„Ihnen stehen alle Türen offen“
Auszeichnungen für die besten Schülerinnen und Schüler des Schuljahrs
Landrat Johann Kalb und Bürgermeister Jonas Glüsenkamp haben die besten Bamberger Schülerinnen und Schüler des zurückliegenden Schuljahrs ausgezeichnet. „Ihnen stehen alle Türen offen“, sagte Kalb.
Knapp 100 Schülerinnen und Schüler von Mittel- und Realschulen, Gymnasien, Fachoberschulen, Fachakademien, Wirtschaftsschulen, Berufsfachschulen, Fachschulen und Berufsoberschulen aus Stadt und Landkreis Bamberg wurden in der letzten Schulwoche vor den Ferien im Kulturboden Hallstadt für ihre Leistungen im zurückliegenden Schuljahr ausgezeichnet, so das Landratsamt in einer Mitteilung.
„Ihnen stehen alle Türen offen“, sagte Landrat Johann Kalb bei der Auszeichnung der besten Schülerinnen und Schüler. Zwar sei die Zahl der hiesigen Schulabsolventinnen und ‑absolventen in den letzten zehn Jahren von rund 6.500 auf 5.000 gesunken. Die Zahl der Ausbildungsverträge stieg allerdings um mehr als 200 auf 3.600. Vielfältiger geworden sei zudem das Studienangebot.
Bambergs Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp lobte die Leistungen der Schülerinnen und Schüler. „Ihr habt wahnsinnig viel gelernt und super Resultate erzielt. Lernen bringt die Menschen weiter. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels brauchen wir Leute, die gern lernen, die neugierig und wissensdurstig sind, die ihre Talente entfalten und viele Kompetenzen erwerben. Ihnen gehört die Zukunft. Denn Wissen ist eine Ressource.“
Auch Magdalena Thienel, die stellvertretend für die Schülerschaft Worte ans Publikum richtete, forderte ihre Mitabsolventinnen und ‑absolventen auf, in der Schule erworbenes Wissen und Fähigkeiten mit Herz und Verstand im eigenen Leben einzusetzen. „In der Schule haben wir den Grundstein für unsere Bildung gelegt bekommen, aber nun liegt es eben an uns, was wir daraus machen. Denn schließlich haben wir ja nicht für die Schule gelernt, sondern für das Leben.“
Das könnte Sie auch interessieren...
Vom Wasserschaden zur Gefriertrocknung
490 Kilogramm durchfeuchtetes Archivgut gerettet
Feuer, Schädlinge und Wasser sind die natürlichen Feinde eines Archivs. Ein Wasserschaden im Stadtarchiv Bamberg in der Unteren Sandstraße Mitte vergangener Woche ließ deswegen den Puls des Archivleiters Horst Gehringer rasch in die Höhe schießen. Ursache war ein Defekt in der Klimaanlange im Dachgeschoss, wie die Stadt Bamberg mitteilt, infolgedessen 490 Kilogramm Archivgut zu einer Firma gebracht wurden, die unter anderem auf die Gefriertrocknung von Unterlagen spezialisiert sei.
Das beim Betrieb der Anlage erzeugte Kondenswasser sei nicht mehr richtig abgeleitet worden und habe sich seinen Weg durch die Decken vom Dachgeschoss in die darunterliegenden Magazine gesucht. Glücklicherweise wurde dies bei Ordnungsarbeiten im Magazin rasch entdeckt, bevor noch schlimmerer Schaden entstehen konnte.
Das Immobilienmanagement der Stadt Bamberg deaktivierte die Klimaanlage umgehend, so dass kein weiteres Wasser austreten konnte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtarchivs waren schnell zur Stelle, entfernten mit speziellen Saugschwämmen und ‑tüchern die Feuchtigkeit aus den Magazinen und bargen rund 490 Kilogramm Archivgut mit unterschiedlichem Durchfeuchtungsgrad. Die geschädigten Akten wurden verpackt und umgehend nach Leipzig zu einer Firma gebracht, die unter anderem auf die Gefriertrocknung von Unterlagen spezialisiert sei.
„Handelt man bei Wasserschäden an Büchern und Akten nicht rasch innerhalb weniger Stunden, kann dies zu weitreichenden und teuren Folgeschäden führen“, wird Horst Gehringer, Leiter des Stadtarchivs, zitiert. Die Papierseiten in Buch- oder Aktenbeständen kleben zusammen, Bindungen und Einbände verformen sich. Schlimmer aber sei die Gefahr der durch die Feuchtigkeit begünstigten Ausbreitung von Mikroorganismen wie Schimmelpilzen. Diese lassen sich, wenn überhaupt, oft nur mit erheblichem finanziellen Aufwand reparieren. Noch gravierender könne die gesundheitliche Gefährdung von Mitarbeitern und Benutzern sein.
