür­ge­rin­nen und ‑bür­gern auch Geflüch­te­te aus der Ukrai­ne erfasst, die in Bam­berg eine Unter­kunft gefun­den haben. Zwei­tens mache sich der Aus­klang der Coro­na-Pan­de­mie bemerk­bar, der vor allem für eine ver­stärk­te Rück­kehr von Stu­die­ren­den gesorgt hat. Und drit­tens hät­ten auch die Bele­gungs­zah­len des Anker­zen­trums Ober­fran­ken im Som­mer zugenommen.

„Die­se Ent­wick­lung beob­ach­ten wir aller­dings mit Sor­ge“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke. „Denn mitt­ler­wei­le lebt in Ober­fran­ken jeder vier­te Flücht­ling in Bam­berg. Das führt auch zu sozia­len Spannungen.“

Star­ke for­dert dar­um eine gleich­mä­ßi­ge­re Ver­tei­lung auf alle Kom­mu­nen gemäß der Asyl­durch­füh­rungs­ver­ord­nung. Sei­ne SPD-Stadt­rats­frak­ti­on geht noch einen Schritt wei­ter. In einer Mit­tei­lung wirft sie der baye­ri­schen Lan­des­re­gie­rung wegen der Über­be­le­gung des Anker­zen­trums mit mehr als 2.300 Men­schen Ver­trags­bruch vor.

Heinz Kunt­ke, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der, for­der­te dar­um, dass die Stadt, wenn die Staats­re­gie­rung kei­ne ver­trags­ge­mä­ßen Zustän­de her­stellt, den Kla­ge­weg beschrei­ten sol­le. Die Staats­re­gie­rung hät­te sich in einer Ver­ein­ba­rung vom August 2015 gegen­über der Stadt ver­pflich­tet, die Auf­nah­me­ka­pa­zi­tät des Anker­zen­trums auf maxi­mal 1.500 Men­schen zu begrenzen.

„Es kann nicht sein“, sag­te Kunt­ke, „dass der Frei­staat, wohl aus Kos­ten­grün­den, und ohne Rück­sicht auf die Men­schen im Anker­zen­trum und sei­nem Umfeld sich nicht an die Ver­ein­ba­rung hält.“

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