In etwa 6 Wochen wird das Archivgut zurückerwartet
„Durch das rasche Einfrieren kann ein Fortschreiten dieses Prozesses gestoppt und die Feuchtigkeit beseitigt werden“, so Gehringer weiter.
Das beherzte Eingreifen aller an diesem Tag anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei ein Segen für die Stadt Bamberg gewesen. Das Anhalten des Wasserzuflusses, die Abdeckung von Regalen, die Bergung und transportgerechte Verpackung inklusive der Dokumentation und des Abwiegens der Unterlagen seien wesentliche Faktoren für das weitere Verfahren gewesen. Nur damit habe im Kontakt mit entsprechenden Firmen die Transport- und Gefrierkapazität ermittelt und bereitgestellt werden können.
Inzwischen wurden die Unterlagen in Leipzig bei minus 20 Grad tiefgefroren. Danach erfolge ein behutsames Auftauen. Bei einem bestimmten Unterdruck werde die Feuchtigkeit entzogen. Dabei werde der feste Zustand (Eis) unmittelbar in Wasserdampf umgewandelt, der dann abgesaugt wird. Wenn alles gut gehe, würden die rund 490 kg Archivgut, das originales und unikales Kulturgut darstelle, nach rund sechs Wochen wieder aus Leipzig zurückerwartet.
„Das Stadtarchiv ist einer der Hüter unseres kulturellen Erbes. Ein Wasserschaden birgt immer auch die Gefahr eines großen immateriellen Schadens. Ich danke Horst Gehringer und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Stadtarchiv, die sofort die Ärmel hochgekrempelt und zugepackt haben, um größeren Schaden zu verhindern“, zeigte sich Kulturreferentin Siebenhaar erleichtert angesichts der insgesamt noch einigermaßen glimpflich verlaufenen Notfallsituation im Stadtarchiv.
Das Stadtarchiv Bamberg ist das Gedächtnis der Stadtverwaltung und der Bürgerinnen und Bürger. Es ist zugleich die städtische Fachdienststelle für alle Fragen zur Stadtgeschichte. In die Zuständigkeit des Stadtarchivs fällt die Bewertung der amtlichen Unterlagen sämtlicher städtischer Einrichtungen, wenn diese Unterlagen nach Ablauf der rechtlichen Aufbewahrungsfristen nicht mehr benötigt werden. Nach dieser Bewertung entscheidet das Stadtarchiv, ob die Unterlagen als archivwürdig im Sinne des Archivgesetzes dauerhaft archiviert oder aber datenschutzkonform vernichtet werden. Zusammen mit Unterlagen privater Herkunft steht das Archivgut für alle rechtlichen Anfragen, zum Beispiel für Recherchen zu Gebäuden, Rentenrecherchen, Erbenermittlungen et cetera, aber auch für wissenschaftliche oder heimatkundliche Anfragen nach Maßgabe der archivgesetzlichen Vorschriften zur Verfügung.
Das könnte Sie auch interessieren...
Weiterentwicklung des Projekts „Eltern – verstehen – Schule“
Kultur- und Sprachmittlerinnen und ‑mittler auch an Kitas
Ehrenamtliche Kultur- und Sprachmittlerinnen und ‑mittler unterstützen ab dem neuen Kindergartenjahr die interkulturelle Elternarbeit an den Kitas in der Bildungsregion Bamberg, wie die Stadt Bamberg und das Landratsamt Bamberg mitteilen. Seit dem Schuljahr 2019//20 sind sie bereits an den Grund‑, Mittel- und Förderschulen im Einsatz.
Die Kultur- und Kultur- und Sprachmittlerinnen und ‑mittler mit eigenem Migrationshintergrund helfen einerseits den Kitas dabei, die Eltern in ihrer individuellen Lebenssituation zu verstehen. Andererseits lernen auch Eltern mit Migrationshintergrund das bayerische Betreuungs- und Bildungssystem und ihre Rolle als Eltern darin besser kennen.
Die Kultur- und Sprachmittlerinnen und ‑mittler können bei wichtigen Elterngesprächen oder Elternabenden als Unterstützung angefragt werden und informieren in niedrigschwelligen Elternworkshops über das Bildungssystem in Bayern. In den Bildungseinrichtungen vermitteln sie kulturbedingte Unterschiede und bauen mögliche Vorurteile und Barrieren zwischen pädagogischen Fachkräften und den Familien ab. Sprachlich und kulturell bedingte Missverständnisse auf beiden Seiten werden so reduziert.
Damit setzt das Projekt künftig schon bei den Jüngsten an und verbessert dadurch deren Bildungs- und Teilhabechancen frühzeitig.
Dafür haben einige der bereits umfangreich qualifizierten Ehrenamtlichen im Sommer eine zusätzliche Schulung zum Thema Kitaalltag und Übergang Kita-Schule durchlaufen. Im AWO Kinderhaus am Stadion gab Leiterin Heike Behrens den 17 Teilnehmenden einen anschaulichen und informativen Einblick in die Themen und Herausforderungen, die bei interkulturellen Elterngesprächen im Kitabereich wichtig sind. Nun können die Ehrenamtlichen gut gerüstet Einsätze in Kindertageseinrichtungen in Stadt und Landkreis Bamberg annehmen.
Das Projekt „Eltern – verstehen – Kita“ ist eine Weiterentwicklung des Projekts „Eltern – verstehen – Schule“ und ein Kooperationsprojekt der Bildungsbüros von Stadt und Landkreis Bamberg, des Migrationssozialdiensts der AWO Kreisverband Stadt und Landkreis Bamberg und des Migrantinnen- und Migrantenbeirats. Ziel ist es, zu einer gelingenden Kommunikation zwischen Kindertageseinrichtungen und Eltern mit Migrationsgeschichte beizutragen. „Eltern – verstehen – Schule“ wird seit dem Schuljahr 2019//20 in der Bildungsregion angeboten – zunächst mit dem Schwerpunkt auf Grund‑, Mittel- und Förderschulen. Hier wird das Angebot bereits sehr gut angenommen und genutzt. Die folgenden Sprachen können angefragt werden: Albanisch, Arabisch, Belarussisch, Bulgarisch, Englisch, Französisch, Griechisch, Kurdisch, Persisch, Rumänisch, Russisch, Türkisch, Ukrainisch. Ab sofort können Kultur- und Sprachmittlerinnen und ‑mittler für wichtige Termine von den Kitas oder von Eltern angefragt werden. Weitere Informationen zu dem Projekt sind hier zu finden.
Das könnte Sie auch interessieren...
Ziel: Ausreichende Zahl an Plätzen
Entwicklungsplan für ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulbereich
Ab dem Schuljahr 2026//27 wird der Rechtsanspruch auf eine ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulalter stufenweise eingeführt. Nun hat das Bildungsbüro der Stadt Bamberg die erste Version vom „Entwicklungsplan Ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulbereich“ veröffentlicht, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Familien haben in näherer Zukunft ein Recht darauf, dass ihr Kind während der Schulzeit von Montag bis Freitag in einem Umfang von acht Stunden täglich betreut wird. Die Unterrichtszeit ist mit eingerechnet. Auch in den Ferien muss dann bis auf eine Schließzeit von vier Wochen eine Betreuung gewährleistet sein. Eine Pflicht, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen, gibt es nicht. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und gleichzeitig Bildungschancen zu erhöhen.
Bayern hinkt mit einer Betreuungsquote von aktuell 56 % im Schuljahr 2022//23 im bundesweiten Vergleich hinterher. Der Bund hat nun Fördermittel in Milliardenhöhe zur Schaffung weiterer Plätze zur Verfügung gestellt. In Bayern warten die Kommunen allerdings noch auf die Veröffentlichung der Förderrichtlinie durch das Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und des Staatministeriums für Unterricht und Kultus.
Vielfalt an Formen der Betreuung
In der ersten Version vom „Entwicklungsplan Ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulbereich“, die das Bildungsbüro der Stadt Bamberg veröffentlicht hat, werde, wie die Stadt Bamberg mitteilt, der aktuelle Sachstand berichtet, die Bedarfsprognose vorgestellt und Maßnahmen zur Umsetzung vorgeschlagen. Vier Grundsatzentscheidungen und damit verbundene Handlungsempfehlungen habe der Stadtrat in seiner Juli-Sitzung bereits einstimmig verabschiedet.
Die Betreuungsquote in Bamberg liege demnach aktuell bei 62,4 %. Die Bevölkerung in der Stadt und insbesondere in der Altersgruppe der 6–10-Jährigen wachse stetig an und die meisten Schulen stießen räumlich an ihre Grenzen. Gleichwohl existiere bereits jetzt eine Vielfalt an Formen der Betreuung: Mittagsbetreuung, Offene Ganztagsangebote oder Horte mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Ansprüchen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Familien entgegenkommen.
Seit Oktober 2021 arbeitet das Bildungsbüro der Stadt Bamberg an der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Bildung und Betreuung. Es ist zuständig für die Planung und Prozessbegleitung des Ausbaus. In zahlreichen Treffen in Gremien und Gesprächen mit den Beteiligten koordiniert das Bildungsbüro die Anstrengungen der verschiedenen Akteure, zum Beispiel Grundschulen, Träger von Offenen Ganztagsangeboten, Horten oder Mittagsbetreuung, Schulamt, Immobilienmanagement oder Schulverwaltungsamt. Ziel ist es, ausreichend Plätze in einer qualitätsvollen ganztägigen Betreuung zu schaffen.
Circa 750 zusätzliche Plätze für Kinder im Grundschulalter
So sollen in der Stadt Bamberg bis zum Jahr 2029//30 circa 750 zusätzliche Plätze für Kinder im Grundschulalter geschaffen werden, um die angestrebte Betreuungsquote von 80 % erreichen zu können. Da an den Schulen schon jetzt große Platznot herrsche und an den meisten Standorten, aufgrund von Bauprojekten insbesondere in Bamberg Ost und Bamberg Süd, mit steigenden Schülerzahlen zu rechnen sei, sollen kreativ-pragmatische Lösungen gefunden werden. Etwa durch Um- und Anbauten, die Zusammenarbeit von Schulen in sogenannten Clustern und die multifunktionale Nutzung von Räumen. Diese sollen beispielsweise sowohl für den Unterricht, als auch für die Betreuung am Nachmittag durch eine entsprechende Ausstattung genutzt werden können. Eine weitere Herausforderung stellt zudem der Fachkräftemangel dar. Um den Rechtsanspruch umsetzen zu können, brauche es genügend Personal. In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, dem Jugendamt und den Trägern entstünden zurzeit koordiniert durch das Bildungsbüro Initiativen, um beispielsweise den Quereinstieg zu erleichtern und pädagogische Berufe attraktiver zu machen.
Derzeit arbeiteten die Mitarbeiterinnen des Bildungsbüros weiter intensiv in Arbeitsgruppen und Gremien mit den verschiedenen verwaltungsinternen und externen Partnern daran, dass bis zum Beginn des Rechtsanspruchs im Jahr 2026//27 jeder Familie, die es wünsche, Plätze in einer Form der ganztägigen Bildung und Betreuung zur Verfügung stehen. Ziel sei es auch, ein Leitbild mit Qualitätsstandards zu entwickeln, die für alle Angebotsformen gelten.
Der „Entwicklungsplan Ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulbereich“ kann hier heruntergeladen werden.
Das könnte Sie auch interessieren...
Planungen zur Sanierung können starten
„Obere Sandstraße 20“: Zuwendungsbescheid übergeben
Ende des vergangenen Jahres wurde die Stadt Bamberg als eine von 18 Kommunen für das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ ausgewählt. Nun wurde der förmliche Zuwendungsbescheid über 6,75 Millionen Euro bei einem Ortstermin am künftigen Kulturhaus „Obere Sandstraße 20“ übergeben.
„Ohne diese wichtige finanzielle Förderung wäre eine Sanierung des maroden Gebäudes nicht möglich“, betonte Oberbürgermeister Andreas Starke, als er den Zuwendungsbescheid für das künftige Kulturhaus entgegennahm.
Das Haus, in dessen Keller sich ehemals der Club Sound’n’Arts befunden hatte, steht vor aufwendigen Sanierungsarbeiten. Die Stadt Bamberg hatte es vor dreieinhalb Jahren aus einem „Spekulationsfonds“ gekauft und sich zügig an Notsicherungsmaßnahmen für die baufällige Immobilie im historischen Stadtkern gemacht. Insgesamt sind für die Sanierung und Umnutzung des Hauses 9 Millionen Euro veranschlagt. Den Mammut-Teil der Kosten stemmt mit 6,75 Millionen Euro und damit 75 Prozent das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“.
„Bei der Immobilie handelt es sich um eine der aufwendigsten Baumaßnahmen, die wir in Bamberg je hatten“
Oberbürgermeister Starke bedankte sich beim Ortstermin bei den örtlichen Bundestagsabgeordneten, vor allem MdB Andreas Schwarz, „einem Motor des Projekts“, so Starke. Ein weiterer Fördermittelgeber sind die Oberfrankenstiftung mit 900.000 Euro sowie die Bayerische Landesstiftung mit 152.000 Euro. Die Kosten für die Stadt Bamberg belaufen sich damit auf etwa 1,2 Millionen Euro. „Ich bin mir sicher, dass sich die Anstrengungen für diese wichtige Immobilie im Herzen der Altstadt lohnen werden“, so Oberbürgermeister Starke, der nochmals ein klares Bekenntnis zum Musik-Club im Rahmen einer künftigen Nutzung gab.
Im Anwesen Obere Sandstraße 20 sind nach Abschluss der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen eine musikalische Clubnutzung im Kellerbereich, ein Gastronomiebetrieb im Erdgeschoss sowie ein multifunktionaler Veranstaltungssaal und Büroflächen für städtische Beiräte geplant. „Bei der Immobilie handelt es sich um eine der aufwendigsten Baumaßnahmen, die wir in Bamberg je hatten. Dank der großzügigen Fördermittel können wir die Denkmalsubstanz künftig vor weiterem Verfall bewahren“, stellte Kämmerer Bertram Felix fest.
Das könnte Sie auch interessieren...
Bildungsreferent verlässt die Stadtverwaltung
„Dr. Pfeufer hat großartige Arbeit geleistet“
Nach acht Jahren bei der Stadt Bamberg und vielen erfolgreich gemanagten Projekten kehrt Bildungsreferent Dr. Matthias Pfeufer zu seinen beruflichen Wurzeln zurück. Aus persönlichen Gründen stellt sich der ausgebildete Lehrer zum 11. September wieder dem Schuldienst zur Verfügung, teilt die Stadt Bamberg mit.
„Dr. Pfeufer hat im Bereich Bildung und Sport großartige Arbeit für die Stadt geleistet. Davon haben in erster Linie die Bamberger Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und die zahlreichen Sport-Vereine profitiert. Hierfür danke ich ihm herzlich“, wird Oberbürgermeister Andreas Starke in einer Pressemitteilung der Stadt Bamberg zitiert, der den beruflichen Wechsel „bedauert, aber mit Verständnis begleitet.“
Nach acht Jahren bei der Stadt Bamberg hat sich Bildungsreferent Dr. Matthias Pfeufer entschieden, ab dem neuen Schuljahr wieder als Lehrer tätig zu sein.
„Ich blicke auf eine intensive Zeit bei der Stadt Bamberg zurück, in der ich viel bewegen und anstoßen konnte. Für das Vertrauen, das mir in dieser Zeit geschenkt wurde, bin ich sehr dankbar“, erklärt Dr. Pfeufer. Im Juli 2015 wurde er als Mitarbeiter mit der Aufgabe eingestellt, ein Bildungsbüro aufzubauen und über Projektmittel für die Finanzierung und Ausgestaltung zu sorgen. Ab Januar 2016 leitete er dieses Bildungsbüro und übernahm zwei Jahre später auch die Leitung des Amtes Bildung, Schulen und Sport. Im Juli 2020 wurde er zusätzlich zum Referenten für Bildung, Schulen und Sport ernannt.
Unter den zahlreichen Projekten, die Dr. Pfeufer geleitet hat, werden in der Mitteilung der Bildungsentwicklungsplan, die Anerkennung als „Bildungsregion in Bayern“ (gemeinsam mit dem Landkreis Bamberg), die Einführung des ersten Grundschulverbundes Bamberg-Berggebiet und der Entwicklungsplan für ganztägige Bildung und Betreuung, der in zwei Wochen in der Vollsitzung des Stadtrats vorgestellt wird, hervorgehoben. Auch mit dem ESF-geförderten Projekt „Bildung integriert“ zum Aufbau eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements von 2016 bis 2021, das die Installation des Bildungsbüros ermöglicht hat, und dem BMBF-Projekt „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ habe er Bamberg als Bildungsstandort weiter vorangebracht. „In den vergangenen Jahren ist es Dr. Pfeufer immer wieder gelungen, wichtige strategische Weichenstellungen im Bildungsbereich vorzunehmen. Sein Fachwissen in diesem Bereich war sehr wertvoll für uns, ebenso wie seine Vernetzung in die Sportwelt“, erklärt Starke. „Besondere Anerkennung gebührt ihm auch für die hervorragende Koordination des Host Town Program, als wir in diesem Sommer für vier Tage Gastgeber für die Special Olympics-Delegation aus Bahrain sein durften.“
Hier findet sich ein Interview mit Dr. Pfeufer sowie Maximilian Ley, Silbermedaillengewinner über 10.000 Meter bei den Nationalen Sommerspielen der Special Olympics Deutschland in Berlin 2022 und in diesem Jahr Athletensprecher, sowie Robert Bartsch, der mit der Idee zu und der Gründung von gookids neben der Integration sozial benachteiligter Kinder in den Sport das Thema Inklusion in Bamberg in den vergangenen Jahren in die Köpfe der Gesellschaft gebracht hat.
Das könnte Sie auch interessieren...
Für Verdienste an der Gemeinschaft
Stadtmedaille an sieben Bamberger Persönlichkeiten verliehen
Die Stadt Bamberg hat sieben Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in den Dienst der Gemeinschaft gestellt haben. Die Stadtmedaille geht dieses Jahr an VertreterInnen des Sports, der Kirche, der Wasserrettung, der Pandemiebekämpfung und der Geflüchtetenhilfe.
Ob außergewöhnliches Engagement in der Flüchtlingshilfe, jahrzehntelanges Wirken an der Spitze eines Sportvereins oder zentrale Steuerung in der Corona-Pandemie: Mit der Stadtmedaille zeichnete die Stadt vergangenen Donnerstag in der Konzerthalle sieben Persönlichkeiten aus. „Persönlichkeiten, die allgemeines Ansehen genießen und sich durch besondere Leistungen um das Wohl der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger besondere Verdienste erworben haben“, zitiert eine Mitteilung aus dem Rathaus Oberbürgermeister Andreas Starke in seiner Ansprache.
Für die „große Leidenschaft, mit der sie sich in den Dienst der Gemeinschaft gestellt haben“ dankte Starke zudem im Namen des Stadtrats. Auch appellierte er an alle Bürgerinnen und Bürger, sich ebenfalls ehrenamtlich zu engagieren.
Trägerinnen und Träger der Stadtmedaille 2023
Bamberg hat die Stadtmedaille bislang 100 Mal vergeben, zuletzt im Jahr 2018. In diesem Jahr ging sie an sieben Persönlichkeiten.
Seit vielen Jahrzehnten engagiert sich Manfred Drescher ehrenamtlich in vielfältiger Weise. Dem Motorbootclub Regnitz-Main stand Drescher seit dessen Gründung 43 Jahre als Geschäftsführer vor. Ebenso war Manfred Drescher 35 Jahre aktiv im Bürgerverein Bug, mehr als 40 Jahren im Stadtjugendring Bamberg und seit 1994 in der Johann-Strauss-Gesellschaft e.V.
Walburga Hepple ist seit März 2001 Mitglied der Kirchenverwaltung der Filialkirchenstiftung St. Urban. 2007 übernahm sie das Amt der Kirchenpflegerin der Kirchenstiftung. Ihr Wirken geht aber über das kirchliche Geschehen hinaus. Walburga Hepple habe immer wieder Projekte vorangetrieben, die große gesellschaftliche Relevanz haben, so etwa die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kirche St. Urban oder die aktuell laufende Generalsanierung und Erweiterung des Kindergartens St. Urban.
Ingrid Kasper studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München evangelische Kirchenmusik mit den Schwerpunktfächern Orgelliteratur und Chordirigieren. Nach ersten Berufserfahrungen als Kirchenmusikerin in Nürnberg und Meisterkursen wurde Ingrid Kasper Dekanatskantorin an der Bamberger Stephanskirche. Neben der bereits bestehenden Kantorei St. Stephan gründete sie den Kinderchor und den Teeniechor, den Gospelchor sowie den liturgischen Chor. Seit 2002 leitet sie zusätzlich den Musica-Vivachor. Im Jahr 2016 wurde Ingrid Kasper zur Kirchenmusikdirektorin ernannt. Das musikalische Wirken von Ingrid Kasper wurde mehrfach ausgezeichnet unter anderem mit dem Kulturförderpreis der Stadt Bamberg und dem Kulturpreis der Oberfrankenstiftung.
Wolfgang Rainer engagiert sich außerordentlich für die Städtepartnerschaft Bamberg-Villach. Seiner Initiative ist die Freundschaft zwischen der DLRG Bamberg-Gaustadt und der Österreichischen Wasserrettung Villach zu verdanken. Weiterhin ist er inzwischen zu einem wichtigen Ansprechpartner in Villach geworden, wenn andere Partnerschaftstreffen anstehen.
Peter Röckelein wurde bereits 1977 zum ersten Vorsitzenden des Sportvereins MTV 1882 Bamberg e.V. gewählt. Seitdem hatte er diese Aufgabe bis 2022 ununterbrochen inne. Als Röckelein den Verein übernahm, war der MTV noch ein Sportverein mit etwa 900 Mitgliedern und knapper Kassenlage. Röckelein aber modernisierte den Verein. So wurden im Laufe der Jahre unter anderem eine Tennishalle, das Vereinshauses mit Gaststätte, das Fitness- und Gesundheitszentrum, zwei Gymnastikhallen sowie ein Blockheizkraftwerk gebaut. Dadurch erhöhte sich die Mitgliederzahl auf knapp 4.000.
Prof. Dr. Michael Sackmann hat die Arbeit von Stadt und Landkreis Bamberg in der Pandemiebekämpfung zwei Jahre lang begleitet. Ihm ist es zu verdanken, dass die Kliniken in der Region trotz höchster Belastung durch die Pandemie immer ihrem Versorgungsauftrag gerecht werden konnten. Sackmann war zunächst als Chefarzt der Infektiologie zuständig für Covid-Patienten auf Normalstation. Als dann das Amt des krankenhauskoordinierenden Arztes geschaffen wurde, übernahm er die Verantwortung für die Patientenströme in Stadt und Landkreis Bamberg. Seine Kompetenz, sein diplomatisches Geschick und sein Organisationstalent haben entscheidenden Einfluss auf die Krisenbewältigung gehabt.
Dr. Joelle Vormann-Pfeifer ist Seit 2012 in vielfältiger Weise im Migrantinnen- und Migrantenbeirat der Stadt Bamberg tätig. Frauen mit Migrationsgeschichte zu unterstützen, sowie ihre Vernetzung und den Dialog jenseits ethnischer und religiöser Grenzen zu stärken, sind für sie eine Herzensangelegenheit. Durch ihre Mitgliedschaft beim Verein „Freund statt fremd“ stellt sie zudem ein verbindendes Glied zwischen dem Beirat, „Freund statt fremd“, der Bamberger Mahnwache Asyl und Geflüchteten dar.
Das könnte Sie auch interessieren...
Trotz Minusgraden
Stadt Bamberg: Eisflächen nicht betreten
Die Stadt Bamberg warnt davor, Eisflächen auf Gewässern zu betreten. Trotz aktuellem Dauerfrost sei deren Tragfähigkeit noch nicht ausreichend.
Ungewöhnlich früh herrscht in diesem Winter erstmals Dauerfrost. Bis Ende der Woche sollen die Temperaturen auch tagsüber nicht über den Gefrierpunkt klettern. Entsprechend haben sich auf den Weihern im Stadtgebiet bereits dünne Eisflächen gebildet.
Doch hier hat die Stadt in einer Mitteilung eine klare Warnung ausgesprochen. Momentan weisen die Gewässer eine Eisstärke von gerade einmal drei Zentimetern auf. Eine ausreichende Tragfähigkeit ist damit noch nicht gewährleistet.
Als Mindeststärke gilt eine konstante, geschlossene Eisschicht von mindestens 15 Zentimetern. Nachdem bereits Anfang kommender Woche mit deutlich milderen Temperaturen gerechnet wird, dürfte sich eine solche tragfähige Eisschicht in nächster Zeit auch nicht ausbilden.
Vorsicht beim Betreten von Eis
Die Grünanlagen-Abteilung der Bamberger Service Betriebe prüft in regelmäßigen Abständen die Eisstärke auf dem Hainweiher, dem Sylvanersee in Gaustadt, dem Weiher am Höfener Weg und dem Eichelsee in Wildensorg. Erst wenn diese Gewässer die konstante, geschlossene Eisschicht von mindestens 15 Zentimeter erreichen, gibt sie das Gartenamt frei.
Grundsätzlich gilt: Besonders zu Beginn von Frostperioden sollte man Eisflächen nur mit großer Vorsicht betreten. Auch wenn Gewässer mit einer geschlossenen Eisschicht überzogen sind, kann es sein, dass sie noch nicht ausreichend tragfähig sind, um gefahrlos betreten werden zu können. Vor dem Betreten von Eisflächen sollte man sich deshalb unbedingt von deren Tragfähigkeit überzeugen.
Die Eisschicht auf einem See kann unterschiedliche Stärken aufweisen. So ist im Bereich von Zu- oder Abflüssen, von Strömungen, am Ufer oder auf schneebedeckten Eisflächen höchste Vorsicht geboten. An diesen Stellen ist die Eisschicht oft dünner.
Das könnte Sie auch interessieren...
Wildensorg
Pilotprojekt mit gelben Tonnen startet zum Jahreswechsel
In den kommenden Tagen startet in Wildensorg ein Pilotprojekt. Ab dem Jahreswechsel sollen in gelben Tonnen Verpackungsabfälle aus Kunststoff oder Dosen gesammelt und der gelbe Sack ersetzen werden.
Das Pilotprojekt mit gelben Tonnen soll zunächst für die kommenden drei Jahre laufen. Diese würden, so eine Mitteilung des Rathauses, wie bisher die gelben Säcke, auch alle 14 Tage geleert werden. Mit dem Projekt möchte die Stadt herauszufinden, welche Erfahrungen die Bewohnerinnen und Bewohner Wildensorgs mit den Tonnen machen, und ob mit ihnen die gelben Säcke möglicherweise langfristig ersetzt werden können.
Bis zum 31. Januar 2023 wird die Müllabfuhr auch noch gelbe Säcke mitnehmen. Ab dem 1. Februar 2023 entleert sie nur noch die Tonnen.
Damit keine Abfälle in den Tonnen landen, die nicht zu Leichtverpackungen und Dosen zählen, sind auf den gelben Deckeln der Tonnen alle Verkaufsverpackungen, die eingeworfen werden können, eingeprägt.
Sollten einzelne Haushalte bis zum 19. Dezember noch keine der neuen Tonnen erhalten haben, würden diese laut Rathaus bis zum 31. Dezember nachgeliefert. Betroffene Haushalte können sich in diesem Fall an das Unternehmen Remondis wenden, das die Tonnen bereitstellt.
Das könnte Sie auch interessieren...
Bevölkerungswachstum
Bamberg nähert sich 80.000 Einwohnerinnen und Einwohnern
Die Stadt Bamberg wächst und könnte bald 80.000 EinwohnerInnen haben. Ein Grund für den Bevölkerungsanstieg ist die Belegungszahl des Ankerzentrums. OB Starke fordert deshalb eine gleichmäßigere Verteilung der Geflüchteten. SPD-Fraktionsvorsitzender Kuntke erwägt, gegen die Staatsregierung zu klagen.
Die Zahl der Menschen, die in Bamberg leben, bewegt sich auf die 80.000-Marke zu. Das hat die Stadt am 29. September mitgeteilt. Für 2021 hatte das Bayerische Landesamt für Statistik noch 77.749 EinwohnerInnen in Bamberg gezählt. Zum Stichtag am 30. Juni errechnete es eine Zahl von 79.034 Menschen. Das ist der höchste Wert in der Geschichte der Stadt und entspricht einer Zunahme von 1.285 Personen innerhalb eines halben Jahres.
Wie die Verteilung der Geschlechter zeigt, ist Bamberg dabei eher weiblich geprägt. So leben aktuell etwa 2300 Frauen (gesamt 40.676) mehr in der Stadt als Männer (38.358).
„Beobachten diese Entwicklung mit Sorge“
Wie kommt es zu dem signifikanten Anstieg in der ersten Hälfte des Jahres? Die Leiterin des Einwohnermeldeamtes, Karoline Zapf, nennt drei Gründe. Erstens seien unter den Neubürgerinnen und ‑bürgern auch Geflüchtete aus der Ukraine erfasst, die in Bamberg eine Unterkunft gefunden haben. Zweitens mache sich der Ausklang der Corona-Pandemie bemerkbar, der vor allem für eine verstärkte Rückkehr von Studierenden gesorgt hat. Und drittens hätten auch die Belegungszahlen des Ankerzentrums Oberfranken im Sommer zugenommen.
„Diese Entwicklung beobachten wir allerdings mit Sorge“, sagte Oberbürgermeister Starke. „Denn mittlerweile lebt in Oberfranken jeder vierte Flüchtling in Bamberg. Das führt auch zu sozialen Spannungen.“
Starke fordert darum eine gleichmäßigere Verteilung auf alle Kommunen gemäß der Asyldurchführungsverordnung. Seine SPD-Stadtratsfraktion geht noch einen Schritt weiter. In einer Mitteilung wirft sie der bayerischen Landesregierung wegen der Überbelegung des Ankerzentrums mit mehr als 2.300 Menschen Vertragsbruch vor.
Heinz Kuntke, Fraktionsvorsitzender, forderte darum, dass die Stadt, wenn die Staatsregierung keine vertragsgemäßen Zustände herstellt, den Klageweg beschreiten solle. Die Staatsregierung hätte sich in einer Vereinbarung vom August 2015 gegenüber der Stadt verpflichtet, die Aufnahmekapazität des Ankerzentrums auf maximal 1.500 Menschen zu begrenzen.
„Es kann nicht sein“, sagte Kuntke, „dass der Freistaat, wohl aus Kostengründen, und ohne Rücksicht auf die Menschen im Ankerzentrum und seinem Umfeld sich nicht an die Vereinbarung hält.“